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Es tut sich was im Schloß

Montag, 20. Juni 2005, 08:50 Uhr
Heringen (nnz). Die Stadt in der Goldenen Aue verfügt seit Jahrhunderten über ein imposantes Bauwerk – das Heringer Schloß. Doch an den historischen Gemäuern nagt der Zahn der Zeit. Diesem Nagen soll nun entgegengewirkt werden. Die ersten Infos dazu von einem Fachmann in Ihrer nnz.


Es tut sich was im Schloß (Foto: nnz) Es tut sich was im Schloß (Foto: nnz) Im ersten Bauabschnitt sind die Notsicherung der Schlossanlage und die Sanierung des Süd-West Turmes geplant. Die Arbeiten für die Notsicherung führt die Nordhäuser SPESA aus. Das Gesamtvolumen dieses Auftrages beläuft sich auf rund 340.000 Euro. Die Arbeiten für die Sanierung des Süd-West Turmes werden demnächst ausgeschrieben. Die Finanzierung erfolgt durch die Städtebauförderung, dem Landesamt für Denkmalpflege und Eigenanteilen der Stadt Heringen.

„Die Notsicherung umfasst vorwiegend die temporäre Sicherung der Umfassungswände des Alten Schlosses durch ein Stahlkorsett mit Verankerung. Am Neuen Schloss erfolgt eine Verspannung der Umfassungswände durch Edelstahlanker, die im Gegensatz zum Alten Schloss keine temporären Maßnahmen darstellen“, erläutert René Zschernig vom beauftragten Ingenieurbüro den nnz-Lesern.

Die eigentliche Sanierung der Schlossanlage kann voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen, da zusätzliche Mittel aus dem Bundeskultusministerium in Aussicht stehen. Diese Mittel konnten beantragt werden, da die Schlossanlage als national bedeutsames Denkmal eingestuft worden war. Durch diese zusätzlichen Gelder könnte zudem der Eigenanteil der Stadt Heringen weiter gesenkt werden. Einer Sanierung würde dann nichts mehr im Wege stehen, da die Förderung für mehrere Jahre gewährt wird und somit die Planungssicherheit für die Stadt Heringen gegeben ist.
Autor: nnz

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