nnz-Rückspiegel: 13. Oktober 2000
Samstag, 13. Oktober 2001, 14:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Mitglied der Urbacher Bürgerinitiative reagiert auf nnz-Betrachtung Panta Rhei
Klaus-Dieter Korb von der Bürgerinitiative Rettung für die Goldene Aue hat auf die Betrachtung Panta Rhei in der nnz reagiert. Da sich nnz nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als Kommunikationsplattform versteht, werden wir die persönlich gehaltene Antwort von Klaus-Dieter Korb veröffentlichen. Herr Korb hat dazu der nnz sein Einverständnis gegeben:
Sehr geehrter Herr Greiner,
lange habe ich über Ihren o.a. Artikel nachgedacht. Vieles was Sie zu bedenken geben, ist berechtigt und hat nachdenklich gestimmt und wir haben es in langen Diskussionen besprochen. Wir müssen in dieser Angelegenheit einen wahren Spagat vollführen. Auch in unseren Reihen sind die Arbeitslosigkeit bekannt und die fatalen Folgen für Familie, Freunde und auch das öffentliche Ansehen, das man in der Bevölkerung hat, leidet erheblich. Traurig stimmt Viele, das Menschen heutzutage nicht nach ihren menschlichen Qualitäten bewertet werden, sondern fast nur noch danach, ob sie Arbeit haben, auf der "Erfolgsleiter klettern" und finanziell "mithalten" können.
Über die Gründe, die zur Arbeitslosigkeit führten, spricht niemand gerne. Viele (auch Urbacher) wünschten sich einen neuen Arbeitsplatz, auch direkt vor ihrer Haustür. Daher machen wir es uns wirklich nicht leicht, Positionen zu vertreten, die eventuell nachhaltig eine Industrieansiedlung (der geplanten Art) verhindern. Kein Mensch in der Region würde gegen eine Industrieansiedlung, wie sie von den Planern des Industriegebietes angepriesen und suggeriert wird, etwas unternehmen. Auch die Landwirtschaft würde bei einer derartigen Ansiedlung von "Elektronik" oder
"Gemüsezucht" (die sie übrigens gerne mit gestalten würde) etwas unternehmen. Doch dem ist nachweislich nicht so! Sie haben sicherlich die Äusserungen seitens Frau Rinke und Herrn Beyse verfolgt, in denen Sie angaben, z.B. Heiligenstadt würde dieses Industriegebiet sofort installieren. Der Verantwortliche für Wirtschaftsförderung und Planung der Stadtverwaltung Heiligenstadt, Herrn Baumbach, hat diese Äusserungen als absurd bezeichnet, schon als "Heilbad" und der Lage Heiligenstadts und der Umgebung sei eine derartige Ansiedlung mit den geforderten Emissionen undenkbar. Soweit zu Wahrheit und Polemik... Daß Menschen sich verändern, Berufszweige und auch Landschaften einer Veränderung unterliegen, liegt in der heutigen, schnellebigen Zeit begründet. Doch es gibt halt Menschen, denen Kontinuität und Beständigkeit, und dazu gehört auch der Begriff "Heimat" wichtiger sind, als kommerzielle Erfolge. Die, die Schöpfung schützen wollen, müssen nicht unweigerlich "Zukunftsverhinderer" sein, denen die "schöne Aussicht" wichtiger ist als die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Solidarität und Zusammengehörigkeitsgefühl sind in unserer Gesellschaft ein "Gut", das von Vielen als Fremdwort verstanden wird, wenn sie es nicht erleben und diejenigen, die das suchen, finden heute bei unseren Politikern keine Antworten und Vorbilder mehr, sondern bei denen, die dumme und "hohle" Propaganda machen und bei "Aufmärschen" das Zusammengehörigkeitsgefühl suggerieren. Alles wird sich verändern.....leider !
In diesem Sinne seien Sie herzlich gegrüßt und....Panta Rhei.....
Klaus-Dieter Korb, Urbach
Anmerkung von nnz: Zu den geplanten Entwicklungen im Landkreis Eichsfeld können Sie noch heute einen Beitrag weiter oben lesen.
