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Nach der Oper

Donnerstag, 02. Juni 2005, 13:04 Uhr
Nordhausen (nnz). „Das Tagebuch der Anne Frank“, die Monooper von Grigorij Frid, die im Februar im Theater Nordhausen Premiere hatte, ist für Schulklassen längst zu einem Dauerbrenner geworden. Doch da gibt es immer einen Nachgang...


Die im Anschluss an die 55minütige Oper stattfindenden Nachbesprechungen gehören zum normalen Programm. Immer noch ist der Gesprächsbedarf gerade bei diesem Stoff groß. Am 5. Juni findet nun eine der wenigen Abendvorstellungen statt. Doch dieses Mal wird es auch vor der eigentlich Vorstellung schon die Möglichkeit zu einem Gespräch geben. Als besonderes Highlight hat das Theater nämlich einen langjährigen Vertrauten Frids, Grigorij Pantijelew, eingeladen, in einem öffentlichen Gespräch mit dem Dramaturgen Steffen Seiferling über seine Erfahrungen mit Frid und die „Anne Frank“-Oper zu sprechen. Der gebürtige Moskauer studierte unter anderem Musikwissenschaft, Klavier und Dirigieren am Moskauer Tschajkowski-Konservatorium und unterrichtet seit 1994 an der Universität und der Hochschule für Künste in Bremen. Mit Grigorij Frid traf er erstmals in dessen 1964 gegründeten Moskauer Jugend-Musik-Klub zusammen.

Die Geschichte Anne Franks ist inzwischen allgemein bekannt. Zwei Jahre versteckte sich die Familie Frank auf einem Dachboden in Amsterdam vor den Deutschen. 1944 wurde sie entdeckt. Anne Frank, die im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb, hat diese Zeit in ihrem Tagebuch beschrieben. In der Musik Grigorij Frids, der 1969 einige exemplarische Stellen vertonte, finden Annes jugendlich-direkte Gefühle unmittelbaren Ausdruck. Bühnenbild (Ronald Winter) und Inszenierung (Enke Eisenberg) vergegenwärtigen ihre Angst vor Entdeckung und Tod.
Karten erhalten Sie an der Theaterkasse oder unter Telefon 03631/ 98 34 52.
Autor: nnz

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