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Fusion beschlossen

Donnerstag, 16. Juni 2005, 09:20 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen ist in dieser Woche ein historischer Akt vollzogen worden. Dabei wurde eine der größten Wohnungsbaugenossenschaften Thüringens aus der Taufe gehoben. Die nnz war bei dieser Geburtsstunde dabei.


Fusion beschlossen (Foto: nnz) Fusion beschlossen (Foto: nnz)


Am Dienstag haben die Vertreter der Wohnungsbaugenossenschaft eG Nordhausen (WBG) die Verschmelzung mit der Kreis-Wohnungsbaugenossenschaft Bleicherode eG beschlossen. Zuvor hatten die Mitglieder der Bleicheröder Genossenschaft dieser Fusion zugestimmt. Die neue Genossenschaft, die nun zu den größten in Thüringen gehört, trägt den neuen Namen „Wohnungsbaugenossenschaft eG Südharz“. Die Beschlüsse in Nordhausen und Bleicherode waren einstimmig gefasst worden. Die neue Genossenschaft hat 6 .560 Mitglieder.

Der Vorstandsvorsitzende der WGB, Hans-Werner Grimm, hatte den Vertretern der Genossenschaft zuvor Rechenschaft über das zurückliegende Jahr, aber auch über die ersten Monate dieses Jahres, abgelegt. Das Jahr 2004 war wie die zurückliegenden geprägt durch einen weiteren Rückgang der Bevölkerung in Nordhausen. Als positiv beschrieb Hans-Werner Grimm jedoch die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft zu Hartz IV. Innerhalb der Genossenschaft kam es zu keiner Umzugswelle, Härtefälle konnten zusammen gelöst werden. Den Vertretern der WBG konnte erstmals seit der Wende ein positives Betriebsergebnis aus dem Vermietungsgeschäft präsentiert werden. Die Leerstandsquote ist auf 12,6 Prozent gesunken und die Vermietung von saniertem Wohnraum kann sich sehen lassen. Nur 0,64 % dieser Wohnungen stehen momentan leer.

Das Sanierungsprogramm der Genossenschaft soll am Standort Nordhausen auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Doch Voraussetzung dafür sei die Ausreichung von bewilligten Förderkrediten. Dies betreffe vor allem Sanierungsvorhaben in der Conrad-Fromann-Straße.

Mit der Fusion der Wohnungsbaugenossenschaften Nordhausen und Bleicherode sei das genossenschaftliche Wohnen im Landkreis Nordhausen auch für die Zukunft gut aufgestellt und sei den Herausforderungen gewachsen. Dies betreffe sowohl die Attraktivität des Wohnens als auch die betriebswirtschaftlichen Effekte durch den Zusammenschluss zweier Verwaltungen.
Autor: nnz

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