Mehrere große Industriegebiete warten auch im Eichsfeld auf künftige Investoren
Investoren sind überall willkommen, nicht nur im Landkreis Nordhausen, sondern auch im benachbarten Eichsfeld. Dabei haben die Obereichsfelder in punkto Arbeit schon jetzt bessere Karten als die Nordhäuser. Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen bestätigen dies: Während im Landkreis Nordhausen die Quote im September bei 19,1 Prozent lag, wird für den Raum Heiligenstadt eine Quote von 12,0 Prozent ausgewiesen. Wer nun allerdings glaubt, die Wirtschaftsförderer in der Heiligenstädter Kreisverwaltung würden sich genüßlich zurücklehnen, der hat weit gefehlt. Im Gegenteil, der Eichsfeldkreis kann gegenwärtig jede Menge Industriegebiete vorweisen.
Wie der Amtsleiter für Wirtschafts- und Strukturentwicklung, Hartwig Ehrenberg, der nnz sagte, sei zum Beispiel in der Nähe von Heiligenstadt ein Gebiet zwischen 40 und 45 Hektar für Industrie- oder Gewerbeansiedlungansiedlung vorgesehen. In Leinefelde könnten bei bestehendem Interesse mehr als 30 Hektar angeboten werden. Den größten Flächentrumpf schütteln die Eichsfelder allerdings in der Nähe von Dingelstädt aus dem Ärmel. Dort ist eine Fläche von rund 100 Hektar vorhanden. Auf Grund topographischer Gegebenheiten könnten zwar Unternehmen nicht komplett auf die Fläche gehen, doch mehrere Bauabschnitte seien durchaus möglich.
Man muß an dieser Stelle nicht erwähnen, daß alle vorhandenen Gebiete über einen vorzüglichen Zugang zur künftigen Autobahn verfügen oder verfügen werden. In Leinefelde fällt man quasi vom Industriegebiet praktisch auf die Autobahn, erläutert Hartwig Ehrenberg. Und wenn zwar bei der Planung eine Nordthüringer Region existiert, so ist bei der Suche nach Investoren jedem Landkreis das Hemd näher als der Mantel. Einen wirklich dicken Fisch, den wollen wir uns im Eichsfeld natürlich nicht entgehen lassen. Da sind nicht nur die unmittelbaren Arbeitsplätze interessant, da werden Handwerk und Gewerbe einer ganzen Region profitieren, so Ehrenberg abschließend zu nnz.
Wacker Nordhausen: Beirat gebildet Sponsoren gewonnen Konto angewachsen
Das Präsidium des Fußballvereins Wacker Nordhausen hat einen Beirat. In diesem Gremium arbeiten nach nnz-Informationen die Rechtsanwältin Gisela Ingrid Bielawski, Klaus Romer, Geschäftsführer der Südharz-Drucker und früherer Fußballer sowie ein hochrangiger Vertreter des Nordhäuser Arbeitsamtes mit. Wie Wacker-Präsident Wolfgang Lutze der nnz sagte, soll der Beirat das Präsidium unter fachlichen Aspekten unterstützen und bei Entscheidungen sachlich begleiten. Das große Ziel von Beirat und Präsidium bestehe letztlich darin, den Verein wirtschaftlich zu gesunden.
Hier kann Lutze bereits auf erste Erfolge verweisen. Zu den Sponsoren wird nun auch die Kreissparkasse Nordhausen gehören, entsprechende Verträge für eine flexible Bandenwerbung seien abgeschlossen. Auch langjährige Sponsoren wie die Nordbrand Nordhausen GmbH und Braugold würden weiter zum Verein halten, betonte Lutze. So berät Insolvenzverwalter Olaf Kupke heute mit dem Marketing-Chef von Braugold, um das Engagement der Erfurter Brauerei für Wacker Nordhausen noch auszubauen.
In der Geschäftsstelle des Vereins knüpft derweil der bekannte Volleyballtrainer Hendryk Kuntz ehrenamtlich die Fäden. Der Verein will sich dabei auch die Verbindungen von Kuntz zum Sport und zur Wirtschaft zu Nutze machen. Wolfgang Lutze zieht in der nnz auch eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Präsidiumsarbeit. Momentan macht jeder alles, mit dem Ziel, den Verein in ein ruhiges Fahrwasser zu dirigieren. Künftig sei vorgesehen, die Aufgaben für die Präsidiumsmitglieder (Wolfgang Lutze, Klaus Becker und Landrat Joachim Claus) in einzelne Geschäftsbereiche aufzugliedern. Gemeinsam gehen die Präsidialen nun daran, die alten Spielerverträge umzuwandeln. Konkret heißt das, das neue Präsidium und der Insolvenzverwalter müssen die Verträge mit den Spielern bestätigen und gegebenenfalls modifizieren.
