Aus und vorbei
Sonntag, 12. Juni 2005, 18:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Alles geht irgendwann mal zu Ende – auch das Rolandsfest. Seine 37. Auflage stand in diesem Jahr nicht gerade unter einen guten Stern. Trotzdem hatte es sich wieder mal als Zugpferd erwiesen. Die nnz mit einer etwas unvollständigen Bilanz.
Jost Rünger, der Organisator vor Ort, war schon am gestrigen Abend zufrieden. Wir werden wohl wieder knapp unter der Marke von 100.000 Besuchern liegen, so sei Kommentar. Und dabei waren die äußeren, aber vor allem die inneren Voraussetzungen nicht die allerbesten. Das Geld wird knapper, das bekam die ausrichtende Agentur zu spüren. Hauptsponsoren sprangen ab, auch bei den Kleineren war Zurückhaltung festzustellen. Und das merkte man auch beim Programm. Wirkliche Highlights waren Mangelware. Das soll keine Kritik an den Künstlern, Vereinen und anderen Machern sein.
Der geschulte Beobachter der Szenerie bemerkt das in Nebensätzen. Wenn zwei, drei Wochen vor dem Fest zum Beispiel noch nach Mitmachern aus der hiesigen Vereinsszene gesucht wird, dann sind da noch Lücken im Programm, die preiswert geschlossen werden sollen.
Doch auch das Mittelmaß kam bei den Leuten an. 90.000 sollen nach und durch Nordhausen gepilgert sein. Angesichts dieser Zahl kam doch bei einigen Nordhäusern ein Gedanke hoch. Wenn sich die Macher des Rolandsfestes bei denen des Altstadtfestes was abgucken, dann sollte man über eine Art Fest-Zoll nachdenken. Pro Tag 1 Euro, für alle drei Tage zwei Euro – das wäre eine erquickliche Einnahmequelle – und dazu noch sozialverträglich. Für das zusätzliche Geld könnte man sich pro Tag vielleicht ein echtes Kunst-Bonbon sichern. Profitieren würden davon alle: Veranstalter, Gäste, Händler. Und die Gäste. Die könnten den Eintritt zum Beispiel beim Biergenuß sparen. Warum ein Drittel Liter Pils an einem Stand 2 Euro kostet und 30 Meter weiter nur 1,50 Euro, das wird weiter das Geheimnis der Veranstalter bleiben.
Die Stadtverwaltung ihrerseits sollte ernsthaft in Erwägung ziehen, ob das 38. Rolandsfest nicht wieder ausgeschrieben werden könnte. Eine solche Ausschreibung würde vielleicht auch wieder neue Ideen in das Fest-Management spülen. Irgendwie, und das wurde der nnz vielerorts bestätigt, sah das 37. Rolandsfest wie das 36. aus.
Mit einem Unterschied. Am Samstagabend gehörte die Bühne vor dem Rathaus den Fußballern. Wacker Nordhausen feierte öffentlich den Aufstieg in die Thüringen-Liga und sich selbst mit einem Programm. Das alles passte mit dem 100. Geburtstag des Traditionsvereins überein. Wacker-Urgesteine erzählten auf der Bühne von ihrem Verein. Sie berichtete über Höhen und Tiefen. Zum Gratulieren kam dann auch die Politikprominenz und schließlich durfte sich die Mannschaft in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Eine Hymne erklang, die Meisterschale wurde überreicht.
Nach 50 Stunden war dann heute Abend das 37. Rolandsfest Geschichte. Es brachte das, was die Macher und Gäste erwartet hatten. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Nur der gute Petrus, der spielte diesmal nicht so richtig mit und war für viele Regenschauer uund herbstliche Temperaturen zuständig.
Autor: nnzJost Rünger, der Organisator vor Ort, war schon am gestrigen Abend zufrieden. Wir werden wohl wieder knapp unter der Marke von 100.000 Besuchern liegen, so sei Kommentar. Und dabei waren die äußeren, aber vor allem die inneren Voraussetzungen nicht die allerbesten. Das Geld wird knapper, das bekam die ausrichtende Agentur zu spüren. Hauptsponsoren sprangen ab, auch bei den Kleineren war Zurückhaltung festzustellen. Und das merkte man auch beim Programm. Wirkliche Highlights waren Mangelware. Das soll keine Kritik an den Künstlern, Vereinen und anderen Machern sein.
Der geschulte Beobachter der Szenerie bemerkt das in Nebensätzen. Wenn zwei, drei Wochen vor dem Fest zum Beispiel noch nach Mitmachern aus der hiesigen Vereinsszene gesucht wird, dann sind da noch Lücken im Programm, die preiswert geschlossen werden sollen.
Doch auch das Mittelmaß kam bei den Leuten an. 90.000 sollen nach und durch Nordhausen gepilgert sein. Angesichts dieser Zahl kam doch bei einigen Nordhäusern ein Gedanke hoch. Wenn sich die Macher des Rolandsfestes bei denen des Altstadtfestes was abgucken, dann sollte man über eine Art Fest-Zoll nachdenken. Pro Tag 1 Euro, für alle drei Tage zwei Euro – das wäre eine erquickliche Einnahmequelle – und dazu noch sozialverträglich. Für das zusätzliche Geld könnte man sich pro Tag vielleicht ein echtes Kunst-Bonbon sichern. Profitieren würden davon alle: Veranstalter, Gäste, Händler. Und die Gäste. Die könnten den Eintritt zum Beispiel beim Biergenuß sparen. Warum ein Drittel Liter Pils an einem Stand 2 Euro kostet und 30 Meter weiter nur 1,50 Euro, das wird weiter das Geheimnis der Veranstalter bleiben.
Die Stadtverwaltung ihrerseits sollte ernsthaft in Erwägung ziehen, ob das 38. Rolandsfest nicht wieder ausgeschrieben werden könnte. Eine solche Ausschreibung würde vielleicht auch wieder neue Ideen in das Fest-Management spülen. Irgendwie, und das wurde der nnz vielerorts bestätigt, sah das 37. Rolandsfest wie das 36. aus.
Mit einem Unterschied. Am Samstagabend gehörte die Bühne vor dem Rathaus den Fußballern. Wacker Nordhausen feierte öffentlich den Aufstieg in die Thüringen-Liga und sich selbst mit einem Programm. Das alles passte mit dem 100. Geburtstag des Traditionsvereins überein. Wacker-Urgesteine erzählten auf der Bühne von ihrem Verein. Sie berichtete über Höhen und Tiefen. Zum Gratulieren kam dann auch die Politikprominenz und schließlich durfte sich die Mannschaft in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Eine Hymne erklang, die Meisterschale wurde überreicht.
Nach 50 Stunden war dann heute Abend das 37. Rolandsfest Geschichte. Es brachte das, was die Macher und Gäste erwartet hatten. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Nur der gute Petrus, der spielte diesmal nicht so richtig mit und war für viele Regenschauer uund herbstliche Temperaturen zuständig.
