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Keine Verbesserung

Freitag, 24. Juni 2005, 07:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Seit einem Jahr kann offiziell an den Bielener Kiesteichen gezeltet werden. Ein Projekt, das die SPD in Nordhausen im Vorfeld der Kommunalwahlen angeschoben hatte. Damals sollte auch der Vermüllung der Kiesteiche sowie dem „Schwarz-Campen“ Einhalt geboten werden. Die nnz mit einer Bestandsaufnahme.


„Lässt es das Wetter zu, beginnen noch in dieser Woche die Vorbereitungsarbeiten für die Einrichtung von Zeltgelegenheiten am Bielener Kiessee in Nordhausen. Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) sagte gestern, dass sie froh sei, dass sich das Projekt – Dank des Engagements aller Beteiligten - schnell umsetzen lasse. Voraussichtlich noch im Juli könnten die ersten Zelte aufgeschlagen werden. Die Preise für das Zelten würden moderat gehalten“, so berichtete die nnz am 23. Juni des Jahres 2004.

Zurück zur Gegenwart: In den kommenden Wochen wird man im Rahmen von Kontrollen die illegalen Camper an den Kies-Seen auf die offizielle Zeltgelegenheit am Bielener Kiesteich aufmerksam machen. Das kündigte Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) an. Insbesondere mit Blick auf das ideale Wetter, die anstehenden Sommerferien in wenigen Wochen und den entsprechenden Besucherzahlen müssten die Verhältnisse geordnet werden. Heißt im Klartext: Es wird immer noch wild gezeltet, es wird immer noch der Müll in die Landschaft gekippt. Also: Klassenziel verfehtl!

„In den letzten Wochen haben wir mit den Stadtwerken die Situation am Jugendzeltplatz noch mal deutlich verbessert, das Zelten dort ist mit eine paar Euros preiswert, die Möglichkeiten zum Baden sind da, und es stehen ordentliche Sanitäranlagen bereit. Deshalb gibt es keinen Grund, die Zelte nur ein paar Meter entfernt illegal aufzuschlagen. Zumal die Entsorgung des Mülls um die nicht genehmigten Zeltgelegenheiten erhebliche Kräfte bindet, Kosten verursacht und der Natur schadet. Das gesamte Erscheinungsbild an den Kies-Seen leidet darunter“, konstatiert Jendricke.

Bereits im vergangenen Jahr habe man angesichts der teilweise extremen Zustände gemeinsam mit der Naturschutzbehörde des Landratsamtes mündliche Verwarnungen ausgesprochen. Auch bei den Kontrollen in diesem Jahr „soll es zwar beim Ansatz der größtmöglichen Freizügigkeit im dortigen Naherholungsgebiet bleiben - wir werden aber nachdrücklich auf die offizielle Zeltgelegenheit verweisen und die Leute dorthin lenken, wenn nötig auch mit Bußgeldern“, so Jendricke.

Der Bürgermeister verweist zugleich auf die aktuell hohe Brandgefahr: „Es ist gefährlich, die Autos außerhalb der ausgewiesenen Parkplätze abzustellen, das trockene Gras kann sich durch die hohen Auspuff- und Katalysator-Temperaturen schnell entzünden.“
Autor: nnz

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