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DROHT EIN HITZESOMMER? GENÜGEND WASSER FÜR PARKS UND ANLAGEN? (TEIL 1)

Hohenrode: Mit Eimer, Kanne und Muskelkraft

Sonnabend, 23. Mai 2020, 07:00 Uhr
Prophezeiungen sind mit Vorsicht zu bewerten. Mögen die über den Sommer 2020 nicht eintreffen. Demnach könnte er an Hitze und Dürre die der Jahre 2018/19 noch übertreffen. An die Auswirkungen mag Forstamtsleiter Gerd Thomsen erst gar nicht denken...

Droht erneut ein trockener und  heißer Sommer, soll im Park Hohenrode keiner der jungen Bäume und Bäumchen an Wassermangel sterben. Indes sieht man einigen Baumveteranen den Trockenstress der letzten  Jahre an. Nicht jeder von ihnen wird überleben. (Foto: Kurt Frank)

Nordhausen. Doch nicht nur er ist besorgt. Ausreichend Niederschlag wünschen sich auch die Akteure im Förderverein Park Hohenrode, das Sachgebiet Park -und Grünanlagen mit Stadtförster Axel Axt und die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG). Unübersehbar sind noch heute allenthalben die Spuren der Trockenheit. Wir fragen: Genügend Wasser für Parks und Anlagen? Heute: Park Hohenrode.

Besonders die grüne Lunge Park Hohenrode bedarf aufwendiger und liebevoller Pflege. Die zwischen 50 und 60 jungen Bäume am Leben zu halten, braucht es aufopferungsvoller Helfer. Eine Kraftanstrengung in dem bergigen Gelände. Mit einem 1000-Liter-Wasserfass auf einem Wagen, Eimer, Kanne und Muskelkraft geht es wieder bergauf und bergab.

Jeder Jungbaum ist uns lieb und teuer, betont Hannelore Haase, Vorsitzende des Fördervereins. Aber: Mit dem Gefährt kommt man nicht an jeden Baum. Das Leben spendete Nass bringen kräftige Hände mit Eimer oder Kanne direkt an die Wurzeln. Zu den Mannen, die sich unermüdlich für Park und Baum einsetzen, gehören unter anderem Michael Riedinger und Jochen Einenckel, lobt sie die Vorsitzende. Sie dankt allen Helfern, Gießpaten und Sponsoren, ohne deren Hilfe der Park mit seinen Bänken, dem Kutscherhaus und Pavillon nicht das wäre, was er heute für Besucher im Besonderem ist: Ein Kleinod der Gehölzkunde, der Dendrologie.

Auf Bänken unter schattigen Bäumen lässt es sich angenehm verweilen, die Natur genießen. Diese im Bild sponserte die Kreissparkasse. (Foto: Kurt Frank)
Dank helfender Hände gelang es, die Jungbäume weitgehend unbeschadet durch die langen Hitze- und Dürreperioden vergangener Jahre zu bringen. Darüber dürfte sich Gisela Hartmann sehr freuen. Die heutige Ehrenvorsitzende war es, die Hohenrode wieder zum Leben erweckte. Mit Herzblut, Liebe und unerschütterlichem Mut. So wie einst der Prinz im Märchen die schöne Prinzessin. Wenn es auch nicht der Jahre wie im Märchen bedurfte, so dauerte es dennoch eine gefühlte Ewigkeit, bis das Park aus seinem Dornröschenschlaf wach geküsst wurde.

Die Bewässerung der Bäume ist mühevoll und erfordert enormen körperlichen Einsatz. Effektiv wäre eine Bewässerung mit mehreren Zapfstellen innerhalb des Parks. Voraussetzung ist eine Wasserleitung, die von einer großen Zisterne aus mit Abzweigungen in das Gelände führt. Zum Nulltarif ist die allerdings nicht zu haben. Auf Dauer jedoch unerlässlich.

Blick in den Park. Hübsch anzusehen das Rosenrondell bei der Villa. So fein gemäht wie auf dem Bild ist der Park derzeit nicht. Das Gras wuchert in die Höhe, und die Pollen machen an Heuschnupfen leidende Besucher arg zu schaffen. (Foto: Kurt Frank)
Immerhin: Der Park wird einer der Außenstandorte der Bundesgartenschau 2021 in Erfurt. Das verpflichtet. Mit Fördermitteln sollte es einen kräftigen Schub geben. Wer ein Herz für diesen einzigartigen Park in unserer Stadt hat, dort gern verweilt, Ruhe und Entspannung findet, sollte dem Förderein kräftig unter die Arme greifen. Jede Spende ist willkommen.
Kurt Frank


Spendenkonto
Förderverein Park Hohenrode
Kreissparkasse Nordhausen
IBAN: DE60820540520030012626
BIC: HELADEF1NOR
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