Auf der Suche nach dem Konsens
Dienstag, 07. Juni 2005, 08:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Noch liegen sie im Clinch: Der Tabakspeicher-Förderverein und die Stadtverwaltung Nordhausen (siehe nnz-Archiv). Jetzt aber gibt es seitens der Stadtverwaltung ein neues Angebot...
In der letzten Juniwoche wird das städtische Kulturamt den Förderverein Tabakspeicher und den Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein zu einem Rundgang in das Nordhäuser Museum Tabakspeicher einladen. Damit kommen wir der Übereinkunft mit dem Förderverein vom jüngsten Gespräch nach, sagte Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose. Die Mitglieder beider Vereine würden in den kommenden Tagen persönlich eingeladen.
Wie vereinbart werden wir mit den Vereinsmitgliedern die einzelnen Ausstellungsräume inspizieren und die Anregungen bzw. Hinweise aufnehmen, so die Kulturamtsleiterin. Bei diesem Gespräch werde man auch klären, welche Anregungen wie umgesetzt werden könnten. Wir begreifen sowohl die gelaufene Debatte über die Neugestaltung des Museums als auch die Bereitschaft der Vereinsmitglieder, die Neugestaltung gemeinsam mit uns als Museumsträger und –finanzier noch einmal konkret zu diskutieren, als Chance.
Angesichts der Unterschiedlichkeit der Forderungen aus den Vereinen, werde der Weg zum Kompromiss nicht einfach – denn die Forderungen aus den Vereinen seien zum Teil sehr unterschiedlich und vielfältig. Da ist zum Beispiel die Forderung, dass Ausstellungsstücke nicht berührt werden dürfen, zum anderen der Anspruch, das Konzept des Rundganges rückgängig zu machen oder der Appell, mehr Anschaulichkeit durch den Einsatz von Schaufensterpuppen zu schaffen.
Klar – und Basis aller Diskussionen – sei die Beschlusslage des Stadtrates zu den Nordhäuser Museen: Sowohl an den Maßgaben der beschlossenen Museumskonzeption vom Februar 2002 – zum Beispiel zur Museumspädagogik - als auch am Beschluss zur Kulturkonzeption vom Jahresbeginn 2004 darf für mich kein Weg vorbei führen. Hier haben die Stadträte grundsätzliche Leitlinien beschlossen, die ich einzuhalten habe – zumal sie im Vorfeld auch in offenen Gesprächsrunden, Workshops und `Nordhäuser Stadtgesprächen´ zur Diskussion gestellt wurden. Ich bin mir allerdings sicher, dass wir mit den Vereinen einen Konsens finden werden, so Frau Dr. Klose.
Der Tabakspeicher – das Nordhäuser Museum für Handwerk, Gewerbe, Industriegeschichte und Archäologie - war Mitte Mai nach mehrmonatiger Renovierungszeit und Neuordnung wiedereröffnet worden. Im Museum sollen vor allem auch Kinder und Jugendliche mit geeigneten Mitteln an die Nordhäuser Stadtgeschichte und historische Handwerks- und Arbeitstechniken herangeführt werden.
Autor: nnzIn der letzten Juniwoche wird das städtische Kulturamt den Förderverein Tabakspeicher und den Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein zu einem Rundgang in das Nordhäuser Museum Tabakspeicher einladen. Damit kommen wir der Übereinkunft mit dem Förderverein vom jüngsten Gespräch nach, sagte Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose. Die Mitglieder beider Vereine würden in den kommenden Tagen persönlich eingeladen.
Wie vereinbart werden wir mit den Vereinsmitgliedern die einzelnen Ausstellungsräume inspizieren und die Anregungen bzw. Hinweise aufnehmen, so die Kulturamtsleiterin. Bei diesem Gespräch werde man auch klären, welche Anregungen wie umgesetzt werden könnten. Wir begreifen sowohl die gelaufene Debatte über die Neugestaltung des Museums als auch die Bereitschaft der Vereinsmitglieder, die Neugestaltung gemeinsam mit uns als Museumsträger und –finanzier noch einmal konkret zu diskutieren, als Chance.
Angesichts der Unterschiedlichkeit der Forderungen aus den Vereinen, werde der Weg zum Kompromiss nicht einfach – denn die Forderungen aus den Vereinen seien zum Teil sehr unterschiedlich und vielfältig. Da ist zum Beispiel die Forderung, dass Ausstellungsstücke nicht berührt werden dürfen, zum anderen der Anspruch, das Konzept des Rundganges rückgängig zu machen oder der Appell, mehr Anschaulichkeit durch den Einsatz von Schaufensterpuppen zu schaffen.
Klar – und Basis aller Diskussionen – sei die Beschlusslage des Stadtrates zu den Nordhäuser Museen: Sowohl an den Maßgaben der beschlossenen Museumskonzeption vom Februar 2002 – zum Beispiel zur Museumspädagogik - als auch am Beschluss zur Kulturkonzeption vom Jahresbeginn 2004 darf für mich kein Weg vorbei führen. Hier haben die Stadträte grundsätzliche Leitlinien beschlossen, die ich einzuhalten habe – zumal sie im Vorfeld auch in offenen Gesprächsrunden, Workshops und `Nordhäuser Stadtgesprächen´ zur Diskussion gestellt wurden. Ich bin mir allerdings sicher, dass wir mit den Vereinen einen Konsens finden werden, so Frau Dr. Klose.
Der Tabakspeicher – das Nordhäuser Museum für Handwerk, Gewerbe, Industriegeschichte und Archäologie - war Mitte Mai nach mehrmonatiger Renovierungszeit und Neuordnung wiedereröffnet worden. Im Museum sollen vor allem auch Kinder und Jugendliche mit geeigneten Mitteln an die Nordhäuser Stadtgeschichte und historische Handwerks- und Arbeitstechniken herangeführt werden.
