Ein Praxisbesuch ist für Patientinnen und Patienten sicher
Arztbesuche nicht länger verschieben
Dienstag, 05. Mai 2020, 08:18 Uhr
Die bestehende Coronapandemie hat zu einer starken Verunsicherung der Bevölkerung geführt. Die Empfehlungen zur Verringerung der sozialen Kontakte hatten auch eine deutliche Vermeidung von Arztkontakten zur Folge. Am Beginn der Erkrankungswelle war dies auch sinnvoll, jetzt geben die Ärzte Entwarnung...
In einem offenen Schreiben wenden sic fünf führende Ärzte an die Patientenschaft und ermuntern sie, ihre Arztbesuche nicht länger zu verschieben. Konkret heißt es dort:
"Die bestehende Coronapandemie hat zu einer starken Verunsicherung der Bevölkerung geführt. Die Empfehlungen zur Verringerung der sozialen Kontakte hatten auch eine deutliche Vermeidung von Arztkontakten zur Folge. Am Beginn der Erkrankungswelle war dies auch sinnvoll, da die Ausstattung mit Schutzausrüstungen nur lückenhaft und die Praxisorganisation noch umzustellen war.
Im Verlauf der Corona-Erkrankungswelle konnten wir einen deutlichen Rückgang von Patientenkontakten mit akuten Krankheitsbildern zum Beispiel der Kardiologie (Herzinfarkte, akuter Brustschmerz) und Neurologie (Schlaganfälle) verzeichnen.
Nunmehr werden wir aber vermehrt mit schweren Formen dieser Krankheitsbilder konfrontiert,
da die Patienten derzeit tendenziell zu spät den Arzt aufsuchen. Auch viele geplante Operationen konnten vorübergehend nicht durchgeführt werden.
Die Praxen haben sich den besonderen hygienischen Anforderungen, die sich aus der Coronapandemie ergeben, mittlerweile umfassend angepasst. Spezialsprechstunden für Risikopatienten wurden eingerichtet und innerhalb der Praxen sind die individuellen Abläufe optimiert worden. Auch die Versorgung mit Schutzmaterialien hat sich verbessert.
Die meisten Praxen bieten Infektionssprechstunden im Anschluss an die normalen Sprechzeiten an, um die chronisch Kranken vor Infektionen zu schützen.
Durch diese Maßnahmen stellen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte und ihre Praxismitarbeiter sicher, dass keine Patienten aus Furcht vor einer Covid-19 Infektion den Praxisbesuch vermeiden müssen.
Zusätzlich zu den besonderen Sprechzeiten und den angepassten Praxisstrukturen sind die individuellen digitalen Kontaktmöglichkeiten für die Patienten zur Praxis deutlich ausgebaut worden.
Viele Praxen bieten nun Video- und Telefonsprechstunden an.
Wir sind in Sorge, dass viele Kranke aus Angst vor Ansteckung Arztpraxen meiden und somit bedrohliche Erkrankungen verschleppen oder dass chronische Krankheiten sich deutlich verschlechtern und so weit größerer Schaden entsteht.
Es ist medizinisch wichtig, dass gerade die chronisch kranken Patienten ihre regelmäßigen Kontrollen zeitnah wahrnehmen und so vermeidbare schwere Krankheitsverläufe abgewendet werden.
Versäumen Sie nicht Ihre notwendigen Untersuchungen beim Hausarzt oder Facharzt, Sie sind in der ambulanten ärztlichen Versorgung weiter gut und sicher aufgehoben!"
Unterzeichnet ist der Brief von diesen Medizinern: Dr. med. Thomas Carl Stiller (Hartmannbund), Dr. med. Thomas Fischer (Hausärzteverband), Dr. med. Thomas Schmidt (Berufsverband Deutscher Internisten), Dr. med. Stephan Bartels (Ärztekammer Göttingen) und Susanne Buse (Berufsverband der Frauenärzte).
Autor: redIn einem offenen Schreiben wenden sic fünf führende Ärzte an die Patientenschaft und ermuntern sie, ihre Arztbesuche nicht länger zu verschieben. Konkret heißt es dort:
"Die bestehende Coronapandemie hat zu einer starken Verunsicherung der Bevölkerung geführt. Die Empfehlungen zur Verringerung der sozialen Kontakte hatten auch eine deutliche Vermeidung von Arztkontakten zur Folge. Am Beginn der Erkrankungswelle war dies auch sinnvoll, da die Ausstattung mit Schutzausrüstungen nur lückenhaft und die Praxisorganisation noch umzustellen war.
Im Verlauf der Corona-Erkrankungswelle konnten wir einen deutlichen Rückgang von Patientenkontakten mit akuten Krankheitsbildern zum Beispiel der Kardiologie (Herzinfarkte, akuter Brustschmerz) und Neurologie (Schlaganfälle) verzeichnen.
Nunmehr werden wir aber vermehrt mit schweren Formen dieser Krankheitsbilder konfrontiert,
da die Patienten derzeit tendenziell zu spät den Arzt aufsuchen. Auch viele geplante Operationen konnten vorübergehend nicht durchgeführt werden.
Die Praxen haben sich den besonderen hygienischen Anforderungen, die sich aus der Coronapandemie ergeben, mittlerweile umfassend angepasst. Spezialsprechstunden für Risikopatienten wurden eingerichtet und innerhalb der Praxen sind die individuellen Abläufe optimiert worden. Auch die Versorgung mit Schutzmaterialien hat sich verbessert.
Die meisten Praxen bieten Infektionssprechstunden im Anschluss an die normalen Sprechzeiten an, um die chronisch Kranken vor Infektionen zu schützen.
Durch diese Maßnahmen stellen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte und ihre Praxismitarbeiter sicher, dass keine Patienten aus Furcht vor einer Covid-19 Infektion den Praxisbesuch vermeiden müssen.
Zusätzlich zu den besonderen Sprechzeiten und den angepassten Praxisstrukturen sind die individuellen digitalen Kontaktmöglichkeiten für die Patienten zur Praxis deutlich ausgebaut worden.
Viele Praxen bieten nun Video- und Telefonsprechstunden an.
Wir sind in Sorge, dass viele Kranke aus Angst vor Ansteckung Arztpraxen meiden und somit bedrohliche Erkrankungen verschleppen oder dass chronische Krankheiten sich deutlich verschlechtern und so weit größerer Schaden entsteht.
Es ist medizinisch wichtig, dass gerade die chronisch kranken Patienten ihre regelmäßigen Kontrollen zeitnah wahrnehmen und so vermeidbare schwere Krankheitsverläufe abgewendet werden.
Versäumen Sie nicht Ihre notwendigen Untersuchungen beim Hausarzt oder Facharzt, Sie sind in der ambulanten ärztlichen Versorgung weiter gut und sicher aufgehoben!"
Unterzeichnet ist der Brief von diesen Medizinern: Dr. med. Thomas Carl Stiller (Hartmannbund), Dr. med. Thomas Fischer (Hausärzteverband), Dr. med. Thomas Schmidt (Berufsverband Deutscher Internisten), Dr. med. Stephan Bartels (Ärztekammer Göttingen) und Susanne Buse (Berufsverband der Frauenärzte).
