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Theater bis die Wände wackeln

Donnerstag, 09. Juni 2005, 08:48 Uhr
Nordhausen (nnz). Wackelnde Wände, das ist eher untypisch für Theater, selbst für das Nordhäuser. Doch in den zurückliegenden Tagen dieser Woche war im Musentempel der Rolandstadt alles ein wenig anders. Die nnz hat es herausgefunden.


Theater bis die Wände wackeln (Foto: nnz) Theater bis die Wände wackeln (Foto: nnz) Die diesjährigen Schultheatertage fanden unter Beteiligung zahlreicher Schulen aller Schularten aus Nordhausen und Umgebung statt. Elf Gruppen fanden vom Montag bis Mittwoch ihren Weg ins Nordhäuser Theater und heizten auf beiden Bühnen den Profis mächtig ein. Diese große Resonanz bei Schultheatergruppen sei gerade auch in Thüringen eine Besonderheit, erklärte Dr. Susanne Mautz, Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters. Doch nicht nur Schüler und Lehrer der angereisten Gruppen, sondern auch viele Zuschauer von außen nahmen das Angebot wahr und besuchten eins oder mehrere der vorgestellten Stücke.

An jedem der drei Tage begann nach der Eröffnung das Programm um zehn Uhr. Es wurden täglich vier Stücke unterschiedlichster Thematik zur Aufführung gebracht. So war vom Klassiker bis zum selbstgeschriebenen Stück alles dabei. Neben den Vorstellungen auf der Bühne des großen Hauses sowie dem Theater unterm Dach gab es ein sogenanntes „Spielleiterforum“, bei dem Lehrer und betreuende Spielleiter sich gemeinsam über die Arbeit austauschen konnten. Durch das zusätzliche Engagement einer weiteren Theaterpädagogin konnte erstmals auch für jede der teilnehmenden Gruppen ein Workshop zur Nachbereitung und Diskussion ihres vorgestellten Stückes angeboten werden.

Koordiniert und betreut wurden die jungen Darsteller und ihre Lehrer durch das Junge Theater unter der Leitung von Theaterpädagogin Dr. Susanne Mautz. Das umfangreiche Programm war jedoch nur durch die Kooperation mit dem Studio 44 e. V. zu realisieren, das tatkräftig mit vielen helfenden Händen vor Ort dabei war.

„Wir freuen uns, an die gute Tradition der Schultheatertage anknüpfen zu können“ so Lars Tietje am dritten und letzten Tag des umfangreichen Programms, welches am Montag im Theater Nordhausen begonnen hatte. „Oft werden die positiven Effekte der Theaterarbeit auf die Bildung Jugendlicher und junger Erwachsener unterschätzt.“

Schulen oder einzelne Lehrkräfte, die planen, an ihrer Institution eine Theater-AG einzurichten, können sich beim Jungen Theater beraten lassen. Ansprechpartner ist die Theaterpädagogin Frau Dr. Susanne Mautz, Telefon. 03631-6260-168 oder per e-mail: mautz@theater-nordhausen.de.
Autor: nnz

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