Was ist zu beachten?
Dienstag, 14. Juni 2005, 08:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Landkreis Nordhausen ist die Papageienkrankheit ausgebrochen. Die nnz hat wichtige Fakten über die Krankheit zusammengestellt. Mit einem einzigen Klick sind auch Sie auf dem aktuellen Stand.
Allgemeines
Die Ornithose ist eine ansteckende Krankheit, die zum überwiegenden Teil von Pagageienvögeln aber auch von anderen Vögeln (Psittakose) und von Wirtschaftsgeflügel z.B. wie Enten, Gänse, Puten, Hühner und Tauben ausgeht. Der Erreger gehört zu der Gattung der Chlamydien und kann sowohl beim Säugetier als auch beim Menschen nachgewiesen werden.
Der Erreger wird durch frischen oder angetrockneten Speichel sowie Kot der Vögel verbreitet und haftet oft am Gefieder, so dass er beim Herumflattern verstreut wird. Der Erreger kann bei Raumtemperatur, selbst bei Austrocknung, ca. 4 Wochen infektiös bleiben. Die Übertragung der Krankheit auf den Menschen erfolgt vorwiegend durch Einatmen von Gefiederstaub (Staubinfektion) oder durch Schmierinfektion durch direkten Kontakt mit Kot, Speichel bzw. mit eitrigen Absonderungen aus Augen und Nasenlöchern von infizierten Tieren. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist sehr selten.
Krankheitserscheinungen beim Geflügel
Kennzeichnend sind Kurzatmigkeit, Atemnot, Durchfälle, eitriger Ausfluss aus Augen und Nasenlöchern, Abmagerung, struppiges Aussehen, beschmutztes Gefieder, Fressunlust und Entwicklungsstörungen. Ansteckend sind alle Ausscheidungen und der Gefiederstaub. Die Erkrankung kann akut aber auch chronisch verlaufen. Die Übertragung auf Tiere erfolgt in erster Linie durch Tierkontakt, in unserem Fall durch ungenehmigten Tierhandel.
Krankheitserscheinungen beim Menschen
Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt etwa 1 – 4 Wochen. Die Krankheit beginnt mit grippeähnlichen Erscheinungen, wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, ggf. auch Magen-Darmbeschwerden. Die Infektion kann leicht verlaufen mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit und schlechtem Allgemeinbefinden, aber auch schwere Krankheitsverläufe mit Lungenentzündung, Bewusstseinsstörungen und Beteiligung anderer Organsysteme treten auf.
Wenn diese Krankheitszeichen bei Menschen auftreten, die Umgang mit Geflügel haben, müssen Arzt und Patient an die Möglichkeit einer Ornithose-Erkrankung denken. Erkrankungen an Ornithose betreffen hauptsächlich Personen, die mit Geflügel berufsbedingt (Geflügelhandel, Geflügelschlachterei, Ziergeflügelhalter) umgehen oder privat Geflügel halten bzw. Vögel besitzen. Bei bekanntem Kontakt zu Vögeln/Geflügel und Auftreten von unklarem Fieber und anderen aufgeführten Symptomen suchen Sie bitte Ihren Hausarzt auf!
Die Ornithose ist eine echte Zoonose und erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt und Gesundheitsamt. Durch die Mitarbeiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes wurden die Kontaktbestände ermittelt, auf Anzeichen der Ornithose kontrolliert und im Bedarfsfall unter amtliche Beobachtung gestellt. Erkrankungen von Menschen und Tierbeständen werden dem Gesundheitsamt mitgeteilt. Das Gesundheitsamt setzt sich mit den betreffenden Tierhaltern in Verbindung und fordert erkrankte Personen auf, einen Arzt zu konsultieren. Der Hausarzt kann durch gezielte Blutuntersuchung die Ornithose feststellen.
Autor: nnzAllgemeines
Die Ornithose ist eine ansteckende Krankheit, die zum überwiegenden Teil von Pagageienvögeln aber auch von anderen Vögeln (Psittakose) und von Wirtschaftsgeflügel z.B. wie Enten, Gänse, Puten, Hühner und Tauben ausgeht. Der Erreger gehört zu der Gattung der Chlamydien und kann sowohl beim Säugetier als auch beim Menschen nachgewiesen werden.
Der Erreger wird durch frischen oder angetrockneten Speichel sowie Kot der Vögel verbreitet und haftet oft am Gefieder, so dass er beim Herumflattern verstreut wird. Der Erreger kann bei Raumtemperatur, selbst bei Austrocknung, ca. 4 Wochen infektiös bleiben. Die Übertragung der Krankheit auf den Menschen erfolgt vorwiegend durch Einatmen von Gefiederstaub (Staubinfektion) oder durch Schmierinfektion durch direkten Kontakt mit Kot, Speichel bzw. mit eitrigen Absonderungen aus Augen und Nasenlöchern von infizierten Tieren. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist sehr selten.
Krankheitserscheinungen beim Geflügel
Kennzeichnend sind Kurzatmigkeit, Atemnot, Durchfälle, eitriger Ausfluss aus Augen und Nasenlöchern, Abmagerung, struppiges Aussehen, beschmutztes Gefieder, Fressunlust und Entwicklungsstörungen. Ansteckend sind alle Ausscheidungen und der Gefiederstaub. Die Erkrankung kann akut aber auch chronisch verlaufen. Die Übertragung auf Tiere erfolgt in erster Linie durch Tierkontakt, in unserem Fall durch ungenehmigten Tierhandel.
Krankheitserscheinungen beim Menschen
Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt etwa 1 – 4 Wochen. Die Krankheit beginnt mit grippeähnlichen Erscheinungen, wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, ggf. auch Magen-Darmbeschwerden. Die Infektion kann leicht verlaufen mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit und schlechtem Allgemeinbefinden, aber auch schwere Krankheitsverläufe mit Lungenentzündung, Bewusstseinsstörungen und Beteiligung anderer Organsysteme treten auf.
Wenn diese Krankheitszeichen bei Menschen auftreten, die Umgang mit Geflügel haben, müssen Arzt und Patient an die Möglichkeit einer Ornithose-Erkrankung denken. Erkrankungen an Ornithose betreffen hauptsächlich Personen, die mit Geflügel berufsbedingt (Geflügelhandel, Geflügelschlachterei, Ziergeflügelhalter) umgehen oder privat Geflügel halten bzw. Vögel besitzen. Bei bekanntem Kontakt zu Vögeln/Geflügel und Auftreten von unklarem Fieber und anderen aufgeführten Symptomen suchen Sie bitte Ihren Hausarzt auf!
Die Ornithose ist eine echte Zoonose und erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt und Gesundheitsamt. Durch die Mitarbeiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes wurden die Kontaktbestände ermittelt, auf Anzeichen der Ornithose kontrolliert und im Bedarfsfall unter amtliche Beobachtung gestellt. Erkrankungen von Menschen und Tierbeständen werden dem Gesundheitsamt mitgeteilt. Das Gesundheitsamt setzt sich mit den betreffenden Tierhaltern in Verbindung und fordert erkrankte Personen auf, einen Arzt zu konsultieren. Der Hausarzt kann durch gezielte Blutuntersuchung die Ornithose feststellen.
