Reemtsma vorerst fein raus
Freitag, 12. Oktober 2001, 16:57 Uhr
Nordhausen (nnz). Reemtsma im Glück: noch vor ein paar Tagen hoffte man, das Unheil von den Nordhäuser Beschäftigten des Reemtsma-Werkes abwenden zu können. Doch diese Hilfe bleibt ihnen weiterhin versagt und der Reemtsma-Konzern ist fein raus. nnz fragte nach.
Welch kleine Erleichterung durchfloss die Arbeiter in dem Nordhäuser Reemtsma-Werk, als man von einer eventuellen Klage gegen den Großen Konzern erfuhr. Die Hoffnung, dass der Standort erhalten bliebe, war noch nicht ganz gebrochen. Jetzt erneut eine niederschmetternde Nachricht: die angestrebte Klage der Gewerkschaft für Nahrungs- und Genussmittel (NGG) gegen Reemtsma würde erfolglos sein.
Edmund Meyer, Vorsitzender der NGG Landesbezirk Ost in Berlin, zu nnz: Nach mehrfacher Beratung mit Rechtsanwälten erscheint für diese eine Klage gegen den Konzern ziemlich erfolglos. Die Vorgehensweise von Reemtsma ist unter jedem Blickwinkel der gesetzlichen Bestimmungen legitim. Wir bedauern dieses Ergebnis, aber die Verantwortlichen in Hamburg haben mit den Umsetzungsmöglichkeiten nach Hannover-Langenhagen oder Berlin ihre Sozialverpflichtung eingehalten. Auch regelt das Betriebsverfassungsgesetz dieses Problem genügend, so dass für die Anwendung grundgesetzlicher Bestimmungen kein Raum mehr besteht.
Wieder ein tiefer Einschnitt in das Rechtssystem unseres Staates. Damit scheint auch der letzte Hoffnungsstrahl erloschen und die Arbeiter in Nordhausen müssen wohl ihre Koffer packen. Was machen aber die, welche seit über 20 Jahren in diesem Werk gearbeitet haben und bereits Haus, Hof und Kind ihr Eigen nennen? Für sie bedeutet das definitiv Arbeitslosigkeit und der schreckliche Behördengang.
Schöne heile Welt...zumindest in Hamburg!
Autor: vfWelch kleine Erleichterung durchfloss die Arbeiter in dem Nordhäuser Reemtsma-Werk, als man von einer eventuellen Klage gegen den Großen Konzern erfuhr. Die Hoffnung, dass der Standort erhalten bliebe, war noch nicht ganz gebrochen. Jetzt erneut eine niederschmetternde Nachricht: die angestrebte Klage der Gewerkschaft für Nahrungs- und Genussmittel (NGG) gegen Reemtsma würde erfolglos sein.
Edmund Meyer, Vorsitzender der NGG Landesbezirk Ost in Berlin, zu nnz: Nach mehrfacher Beratung mit Rechtsanwälten erscheint für diese eine Klage gegen den Konzern ziemlich erfolglos. Die Vorgehensweise von Reemtsma ist unter jedem Blickwinkel der gesetzlichen Bestimmungen legitim. Wir bedauern dieses Ergebnis, aber die Verantwortlichen in Hamburg haben mit den Umsetzungsmöglichkeiten nach Hannover-Langenhagen oder Berlin ihre Sozialverpflichtung eingehalten. Auch regelt das Betriebsverfassungsgesetz dieses Problem genügend, so dass für die Anwendung grundgesetzlicher Bestimmungen kein Raum mehr besteht.
Wieder ein tiefer Einschnitt in das Rechtssystem unseres Staates. Damit scheint auch der letzte Hoffnungsstrahl erloschen und die Arbeiter in Nordhausen müssen wohl ihre Koffer packen. Was machen aber die, welche seit über 20 Jahren in diesem Werk gearbeitet haben und bereits Haus, Hof und Kind ihr Eigen nennen? Für sie bedeutet das definitiv Arbeitslosigkeit und der schreckliche Behördengang.
Schöne heile Welt...zumindest in Hamburg!