Inzwischen ist auch das Spendenkonto weiter angewachsen. Rund 7.500 Mark stehen zu Buche. Wenn sie den Traditionsverein unterstützen wollen, hier gibt es die Bankverbindung:
Kontonummer: 36007800
BLZ: 82054052
Kreissparkasse Nordhausen. Und bitte denken sie daran: Jede Spende, auch die kleinste hilft!
Presseerklärung zum Finanzausschuß
Am Donnerstag wurden dem Finanzausschuß des Landkreises zum erstenmal die Eckwerte des Haushaltes 2001 vorgestellt. "Verwaltungs- und Vermögenshaushalt sind in der Verwaltungsvorlage derzeit noch nicht ausgeglichen, aber mit
weiteren Streichungen wird dies sicher möglich werden", sagte der Finanzausschußvorsitzende Matthias Jendricke (SPD). Auf die Frage ob es möglich sein wird, den Haushalt pünktlich zu verabschieden? "Dies liegt immer in erster Linie an der Verwaltung, wann sie die Vorlagen fertig hat und nicht am Finanzausschuß", erklärte Jendricke. In Richtung CDU-Presseerklärung meinte Jendricke man könne den Spieß nicht umdrehen, wenn es im Kreis die letzten zehn Jahre keinen termingerechten Haushaltsbeschluß gab. Jendricke selbst sei ja erst seit einem Jahr im Kreistag, der "hervorragende Fachmann" (Wortlaut der CDU) Günter Uebner allerdings schon mehrere Jahre Finanzdezernent im Landratsamt. Bezüglich des Jahresverlustes von 1999 wurden von seiten des Landrates im Ausschuß gestern die wirklichen Zahlen vorgetragen." Unsere Informationen haben sich leider bestätigt, es ist ein Verlust von mehreren Millionen entstanden, welche dann aus der Rücklage genommen wurden", erklärte Jendricke. Die genauen Zahlen will der Landrat der Öffentlichkeit im nächsten Kreistag bekanntgeben.
Zu den Vorgängen bezüglich der Beigeordneten-Wahl wollte sich Matthias Jendricke nicht äußern. Da es ein beamtenrechtliches Verfahren ist, kann er aus juristischen Gründen zur Zeit keine öffentliche Stellungnahme abgeben. Eine immer wieder angekündigte Aufhebung der Wahl durch das Landesverwaltungsamt hat es allerdings bis heute noch immer nicht gegeben.
Autor: nnzMitglied der Urbacher Bürgerinitiative reagiert auf nnz-Betrachtung Panta Rhei
Klaus-Dieter Korb von der Bürgerinitiative Rettung für die Goldene Aue hat auf die Betrachtung Panta Rhei in der nnz reagiert. Da sich nnz nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als Kommunikationsplattform versteht, werden wir die persönlich gehaltene Antwort von Klaus-Dieter Korb veröffentlichen. Herr Korb hat dazu der nnz sein Einverständnis gegeben:
Sehr geehrter Herr Greiner,
lange habe ich über Ihren o.a. Artikel nachgedacht. Vieles was Sie zu bedenken geben, ist berechtigt und hat nachdenklich gestimmt und wir haben es in langen Diskussionen besprochen. Wir müssen in dieser Angelegenheit einen wahren Spagat vollführen. Auch in unseren Reihen sind die Arbeitslosigkeit bekannt und die fatalen Folgen für Familie, Freunde und auch das öffentliche Ansehen, das man in der Bevölkerung hat, leidet erheblich. Traurig stimmt Viele, das Menschen heutzutage nicht nach ihren menschlichen Qualitäten bewertet werden, sondern fast nur noch danach, ob sie Arbeit haben, auf der "Erfolgsleiter klettern" und finanziell "mithalten" können.
