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Niedersachswerfen

Am Kuhberg wird bald wieder abgebaut

Donnerstag, 14. Mai 2020, 15:48 Uhr
Am Kuhberg werden die Arbeiten zur Vorbereitung der Gipsgewinnung wieder aufgenommen. Das teilt jetzt das Unternehmen Saint-Gobain Formula mit. Dabei werde man auch Ausgleichsmaßnahmen umsetzen...

Der kontinuierliche Abbau auf den 1,2 Hektar beginnt nach der Herstellung einer ebenen Gipssohle. Aktuell wird der Zufahrtsweg für einen Abtransport hergerichtet. Dazu wird auf der ganzen Strecke Schotter aufgetragen und verdichtet. Zeitgleich werden in den steilen Streckenabschnitten Grabentaschen angelegt. Diese dienen der Wasserrückhaltung und -versickerung sowie als Kleinstbiotop für Amphibien. Der Weg wird während dieser Arbeiten nicht oder nur sehr eingeschränkt nutzbar sein.

Bis Anfang März waren die Abraumarbeiten auf zunächst 1,2 Hektar von 1,9 Hektar genehmigter Abbaufläche abgeschlossen worden. Der Abraum – unterteilt in Mutterboden und Deckschichten – wurde auf den restlichen 0,7 Hektar und an den Rändern der Fläche zwischengelagert. Zur Herstellung einer ebenen Abbaufläche – der Gipssohle – wurden zudem bereits rund 700 Tonnen Gipsgestein abgetragen. Nach ihrem Abtransport erfolgt wiederum eine rund drei-wöchige Abraumphase, bevor der eigentliche Abbau beginnt. Die Gipsgewinnung am Kuhberg wird nicht permanent betrieben. Der Spezialgipshersteller rechnet an Betriebstagen mit durchschnittlich weniger als vier Transportlastwagen.

Das Gipsabbaugebiet „Am Kuhberg“ liegt im östlichen Bereich der Gemarkung Niedersachswerfen. Die 1,9 Hektar sind eine genehmigte Teilfläche eines Bewilligungsfeldes von 18 Hektar, welche in den letzten Jahren ackerbaulich genutzt wurde. Wie bei Saint-Gobain Formula üblich, wird das Areal in Abschnitte unterteilt, die nacheinander abgebaut werden. So kann noch während der Gipsgewinnung mit der Renaturierung bereits abgebauter Abschnitte begonnen werden. Zusätzlich sind externe Ausgleichsmaßnahmen geplant, wie etwa das Anlegen einer Streuobstwiese nahe Rüdigsdorf.

Die Gipsvorräte auf dem knapp zwei Hektar großen Areal betragen rund 200.000 Tonnen. Diese decken in den kommenden Jahren einen Teil des Rohstoff-Bedarfs des Werks in Walkenried zur Produktion von Spezialgipsen. Sie bilden die Grundlage zahlreicher Produkte unterschiedlichster Branchen – vom Baustoffhandel bis hin zur Dentalmedizin.
Autor: red

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