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Caritas dankt allen Helferinnen des Masken-Näh-Projekts

„Eine Maske erzählt uns mehr als ein Gesichtů“

Freitag, 24. April 2020, 13:10 Uhr
„Eine Maske erzählt uns mehr als ein Gesichtů“,stellte schon der irische Dichter Oscar Wilde fest. Knapp 500 Masken nähten die Unterstützerinnen der Caritas Nordhausen bereits in den letzten 4 Wochen! Über 300 wurden bereits verteilt...

Masken schneidern  (Foto: Caritas) Masken schneidern (Foto: Caritas)


Und die fleißigen Hände stehen nicht still. Immer weiter werden Masken produziert. Die pflegeleichten, heiß wasch- und bügelbaren Masken wurden mit viel ehrenamtlichen Engagement zum Teil beginnend in Eigeninitiative genäht.

Die 72 jährige Rentnerin Frau Christa M. aus Sollstedt begann bereits Ende Februar mit der Maskenproduktion und versorgte damit Bekannte, Nachbarn und Verwandte. Nach dem der Bedarf in Sollstedt vorerst gestillt schien, nähte sie auch für die Caritas Nordhausen.

Frau Khawla A., 45 Jahre, arbeitete als gelernte Schneiderin und als Grundschullehrerin in Syrien. Als sie von der Maskenaktion erfuhr, bot sie sofort ihre Hilfe an. Weit über 150 Masken nähte sie bereits für die Caritas. Mit einem kleinen Aushang in ihrem Treppenhaus konnten die Masken auch Nachbarschaft im Wohngebiet und in ihrer Kleingärtnerkolonie erreichen.
Eine weitere Helferin ist Ebtesam K., ursprünglich aus dem Irak. Auffallend sind ihre perfekt zugeschnittenen und mustersymetrischen Masken. Im Irak arbeitete sie als Verkäuferin. Das Nähen hat sie von ihrer Mutter gelernt.

Frau Fatima S. lebt mit ihren 3 Kindern seit 3 Jahren in Deutschland. Sie kam aus Afghanistan geflüchtet. Als die Caritas sie ansprach, freute diese sich so sehr, bedauerte jedoch keine Nähmaschine zu haben. Familie Al T. aus Syrien half aus und stellte ihre Nähmaschine zur Verfügung. Nachdem Frau S. die Maschine in Empfang genommen hatte, begann sie sogleich mit der Arbeit und schickte nach einer Stunde bereits ein Foto mit 11 fertigen Masken.

Auch Mitarbeiterinnen der Caritas unterstützten. So näht die Schulsozialarbeiterin Manuela Knothe Masken für ihre Schülerinnen und Schüler der Regelschule und Familien in Ellrich und ihrem Heimatort. Andere Mitarbeiter/Innen, Familienangehörige und Nachbarn leisten Zuarbeiten für die fleißigen Näherinnen, indem sie Stoffreste sammeln und die Maskenzuschnitte vorbereiten, Gummi und Garn zur Verfügung stellen oder auch spenden.

An dieser Stelle möchten wir ein ganz großes Dankeschön an alle Helferinnen aussprechen, die durch ihre selbstlose Arbeit viele Familien in Nordhausen und im Landkreis mit Masken versorgen. In Zeiten der physischen Distanz zusammenzuhalten und sich zu solidarisieren und selbstlos zu helfen, macht Mut!

Autor: red

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