Schwierigkeiten mit Botschaft
Dienstag, 14. Juni 2005, 16:03 Uhr
Nordhausen/Bleicherode (nnz). Zum zweiten Mal organisiert der Verein SALMA eine Ferienaktion für Kinder, die in Flüchtlingslagern in der algerischen Sahara leben müssen. Doch diesmal stoßen die Organisatoren auf bürokratische Hürden. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.
Solche Aktionen wie die zweite Ferienaktion sind nötiger denn je, weil sich an der Situation der Flüchtlinge nichts geändert hat: Eine politische Lösung des Konfliktes um die Westsahara ist nicht in Sicht, die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist ab Mai 2005 nicht mehr gesichert, weil die Geberländer ihre Versprechungen nicht einhalten. Die Rationen werden immer kleiner und 30 Prozent der Kinder sind schon chronisch unterernährt. Wie im vorigen Jahr kommen die Kinder aus dem Lager Smara. Dieses Jahr sind es neun Mädchen und neun Jungen im Alter von 8 oder 9 Jahren mit zwei Erwachsenen als Betreuung.
Ob sie allerdings am 9. Juli in Berlin landen werden, ist noch unklar. Die deutsche Botschaft in Algier akzeptiert den Sammelpass nicht, obwohl die Kinder im vorigen Jahr damit gereist sind. Der Vertreter der Frente Polisario in Berlin und der Vorstand des Vereins SALMA bemühen sich mit Hilfe des Auswärtigen Amtes um die Einreise. Andere EU - Staaten erkennen diese Sammelpässe an und empfangen 12.000 Kinder.
Das Programm für unsere eingeladenen Kinder ist abwechslungsreich. Die erste Woche verbringen die Kinder in der Stadt Teltow. Die zweite Woche sind sie Gäste der Fröbelschule in Keilhau. Vom 25.Juli bis zum 20.August sind die Kinder in Bleicherode und vielleicht können die Nordthüringen zur Freude der Kinder ihnen einen Sommer mit viel Regen bieten. Die ersten Termine für die wichtigen ärztlichen Untersuchungen sind schon reserviert. Dank der Sammlungen in der "August Petermann"-Grundschule und im "Friedrich Schiller"-Gymnasium ist die Versorgung der Kinder mit Kleidung gesichert.
Die Unterstützung aus öffentlichen Mitteln ist schwierig. Trotz vieler Anträge ist die Stiftung Flüchtlingshilfe aus Essen bis jetzt der einzige Sponsor mit einer größeren Summe. Von einer ehemaligen Mitarbeiterin der Lufthansa, die die besetzte Heimat der Kinder gut kennt, erhielt der Verein eine großzügige Überweisung für die "Wüstenkinder". So lebt das Projekt vor allem von privaten Spenden und dem uneigennützigen Einsatz seiner Mitglieder und Freunde.
Autor: nnzSolche Aktionen wie die zweite Ferienaktion sind nötiger denn je, weil sich an der Situation der Flüchtlinge nichts geändert hat: Eine politische Lösung des Konfliktes um die Westsahara ist nicht in Sicht, die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist ab Mai 2005 nicht mehr gesichert, weil die Geberländer ihre Versprechungen nicht einhalten. Die Rationen werden immer kleiner und 30 Prozent der Kinder sind schon chronisch unterernährt. Wie im vorigen Jahr kommen die Kinder aus dem Lager Smara. Dieses Jahr sind es neun Mädchen und neun Jungen im Alter von 8 oder 9 Jahren mit zwei Erwachsenen als Betreuung.
Ob sie allerdings am 9. Juli in Berlin landen werden, ist noch unklar. Die deutsche Botschaft in Algier akzeptiert den Sammelpass nicht, obwohl die Kinder im vorigen Jahr damit gereist sind. Der Vertreter der Frente Polisario in Berlin und der Vorstand des Vereins SALMA bemühen sich mit Hilfe des Auswärtigen Amtes um die Einreise. Andere EU - Staaten erkennen diese Sammelpässe an und empfangen 12.000 Kinder.
Das Programm für unsere eingeladenen Kinder ist abwechslungsreich. Die erste Woche verbringen die Kinder in der Stadt Teltow. Die zweite Woche sind sie Gäste der Fröbelschule in Keilhau. Vom 25.Juli bis zum 20.August sind die Kinder in Bleicherode und vielleicht können die Nordthüringen zur Freude der Kinder ihnen einen Sommer mit viel Regen bieten. Die ersten Termine für die wichtigen ärztlichen Untersuchungen sind schon reserviert. Dank der Sammlungen in der "August Petermann"-Grundschule und im "Friedrich Schiller"-Gymnasium ist die Versorgung der Kinder mit Kleidung gesichert.
Die Unterstützung aus öffentlichen Mitteln ist schwierig. Trotz vieler Anträge ist die Stiftung Flüchtlingshilfe aus Essen bis jetzt der einzige Sponsor mit einer größeren Summe. Von einer ehemaligen Mitarbeiterin der Lufthansa, die die besetzte Heimat der Kinder gut kennt, erhielt der Verein eine großzügige Überweisung für die "Wüstenkinder". So lebt das Projekt vor allem von privaten Spenden und dem uneigennützigen Einsatz seiner Mitglieder und Freunde.