Über die Gründe, die zur Arbeitslosigkeit führten, spricht niemand gerne. Viele (auch Urbacher) wünschten sich einen neuen Arbeitsplatz, auch direkt vor ihrer Haustür. Daher machen wir es uns wirklich nicht leicht, Positionen zu vertreten, die eventuell nachhaltig eine Industrieansiedlung (der geplanten Art) verhindern. Kein Mensch in der Region würde gegen eine Industrieansiedlung, wie sie von den Planern des Industriegebietes angepriesen und suggeriert wird, etwas unternehmen. Auch die Landwirtschaft würde bei einer derartigen Ansiedlung von "Elektronik" oder
"Gemüsezucht" (die sie übrigens gerne mit gestalten würde) etwas unternehmen. Doch dem ist nachweislich nicht so! Sie haben sicherlich die Äusserungen seitens Frau Rinke und Herrn Beyse verfolgt, in denen Sie angaben, z.B. Heiligenstadt würde dieses Industriegebiet sofort installieren. Der Verantwortliche für Wirtschaftsförderung und Planung der Stadtverwaltung Heiligenstadt, Herrn Baumbach, hat diese Äusserungen als absurd bezeichnet, schon als "Heilbad" und der Lage Heiligenstadts und der Umgebung sei eine derartige Ansiedlung mit den geforderten Emissionen undenkbar. Soweit zu Wahrheit und Polemik... Daß Menschen sich verändern, Berufszweige und auch Landschaften einer Veränderung unterliegen, liegt in der heutigen, schnellebigen Zeit begründet. Doch es gibt halt Menschen, denen Kontinuität und Beständigkeit, und dazu gehört auch der Begriff "Heimat" wichtiger sind, als kommerzielle Erfolge. Die, die Schöpfung schützen wollen, müssen nicht unweigerlich "Zukunftsverhinderer" sein, denen die "schöne Aussicht" wichtiger ist als die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Solidarität und Zusammengehörigkeitsgefühl sind in unserer Gesellschaft ein "Gut", das von Vielen als Fremdwort verstanden wird, wenn sie es nicht erleben und diejenigen, die das suchen, finden heute bei unseren Politikern keine Antworten und Vorbilder mehr, sondern bei denen, die dumme und "hohle" Propaganda machen und bei "Aufmärschen" das Zusammengehörigkeitsgefühl suggerieren. Alles wird sich verändern.....leider !
In diesem Sinne seien Sie herzlich gegrüßt und....Panta Rhei.....
Klaus-Dieter Korb, Urbach
Anmerkung von nnz: Zu den geplanten Entwicklungen im Landkreis Eichsfeld können Sie noch heute einen Beitrag weiter oben lesen.
Mehrere große Industriegebiete warten auch im Eichsfeld auf künftige Investoren
Investoren sind überall willkommen, nicht nur im Landkreis Nordhausen, sondern auch im benachbarten Eichsfeld. Dabei haben die Obereichsfelder in punkto Arbeit schon jetzt bessere Karten als die Nordhäuser. Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen bestätigen dies: Während im Landkreis Nordhausen die Quote im September bei 19,1 Prozent lag, wird für den Raum Heiligenstadt eine Quote von 12,0 Prozent ausgewiesen. Wer nun allerdings glaubt, die Wirtschaftsförderer in der Heiligenstädter Kreisverwaltung würden sich genüßlich zurücklehnen, der hat weit gefehlt. Im Gegenteil, der Eichsfeldkreis kann gegenwärtig jede Menge Industriegebiete vorweisen.
Wie der Amtsleiter für Wirtschafts- und Strukturentwicklung, Hartwig Ehrenberg, der nnz sagte, sei zum Beispiel in der Nähe von Heiligenstadt ein Gebiet zwischen 40 und 45 Hektar für Industrie- oder Gewerbeansiedlungansiedlung vorgesehen. In Leinefelde könnten bei bestehendem Interesse mehr als 30 Hektar angeboten werden. Den größten Flächentrumpf schütteln die Eichsfelder allerdings in der Nähe von Dingelstädt aus dem Ärmel. Dort ist eine Fläche von rund 100 Hektar vorhanden. Auf Grund topographischer Gegebenheiten könnten zwar Unternehmen nicht komplett auf die Fläche gehen, doch mehrere Bauabschnitte seien durchaus möglich.
Man muß an dieser Stelle nicht erwähnen, daß alle vorhandenen Gebiete über einen vorzüglichen Zugang zur künftigen Autobahn verfügen oder verfügen werden. In Leinefelde fällt man quasi vom Industriegebiet praktisch auf die Autobahn, erläutert Hartwig Ehrenberg. Und wenn zwar bei der Planung eine Nordthüringer Region existiert, so ist bei der Suche nach Investoren jedem Landkreis das Hemd näher als der Mantel. Einen wirklich dicken Fisch, den wollen wir uns im Eichsfeld natürlich nicht entgehen lassen. Da sind nicht nur die unmittelbaren Arbeitsplätze interessant, da werden Handwerk und Gewerbe einer ganzen Region profitieren, so Ehrenberg abschließend zu nnz.
