Krank? Kein Urlaub!
Montag, 20. Juni 2005, 13:20 Uhr
Nordhausen (nnz). Das ist der neueste Clou: Krankheitstage mit Urlaub verrechnen. Und selbstverständlich sind auch die Thüringer Handwerker dafür. Hier ihr offizielles Statement, bei dem sie selbst Bewährtes der DDR als Argumentation heranholen.
Der Thüringer Handwerkstag unterstützt den Vorstoß von ZDH-Präsident Otto Kentzler, neu über Lohn- oder Urlaubsansprüche von Arbeitnehmern im Krankheitsfall nachzudenken. Rolf Ostermann, Präsident des Thüringer Handwerkstages nimmt dazu Stellung: Wir sollten wieder dazu kommen, bei Kranken die Lohnfortzahlung zu kürzen. Dieses System, das viele hier in den neuen Ländern noch aus DDR-Zeiten kennen, hatte sich bewehrt. Wer krank ist spart beispielsweise Fahrtkosten zum Arbeitsplatz oder Reinigungskosten der Arbeitskleidung. Denn gerade das berühmte Krankfeiern kann damit deutlich eingedämmt werden. In diesem Zuge kann auch eine Diskussion über die Reduzierung von Urlaub bei Krankheit am Ende zu einem vernünftigen Ergebnis führen, das weder Arbeitgeber- noch Arbeitnehmerseite übervorteilt, argumentiert Ostermann.
Man müsse von einigen Speckschichten des Sozialstaates Abschied nehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Hierzu gehören nach Ansicht von Ostermann vor allem auch die zu hohen Lohnzusatzkosten, die die betrieblichen Entwicklungsmöglichkeiten stark einschränken. Man müsse die wirtschaftlichen Notwendigkeiten und sozialen Ansprüche an die Realität anpassen. Dazu brauchen die Handwerker Ideen ohne ideologische Scheuklappen. Der ZDH-Präsident hat mit seinem Vorschlag eine wichtige und überfällige Diskussion neu angestoßen, meint der Handwerkerchef in Thüringen abschließend.
Autor: nnzDer Thüringer Handwerkstag unterstützt den Vorstoß von ZDH-Präsident Otto Kentzler, neu über Lohn- oder Urlaubsansprüche von Arbeitnehmern im Krankheitsfall nachzudenken. Rolf Ostermann, Präsident des Thüringer Handwerkstages nimmt dazu Stellung: Wir sollten wieder dazu kommen, bei Kranken die Lohnfortzahlung zu kürzen. Dieses System, das viele hier in den neuen Ländern noch aus DDR-Zeiten kennen, hatte sich bewehrt. Wer krank ist spart beispielsweise Fahrtkosten zum Arbeitsplatz oder Reinigungskosten der Arbeitskleidung. Denn gerade das berühmte Krankfeiern kann damit deutlich eingedämmt werden. In diesem Zuge kann auch eine Diskussion über die Reduzierung von Urlaub bei Krankheit am Ende zu einem vernünftigen Ergebnis führen, das weder Arbeitgeber- noch Arbeitnehmerseite übervorteilt, argumentiert Ostermann.
Man müsse von einigen Speckschichten des Sozialstaates Abschied nehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Hierzu gehören nach Ansicht von Ostermann vor allem auch die zu hohen Lohnzusatzkosten, die die betrieblichen Entwicklungsmöglichkeiten stark einschränken. Man müsse die wirtschaftlichen Notwendigkeiten und sozialen Ansprüche an die Realität anpassen. Dazu brauchen die Handwerker Ideen ohne ideologische Scheuklappen. Der ZDH-Präsident hat mit seinem Vorschlag eine wichtige und überfällige Diskussion neu angestoßen, meint der Handwerkerchef in Thüringen abschließend.
