Offensiv gegen Offensive
Mittwoch, 22. Juni 2005, 11:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Familienoffensive - eigentlich sollte das alles sehr positiv und fürsorglich klingen, was sich die Thüringer Landesregierung da ausgedacht hatte. Doch beim genaueren Hinsehen ist diese Offensive für viele Kommunalpolitiker eine Mogelpackung. Auch für die mit CDU-Parteibuch.
Jürgen Hohberg, der parteilose Bürgermeister aus Sollstedt, der aber in der CDU-Fraktion im Kreistag mitmachen darf, der hatte die Familienoffensive gestern offensiv kritisiert. Statt die Familien zu fördern, werde das alles schlicht und ergreifend zu einer drastischen Reduzierung der Landeszuschüsse für die Kindertagesstätten kommen. Weniger Geld für die Kitas, das bedeutet vor allem höhere Gebühren für die Eltern.
An einem Kindergarten-Beispiel machte das Hohberg deutlich. So bleiben nach dem Start der Offensive, abzüglich aller Pauschalen, 46.000 Euro im Raum stehen. Diese 46.000 Euro müssten umgelegt werden – auf die Gebührenhöhe der Eltern. Allein aus diesem Grund wünscht sich Jürgen Hohberg, dass der Kreistag und der Landrat an dieser Offensive offensiv dranbleiben und Druck auf Erfurt ausüben.
Bei einer solchen Klarheit der Fakten bleibt selbst einem CDU-Landrat nur noch eine ebenso kritische Würdigung der Sache übrig. Joachim Claus werde bei einem Treffen mit anderen Thüringer Landräten die Position des Landkreises deutlich machen. Joachim Claus ist sich darüber hinaus sicher, dass es da keine großen Unterschiede in den Auffassungen seiner Kollegen gebe.
Autor: nnzJürgen Hohberg, der parteilose Bürgermeister aus Sollstedt, der aber in der CDU-Fraktion im Kreistag mitmachen darf, der hatte die Familienoffensive gestern offensiv kritisiert. Statt die Familien zu fördern, werde das alles schlicht und ergreifend zu einer drastischen Reduzierung der Landeszuschüsse für die Kindertagesstätten kommen. Weniger Geld für die Kitas, das bedeutet vor allem höhere Gebühren für die Eltern.
An einem Kindergarten-Beispiel machte das Hohberg deutlich. So bleiben nach dem Start der Offensive, abzüglich aller Pauschalen, 46.000 Euro im Raum stehen. Diese 46.000 Euro müssten umgelegt werden – auf die Gebührenhöhe der Eltern. Allein aus diesem Grund wünscht sich Jürgen Hohberg, dass der Kreistag und der Landrat an dieser Offensive offensiv dranbleiben und Druck auf Erfurt ausüben.
Bei einer solchen Klarheit der Fakten bleibt selbst einem CDU-Landrat nur noch eine ebenso kritische Würdigung der Sache übrig. Joachim Claus werde bei einem Treffen mit anderen Thüringer Landräten die Position des Landkreises deutlich machen. Joachim Claus ist sich darüber hinaus sicher, dass es da keine großen Unterschiede in den Auffassungen seiner Kollegen gebe.
