Beobachtet
Wer bestimmt in diesem Land?
Samstag, 13. Juni 2020, 13:42 Uhr
Es gibt eine demokratisch gewählte Partei in Nordhausen, deren Spitzenkandiat zur Stadtratswahl mit großem Abstand die meisten Stimmen der wahlberechtigten Nordhäuser erhielt. Noch immer scheinen das einige "Aktivisten" der sogenannten Zivilgesellschaft nicht verdaut zu haben...
Erneuter "Angriff" auf AfD-Parteibüro (Foto: privat)
Geschichte wiederholt sich. Diesem Satz kann man zustimmen oder eben auch nicht. In Nordhausen wiederholt sie sich in der Form, dass Parteibüros von zugelassenen Parteien in regelmäßigen Abständen "angegriffen" werden.
Gingen vor Jahren mehrfach Scheiben der damaligen PDS und heutigen LINKE zu Bruch, wurden Fassaden entsprechend verschönert, so wird der politische Diskurs mit der Alternative für Deutschland heutzutage auf der gleichen qualitativen Ebene ausgetragen. Innerhalb weniger Tage wurden die Schaufenster des AfD-Bürgerbüros in Nordhausen verschönert, wurden vor dem Eingang Bierflaschen zerschlagen, um symbolisch den Zugang zu erschweren.
Wenn das die Form des Austausches der Zivilgesellschaft mit dem politischen Kontrahenten ist, dann kann ich persönlich auf diese Zivilgesellschaft pfeifen. Man muss nicht die Ansichten, das Parteiprogramm oder etwa Herrn Höcke und dessen provozierende Ausfälle mögen, aber man sollte sich zivilgesellschaftlich damit auseinandersetzen. Vor allen Dingen, wenn man pausenlos meint, die besseren Argumente und das Recht auf seiner Seite zu haben.
Das allerdings lehnen Teile der Zivilgesellschaft ab, denn mit Faschisten redet man nicht und alle, die in der AfD sind, alle, die ihr Kreuz zum Beispiel bei Jörg Prophet im vergangenen Jahr zu den Kommunalwahlen gemacht haben, alle, die sich kritisch zur Flüchtlings- und Migrationspolitik äußern, alle, die Greta nicht mögen und alle, die sich nicht mehr umfassend oder vielleicht einseitig informiert fühlen, haben etwas Faschistoides in sich. Stempel drauf und raus damit aus der zivilen Mitte, wo sich - außer der AfD - alle versammeln dürfen. In Thüringen duldet dieses Sammelbecken ja auch die CDU, obwohl die ja nichts mit den Rändern des Parteienspektrum zu tun haben will. Und fühlt sich - parlamentarisch betrachtet - pudelwohl darin.
Nun könnte man das nächtliche Treiben als "Dummer-Jungen-Streich" abtun, doch für die Partei hat das Konsequenzen. Jörg Prophet erwartet, dass der AfD in der kommenden Woche die Kündigung seitens des Vermieters ausgesprochen wird. "Die anderen Mieter des Mehrfamilienhauses haben Angst, dass beim nächsten Mal ein Molotov-Cocktail gegen Scheibe und Tür geworfen wird, wenn wir nicht verschwunden sind."
Dann wird sich die AfD erneut vertrauensvoll an die Städtische Wohnungsbaugesellschaft zwecks einer Einmietung wenden.
Und so reihen sich diese Vorgänge im eigentlich so beschaulichen Nordhausen ein in die zahlreichen Einschüchterungsversuche gegenüber Vermietern, Gäststättenbetreibern oder Hoteliers, sich von der AfD "fern zu halten". Darüber werden fast live im Zentralorgan der Antifa berichtet und gelungene "Aktionen" bejubelt. Wie eingangs geschrieben: Geschichte wiederholt sich. Auch die Jüngste.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Erneuter "Angriff" auf AfD-Parteibüro (Foto: privat)
Geschichte wiederholt sich. Diesem Satz kann man zustimmen oder eben auch nicht. In Nordhausen wiederholt sie sich in der Form, dass Parteibüros von zugelassenen Parteien in regelmäßigen Abständen "angegriffen" werden.
Gingen vor Jahren mehrfach Scheiben der damaligen PDS und heutigen LINKE zu Bruch, wurden Fassaden entsprechend verschönert, so wird der politische Diskurs mit der Alternative für Deutschland heutzutage auf der gleichen qualitativen Ebene ausgetragen. Innerhalb weniger Tage wurden die Schaufenster des AfD-Bürgerbüros in Nordhausen verschönert, wurden vor dem Eingang Bierflaschen zerschlagen, um symbolisch den Zugang zu erschweren.
Wenn das die Form des Austausches der Zivilgesellschaft mit dem politischen Kontrahenten ist, dann kann ich persönlich auf diese Zivilgesellschaft pfeifen. Man muss nicht die Ansichten, das Parteiprogramm oder etwa Herrn Höcke und dessen provozierende Ausfälle mögen, aber man sollte sich zivilgesellschaftlich damit auseinandersetzen. Vor allen Dingen, wenn man pausenlos meint, die besseren Argumente und das Recht auf seiner Seite zu haben.
Das allerdings lehnen Teile der Zivilgesellschaft ab, denn mit Faschisten redet man nicht und alle, die in der AfD sind, alle, die ihr Kreuz zum Beispiel bei Jörg Prophet im vergangenen Jahr zu den Kommunalwahlen gemacht haben, alle, die sich kritisch zur Flüchtlings- und Migrationspolitik äußern, alle, die Greta nicht mögen und alle, die sich nicht mehr umfassend oder vielleicht einseitig informiert fühlen, haben etwas Faschistoides in sich. Stempel drauf und raus damit aus der zivilen Mitte, wo sich - außer der AfD - alle versammeln dürfen. In Thüringen duldet dieses Sammelbecken ja auch die CDU, obwohl die ja nichts mit den Rändern des Parteienspektrum zu tun haben will. Und fühlt sich - parlamentarisch betrachtet - pudelwohl darin.
Nun könnte man das nächtliche Treiben als "Dummer-Jungen-Streich" abtun, doch für die Partei hat das Konsequenzen. Jörg Prophet erwartet, dass der AfD in der kommenden Woche die Kündigung seitens des Vermieters ausgesprochen wird. "Die anderen Mieter des Mehrfamilienhauses haben Angst, dass beim nächsten Mal ein Molotov-Cocktail gegen Scheibe und Tür geworfen wird, wenn wir nicht verschwunden sind."
Dann wird sich die AfD erneut vertrauensvoll an die Städtische Wohnungsbaugesellschaft zwecks einer Einmietung wenden.
Und so reihen sich diese Vorgänge im eigentlich so beschaulichen Nordhausen ein in die zahlreichen Einschüchterungsversuche gegenüber Vermietern, Gäststättenbetreibern oder Hoteliers, sich von der AfD "fern zu halten". Darüber werden fast live im Zentralorgan der Antifa berichtet und gelungene "Aktionen" bejubelt. Wie eingangs geschrieben: Geschichte wiederholt sich. Auch die Jüngste.
Peter-Stefan Greiner
