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Neues Internat für Berufschüler

Freitag, 10. Juni 2005, 13:21 Uhr
Nordhausen (nnz). Lernen soll Spaß machen. In einem modernen Internat fallen Hausaufgaben gleich viel leichter. Passend zum geplanten Berufschulzentrum Morgenröte wurde jetzt am Taschenberg saniert. nnz hat sich die neuen Hallen angesehen.

Neues Internat für Berufschüler (Foto: nnz) Neues Internat für Berufschüler (Foto: nnz)

Rene Kübler ist zufrieden mit seinem neuen „Drei Sterne Internat“. Derzeit ist zwar erst das Erdgeschoß saniert, aber in der ersten Etage geht’s weiter. Vieles macht der Horizont e.V. selbst, dank der Jugendwerkstätten ist das möglich. Junge ABM Kräfte und straffällige Jugendliche tapezieren, malern und kennen sich mit Holzarbeiten aus. Das Wichtigste für Horizont war aber die Elektroinstallation zu erneuern und die strengen Brandschutzauflagen zu erfüllen. Neue Sanitäranlagen und eine moderne Küche machen den Aufenthalt im Internat für die Berufschüler noch angenehmer.

Heute informierten sich Landrat Joachim Claus, sowie die Fachbereichsleiter Gunter Brand und Hans Rumpf über den Fortgang der Arbeiten. Bis 2006 soll das erste Haus des Internats am Taschenberg fertiggestellt sein. 85 Jugendliche finden dort Platz. Im Sommer 2008 wird das zweite sanierte Haus eröffnen. Noch hat es den Charme eines DDR-Zweckbaus, aber es soll ebenfalls hell und freundlich werden. „Die Auszubildenden sollen gern nach Nordhausen kommen.“ Sagt Rene Kübler.

Vor drei Jahren erhielt der Horizont e.V. als Träger der freien Jugendhilfe das Internat vom Landkreis. Damit konnte der Vermögenshaushalt entlastet werden. Für die Modernisierung kam Horizont auf, der Landkreis gab nur Zuschüsse. Auch in Zukunft wird es Geld geben, da im Internat minderjährige Jugendliche rund um die Uhr betreut werden und der Landkreis Geld durch diese Gastschüler erhält. Perspektivisch soll das Internat Schüler für sechs bis zehn Berufschulklassen bereithalten. Das sichert die Auslastung des für 8,2 Millionen Euro geplanten Berufschulzentrums an der Morgenröte. Das im Krieg teilweise zerstörte und in den 1990er Jahren als Herdergymnasium genutzte Gebäude soll umgestaltet und wieder aufgebaut werden. Die Schüler aus dem blauen IFA Gebäude in der Freiherr-von-Stein Straße und die in einem Container in der Elisabethstraße untergebrachten, bekommen damit ein neues, modernes Domizil. Ende 2007 soll es fertig sein.

Wie wichtig Berufsschulen als Standortfaktor für die Wirtschaft sind, betonte Gunter Brand schon im Frühjahr 2004. Fördermittel von der EU in Höhe von 90 % für gewerbliche Schulen standen in Aussicht. Auch das Gebäude in der Breitscheidstraße wird in das neue Berufschulzentrum eingegliedert. Dank der Landesgartenschau ist es schon zum Teil saniert. Es soll für die Schüler der medizinischen Fachschule genutzt werden, wobei Fachkabinette beiden Berufschulen zur Verfügung stehen werden.

Schon heute ist das Internat sehr gut ausgelastet, wie Leiterin Angela Böning-Morig sagte. Elf Betten von 85 sind derzeit noch zu haben. Die 273.000 Euro für Küche, Speiseraum und das restliche Erdgeschoß sind demnach gut angelegt, ebenso wie die 267.000 Euro, die investiert werden sollen. Der Landkreis gab 45.000 Euro dazu. Mehr Plätze würde man in Zukunft gern bereitstellen, da zum Schuljahresbeginn garantiert alle belegt sein werden. Für die Versorgung müssen die Schüler 101 Euro bezahlen, 95 Euro für die Unterkunft. Die Eltern könnten sicher sein, daß ihre Kinder hier ordentlich beaufsichtigt und versorgt sind, sagte Rene Kübler der nnz.
Autor: wf

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