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Papageienkrankheit ausgebrochen

Freitag, 10. Juni 2005, 18:07 Uhr
Nordhausen (nnz). In einer Geflügelhaltung im Landkreis Nordhausen wurden 14 Tiere mit der Krankheit Ornithose (so genannte Papageienkrankheit) festgestellt. Dabei handelt es sich um sieben Gänse und sieben Enten, die von einem Geflügelhändler aus Sachsen-Anhalt stammen. Dort wurde diese Krankheit von den zuständigen Behörden festgestellt. Welche Schutzmaßnahmen getroffen wurden, das hat die nnz erfahren.


Die Tiere des Thüringer Geflügelhalters werden vorsorglich getötet. Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass die betroffenen Enten und Gänse andere Tiere angesteckt haben. Entsprechende Untersuchungen wurden eingeleitet. Ebenfalls keine Anhaltspunkte gibt es dafür, dass sich Menschen infiziert haben könnten. Eine Übertragung der Krankheit auf Menschen ist nur möglich, wenn man direkten Kontakt zu den betroffenen Tieren hat, also zum Beispiel in einem Geflügelstall arbeitet. Der Erreger wird insbesondere über die Exkremente der Tiere durch Einatmen übertragen. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass der Erreger nicht durch den Verzehr von Geflügelfleisch übertragen werden kann.

Die Krankheit kann beim Menschen sehr gut und leicht behandelt werden, wenn die Behandlung rechtzeitig erfolgt. Die Symptome sind grippeähnlich, also Husten, Fieber usw. Die Nordthüringer Geflügelhaltung wurde gesperrt, das heißt eine Aus- und Einfuhr von Tieren ist derzeit nicht möglich. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass weitere, bisher nicht bekannte Tierhalter in Thüringen aus dem betreffenden Geflügelbestand in Großleinungen (Landkreis Sangerhausen) Tiere erhalten haben, hat das Thüringer Gesundheitsministerium die Landratsämter der Landkreise Eichsfeld, Nordhausen, Kyffhäuser, Sömmerda und Weimarer Land gebeten, Warnungen herauszugeben.

Die zuständigen Veterinärämter sind am Wochenende für die Bürger erreichbar und kommen gegebenenfalls zur Untersuchung auf den Hof. Dabei handelt es sich lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme. Es wird gegenwärtig davon ausgegangen, dass keine größere Anzahl von Tieren aus Sachsen-Anhalt nach Thüringen gelangt ist. Für die Bevölkerung besteht keine unmittelbare Gefahr. Sollten weitere Fälle festgestellt werden, werden diese durch die Pressestelle des Thüringer Sozialministeriums bekannt gegeben.
Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Nordhausen
Behringstraße 3, 99734 Nordhausen
Tel. 03631 911150 oder 03631 911151
außerhalb der Dienstzeit sowie am Wochenende über die Rettungsleitstelle Tel. 03631 89380
Autor: nnz

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