Wacker Nordhausen: Beirat gebildet Sponsoren gewonnen Konto angewachsen
Das Präsidium des Fußballvereins Wacker Nordhausen hat einen Beirat. In diesem Gremium arbeiten nach nnz-Informationen die Rechtsanwältin Gisela Ingrid Bielawski, Klaus Romer, Geschäftsführer der Südharz-Drucker und früherer Fußballer sowie ein hochrangiger Vertreter des Nordhäuser Arbeitsamtes mit. Wie Wacker-Präsident Wolfgang Lutze der nnz sagte, soll der Beirat das Präsidium unter fachlichen Aspekten unterstützen und bei Entscheidungen sachlich begleiten. Das große Ziel von Beirat und Präsidium bestehe letztlich darin, den Verein wirtschaftlich zu gesunden.
Hier kann Lutze bereits auf erste Erfolge verweisen. Zu den Sponsoren wird nun auch die Kreissparkasse Nordhausen gehören, entsprechende Verträge für eine flexible Bandenwerbung seien abgeschlossen. Auch langjährige Sponsoren wie die Nordbrand Nordhausen GmbH und Braugold würden weiter zum Verein halten, betonte Lutze. So berät Insolvenzverwalter Olaf Kupke heute mit dem Marketing-Chef von Braugold, um das Engagement der Erfurter Brauerei für Wacker Nordhausen noch auszubauen.
In der Geschäftsstelle des Vereins knüpft derweil der bekannte Volleyballtrainer Hendryk Kuntz ehrenamtlich die Fäden. Der Verein will sich dabei auch die Verbindungen von Kuntz zum Sport und zur Wirtschaft zu Nutze machen. Wolfgang Lutze zieht in der nnz auch eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Präsidiumsarbeit. Momentan macht jeder alles, mit dem Ziel, den Verein in ein ruhiges Fahrwasser zu dirigieren. Künftig sei vorgesehen, die Aufgaben für die Präsidiumsmitglieder (Wolfgang Lutze, Klaus Becker und Landrat Joachim Claus) in einzelne Geschäftsbereiche aufzugliedern. Gemeinsam gehen die Präsidialen nun daran, die alten Spielerverträge umzuwandeln. Konkret heißt das, das neue Präsidium und der Insolvenzverwalter müssen die Verträge mit den Spielern bestätigen und gegebenenfalls modifizieren.
Inzwischen ist auch das Spendenkonto weiter angewachsen. Rund 7.500 Mark stehen zu Buche. Wenn sie den Traditionsverein unterstützen wollen, hier gibt es die Bankverbindung:
Kontonummer: 36007800
BLZ: 82054052
Kreissparkasse Nordhausen. Und bitte denken sie daran: Jede Spende, auch die kleinste hilft!
Presseerklärung zum Finanzausschuß
Am Donnerstag wurden dem Finanzausschuß des Landkreises zum erstenmal die Eckwerte des Haushaltes 2001 vorgestellt. "Verwaltungs- und Vermögenshaushalt sind in der Verwaltungsvorlage derzeit noch nicht ausgeglichen, aber mit
weiteren Streichungen wird dies sicher möglich werden", sagte der Finanzausschußvorsitzende Matthias Jendricke (SPD). Auf die Frage ob es möglich sein wird, den Haushalt pünktlich zu verabschieden? "Dies liegt immer in erster Linie an der Verwaltung, wann sie die Vorlagen fertig hat und nicht am Finanzausschuß", erklärte Jendricke. In Richtung CDU-Presseerklärung meinte Jendricke man könne den Spieß nicht umdrehen, wenn es im Kreis die letzten zehn Jahre keinen termingerechten Haushaltsbeschluß gab. Jendricke selbst sei ja erst seit einem Jahr im Kreistag, der "hervorragende Fachmann" (Wortlaut der CDU) Günter Uebner allerdings schon mehrere Jahre Finanzdezernent im Landratsamt. Bezüglich des Jahresverlustes von 1999 wurden von seiten des Landrates im Ausschuß gestern die wirklichen Zahlen vorgetragen." Unsere Informationen haben sich leider bestätigt, es ist ein Verlust von mehreren Millionen entstanden, welche dann aus der Rücklage genommen wurden", erklärte Jendricke. Die genauen Zahlen will der Landrat der Öffentlichkeit im nächsten Kreistag bekanntgeben.
Zu den Vorgängen bezüglich der Beigeordneten-Wahl wollte sich Matthias Jendricke nicht äußern. Da es ein beamtenrechtliches Verfahren ist, kann er aus juristischen Gründen zur Zeit keine öffentliche Stellungnahme abgeben. Eine immer wieder angekündigte Aufhebung der Wahl durch das Landesverwaltungsamt hat es allerdings bis heute noch immer nicht gegeben.
