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nnz-Rückspiegel: Tränen über Tränen

Sonntag, 12. Juni 2005, 08:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor einem Jahr wurde in Urbach um die Kreismeisterschaft gespielt, vor einem Jahr wurde aber auch ein neuer Landtag gewählt. Bei beiden Ereignissen war die nnz ganz nahe dran...


Tränen in Urbach
nnz-Rückspiegel: Tränen über Tränen  (Foto: nnz) nnz-Rückspiegel: Tränen über Tränen (Foto: nnz) Kurz vor dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Portugal ging es heute in Urbach um den Kreismeistertitel im Fußball. Es war ein spannendes Spiel, nach dem Abpfiff gab es Tränen – der Sieger und der Besiegten. Urbach gegen Werther – so hieß die Begegnung am letzten Spieltag in der Kreisliga. Das Drehbuch der Ansetzungen hatte es gut mit der Fußball-Gemeinde gemeint. Die Begegnung war das Endspiel. Die Ausgangssituation: Urbach reichte ein Unentschieden, Werther musste gewinnen...ausführlich im nnz-Archiv


Die Wahlen
Thüringen hat gewählt. Auch in den beiden Wahlkreisen im Landkreis Nordhausen. Die nnz mit einer ersten Einschätzung sowie Stimmen von Siegern und Verlierern. Bei der CDU knallten schon kurz nach 18 Uhr die „Sektkorken“ in der Geschäftsstelle in der Käthe-Kollwitz-Straße. Da wurde gefeiert, trotz Stimmenverlusten. Bundestagsabgeordneter Manfred Grund und Landtagsabgeordneter Egon Primas sahen die Wahl als eine klare Bestätigung des Regierungskurses von Dieter Althaus und seiner Mannschaft. „Jetzt können wir unseren begonnenen Kurs weiter fortsetzen“, so Primas.

„Es kam schlimmer, als wir es uns in unseren schlimmsten Träumen ausgemalt hatten“, konstatierte Dagmar Becker (SPD). Becker wird zwar wieder im Landtag sitzen, doch sie sieht das Wahlergebnis in erster Linie in taktischen Fehlern hinsichtlich der Koalitionsaussage der Parteispitze begründet. Sicher habe auch die Bundespolitik für die Abstrafung der SPD in Thüringen beigetragen, doch auch im Landesvorstand ihrer Partei müsse nun Klartext geredet werden.

Gefeiert wurde heute bei den Nordhäuser Sozialisten. „Bombastisch“, so bezeichnete Rainer Bachmann das Wahlergebnis und fügte hinzu: „Lieber eine gute Opposition, als eine schlechte Regierungsbeteiligung. Die Menschen, das haben wir bei vielen Gesprächen gemerkt, haben die Nase voll von einer Politik des sozialen Kahlschlags. Dafür haben CDU und vor allem die SPD ihre Quittung erhalten.“
Autor: nnz

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