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Grundschule Bertolt Brecht

Die Schulsozialarbeit ist angekommen

Montag, 15. Juni 2020, 10:35 Uhr
Als holprigen Start bezeichnet Schulsozialarbeiterin Katja Vopel die ersten Wochen ihrer Arbeit an der Grundschule Bertolt Brecht, bedingt durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf den Schulbetrieb...

Schulsozialarbeiterin Katja Vopel in Aktion (Foto: GS Bertolt Brecht) Schulsozialarbeiterin Katja Vopel in Aktion (Foto: GS Bertolt Brecht)


Dank Förderung des Freistaates und des Landkreises Nordhausen sowie in Trägerschaft des JugendSozialwerk Nordhausen konnte die Schulsozialarbeiterin Katja Vopel im März ihre Tätigkeit beginnen. Bisher bekamen nur die Haupt- und Regelschulen eine derartige Unterstützung. Seit Jahresbeginn profitieren auch die Grundschulen des Landkreises davon. Sie selbst ist Mitarbeiterin des Jugendsozialwerks und findet dieses Engagement an Grundschulen sehr wichtig. Denn hier werden die Grundsteine bei den Kindern gelegt, die für das Wissen aber auch die für die soziale und empathische Entwicklung von elementarer Bedeutung sind. Und genau bei den letzten beiden setzt die Arbeit der Dreißigjährigen, die selbst zwei eigene Kinder hat, an.

Vier Jahre arbeitete sie bereits als Integrationsbeauftragte in der unmittelbar benachbarten Petersbergschule. Jetzt also die Grundschule, die Kleinen. Ihr Büro bezeichnet Katja - die Kinder dürfen sie duzen und beim Vornamen nennen – als geschützten Raum. Für die Schülerinnen und Schüler ist es beruhigend zu wissen, wohin sie mit Problemen kommen können. „Ich bin froh, dass wir hier so eine Vertrauensfrau haben“, sagt Julian aus der der Klasse 4 c. „Und es gilt die Schweigepflicht“, fügt Klassenkamerad Marvin an.

Gesprächsangebote, Einzelfallhilfe, Vermittlung, Schlichtung, Förderung, usw. usw. – das Aufgabenspektrum ist so allumfassend wie die Möglichkeiten des Beratens, des Eingreifens, des Entwickelns. Das gemeinsame Lernen in der Schuleingangsphase der Klassenstufen 1 und 2, das heißt Kursunterricht in Mathematik und Deutsch sowie Arbeit nach Wochenplan, ist eine Besonderheit an der Bertolt Brecht Grundschule. Vopel: „Es bietet viele Vorteile.“ Ob es das Vorhandensein der Geschwisterkinder oder einfach der routinierte Kamerad aus der 2. Klasse sind, es zahlt sich aus.

Als zusätzliche Ansprechpartnerin kann Katja Vopel überall dort eingreifen, wo dem Lehrer, der ja Stoff vermitteln muss, die Zeit fehlt. Sie verfügt über ein dichtes Netzwerk, auf das sie zurückgreifen kann.
Katja Vopel wird akzeptiert, von den Kindern und dem Lehrerkollegium. Beratungslehrerin Kathrin Hahn betont: „Kinder und Lehrer profitieren. Wir sind gut aufgestellt, ein tolles Team mit tollen Schülern und einer sehr, sehr guten Schulleitung. Hier gibt es vielfältige Herkunftsgeschichten, unzählige Kulturen. Es ist eine Bereicherung und es funktioniert hervorragend.“ Man spürt das Herzblut, mit dem hier gearbeitet wird. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre, eine Lernatmosphäre, die dank Katja Vopel jenseits der Wissensvermittlung vieles ermöglicht, was für eine allumfassende Kompetenzentwicklung notwendig ist.
Autor: red

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