nnz-Rückspiegel: 10. Oktober 2000
Mittwoch, 10. Oktober 2001, 09:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Carlsen-Verlag unterstützt Harry-Potter-Ferienfreizeit in Nordhausen
Der Hamburger Carlsen-Verlag , der als einzigster Verlag Deutschlands die Druckrechte für den in Kürze erscheinenden 4. Band "Harry Potter und der Feuerkelch" besitzt, hat sich bereit erklärt, die bundesweit einzige
Harry-Potter-Ferienfreizeit (18.-21.10.2000) in der Nordhäuser
Rothleimmühle zu unterstützen. Nur noch wenige Stunden bis zur magischen Nacht, denn dann darf in Deutschland der neuste Band mit Harry's Abenteuern verkauft werden. Die
wirklichen Fans stehen schon vor Mitternacht Schlange. Das ist genau die richtige Zeit, um sich für die magische Ferienfreizeit in der verzauberten Rothleimmühle anzumelden. Denn wer genau zwischen 24 Uhr und 0.59 Uhr in der Nacht vom 13. zum 14. Oktober seine telefonische Anmeldung abgibt, nimmt an
der großen Harry-Potter-Auslosung teil, die am letzten Tag der Freizeit stattfindet. Zu gewinnen gibt es natürlich den neusten Band sowie jede Menge Harry-Potter-Artikel. Eure Ferienplätze sichert Ihr Euch unter der Nr.: 03631/902391 - für alle
Kids zwischen 7 und 12 Jahren.
Zwei Mädchen in Nordhausen sexuell belästigt
Es geschah am hellichten Tag mitten in Nordhausen: Gestern nachmittag wurden zwei Mädchen sexuell belästigt. Die erste Tat ereignete sich am frühen Nachmittag in der Veilchengasse. Ein neunjähriges Mädchen war mit einer Freundin unterwegs, als sie von einem scheinbar 13 Jahren alten Jungen angesprochen und zur Seite geschubst wurde. Sie sollte sofort ihre Hosen runterziehen. Die Freundin rannte inzwischen nach Hause und erzählte ihrem Vater von dem Geschehen. Der machte sich auf den Weg in Richtung Tatort. Als der Junge den Mann kommen sah, ließ er von dem Mädchen ab und flüchtete mit einem roten Fahrrad.
Nur zwei Stunden später in der Hardenbergstraße: Wiederum wurde ein Mädchen, diesmal ein 10jähriges, überfallen. Der unbekannte Junge drängte sein Opfer unter einen Balkon und faßte ihr zwischen die Beine. Unter Androhung von Schlägen mußte das Mädchen seine Hose und Schlüpfer ausziehen. Schließlich konnte sich das Mädchen befreien und entkommen. Die Polizei geht davon aus, daß es sich hierbei um den gleichen Täter handelt. Gesucht wird ein 12 bis 13 Jahre alter Junge mit blonden oder dunkelblonden Haaren, er soll eine schwarze Jacke getragen haben, die eventuell mit roten Streifen abgesetzt war. Zeugen sollten sich auf jeden Fall mit der Kripo in Nordhausen oder jeden anderen Polizeidienststelle in Verbindung setzen.
Ausschußvorsitzender erteilt SPD-Fraktion Note 6: Thema verfehlt!
Mit großer Verwunderung hat der Vorsitzende des Umweltausschusses des Nordhäuser Kreistages, Maik Schröter, die Äußerungen der SPD-Kreistagsfraktion in der nnz zur Kenntnis genommen. Die Vermischung der Probleme um die Wahl der Beigeordneten im Kreistag mit den Vorgängen um
das Gaswerksgelände sei völlig unverständlich und kontraproduktiv. Anstatt nach Möglichkeiten zu suchen, das Gaswerksgelände ordentlich zu sanieren und in die Planungen der Landesgartenschau mit einzubeziehen werde
Kleinkrämerei betrieben, so Schröter gegenüber nnz. Völlig unstrittig sei im Untersuchungsausschuß gewesen, in dem auch Schröter Mitglied ist, die Tatsache, dass der Beschluß zum
Kauf des Geländes im Kreistag gefaßt wurde. Offensichtlich gibt es in der SPD-Fraktion ein Kommunikationsproblem. Sonst hätte sich Frau Becker bei Ihrem Fraktionsmitglied und Ausschußvorsitzenden zum Sachstand informieren können.
Im Umweltausschuß wurde zu diesem Gelände bereits beraten. Die Ausnutzung der zeitlich nur begrenzt abrufbaren Fördermittel zur Sanierung des Geländes war unstrittig.
