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Einschränkungen bei der Kita-Öffnung

Weit entfernt von der Realität

Donnerstag, 21. Mai 2020, 14:09 Uhr
Seit vergangenem Jahr ist Harztor als Kommune der Betreiber der drei Kindertagesstätten in Niedersachswerfen, Ilfeld und Neustadt. Nach dem Notbetrieb soll ab 2. Juni ein eingeschränkter Regelbetrieb starten. Bürgermeister Stephan Klante sitzt dabei zwischen mehreren Stühlenů

Zum einen gibt es die Vorgaben des Landes, bei denen jedem Kind gesetzlich ein Platz in einer Kindertagesstätte zusteht, dann gibt es den Hygieneplan des Landratsamtes und dann gibt es noch die Eltern, die Planungssicherheit für ihren Arbeitgeber brauchen.

Es ist ein Kampf auf mehreren Schlachtfeldern, die Harztor-Bürgermeister Stephan Klante führen muss. „Wir brauchen größtmögliches Verständnis von den Eltern“, warb er gestern auf der Ortschaftsratssitzung in Niedersachswerfen. Er weiß: es wird Einschränkungen geben müssen. Schon im Regelbetrieb der Einrichtungen in Niedersachswerfen, Ilfeld und Neustadt ist die Anzahl der Kinder an der Maximalgrenze, nicht umsonst wird in Niedersachswerfen noch einmal angebaut. „Es werden also nicht alle Kinder zu jeder Zeit betreut werden können, wir versuchen jedoch die größtmögliche Anzahl unterzubringen“, sagte Klante. Der Hygieneplan des Landratsamtes macht es ihm nicht einfacher: Sollte beispielsweise die Abstandsregelung beim Schlafen nicht eingehalten werden können, so müssen zwischen den Kleinen Trennwände aufgebaut werden. Bei den Mahlzeiten müssen die Tische möglichst weit auseinander gestellt werden. Um einen ausreichenden Mindestabstand zu ermöglichen wurde die Fläche pro Kind in der Einrichtung erhöht. Es wird sich so einiges für die Kindergartenkinder ändern. Entgegen der Notbetreuung fallen nun auch Vorschulkinder unter die Regelungen des eingeschränkten Notbetriebes.

Wer wann in den Kindergarten gehen kann und unter welchen Voraussetzungen wird sich erst am kommenden Mittwoch entscheiden.
Sandra Witzel
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