Leider wurde durch den politisch motivierten und ins Leben
gerufenen Untersuchungsausschuß in der Folge die Politik völlig gelähmt. Entscheidungen konnten nicht mehr getroffen werden und der Zeitpunkt der Sanierung des Geländes ist noch offen. Zur Info an Frau Becker: Der Ausschuß hat seine Tätigkeit bis zum Ende des Jahres ausgesetzt, in der Hoffnung, dass dann die Unterlagen von der Staatsanwaltschaft zurück gekommen sind.
Dieser Hick-Hack hilft niemandem weiter, so Maik Schröter. Wenn es das Ziel der SPD-Fraktion sei, dass sich der Kreistag nur noch mit sich selbst befasst dann laute die Bewertung: Thema verfehlt, Note sechs.
Umweltausschuß tagte zu Grünes Klassenzimmer Brief an Landrat und OB
In seiner jüngsten Sitzung vom 27.09.00 beriet der Ausschuß für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten des Kreistages Nordhausen am Standort Scheunenhof. Die Verknüpfung der Landwirtschaft im Zusammenhang mit dem
Prozeß der Agenda 21, aber auch insbesondere das Projekt Grünes Klassenzimmer” standen hier auf dem Programm.
Ein weiterer, besonders wichtiger Punkt war die Pflege der Gewässer II. Ordnung im Kreis Nordhausen. Ein Vertreter des Thüringer Umweltministeriums zeigte den Ausschußmitgliedern anhand des Beispieles im Landkreis Sömmerda Möglichkeiten auf, einen solchen Verband auf kreislicher Ebene zu gründen. Dieses, vom Ausschußvorsitzenden Maik Schröter favorisierte Modell stieß im Ausschuß auf breite Zustimmung. Der Landschaftspflegeverband und das Umweltamt wurden gebeten, dem Ausschuß eine Entscheidungshilfe zuzuarbeiten. Die Vorstellung der Arbeit in der Landwirtschaft zur Schaffung digitaler Karten für die Bodenbearbeitung der Zukunft stieß ebenfalls auf breites Interesse. Hier wird besonders deutlich, in welchem engen Verhältnis Umweltschutz und Landwirtschaft stehen.
Das Projekt Grünes Klassenzimmer” wurde umfassend vorgestellt. Sowohl vom Kultus- als auch vom Thüringer
Umweltministerium wurde bereits Unterstützung signalisiert. Der
Ausschußvorsitzende wurde beauftragt, sowohl Landrat Joachim Claus als auch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke auf das Projekt aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu bitten. Bereits am Sonntag hatte Schröter beide in einem persönlichen Brief zur Sache informiert. In den Schreiben wurden auch andere Dinge angesprochen. So zum Beispiel die Radwege-Anbindung Scheunenhof Nordhausen sowie die Frage des Fortbestandes dieses Unterrichtes, betrieben durch die Schulträger Stadt und Kreis Nordhausen. Sicherlich müssen hier die Beteiligten an einen Tisch.
Die Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue meldet sich zu Wort
Die Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue hat der nnz folgende Stellungnahme übermittelt:
Die demokratischen Grundregeln und Rechte in unserem Staat gelten für alle Bürger gleichermaßen. So gesehen wurde in der öffentliche Bauplanung eine sogenannte, frühzeitige Bürgerbeteiligung eingearbeitet, in die sich Bürger mit Ihren Sorgen und Anregungen einbringen können, natürlich auch Ablehnung signalisieren können. Die mit der Planung Beauftragten haben sich diesen Sorgen oder auch Ablehnungen anzunehmen und in die Planung einzubeziehen. Dieses Grundprinzip der demokratischen Bürgerbeteiligung sollte auch in der Stadtverwaltung Nordhausen gelten. Leider kann man nach den Ausführungen der Nordhäuser Bürgermeisterin Frau Rinke und ihres Baudezernenten Herrn Beyse nicht mehr davon ausgehen, das die Bedenken der Bürger in eine solche Bauplanung überhaupt einfließen können bzw. Einsprüche gegen Bauprojekte dieser Art ernst genommen werden. Herr Baudezernent Beyse fest: Von unserem Plan der Industrieansiedlung in der Goldenen Aue rücken wir nicht mehr ab. Hier werden die Ängste und Sorgen der Bürger als Polemik abgetan und Diejenigen, die sich für Ihre Mitbürger und die Umwelt engagieren, und nicht alles kritiklos abnicken als Verhinderer des wirtschaftlichen Aufschwunges angesehen und vorgeworfen in egoistischer Weise den Arbeitslosen die Zukunft zu nehmen. Wir sehen auch weiterhin unsere Aufgabe darin, die Öffentlichkeit über die Pläne der Stadt Nordhausen und des Planungsverbandes aufzuklären, und darin gehen wir mit Frau Rinke und Herrn Beyse überein, die Betroffenen aufzufordern sich die Planungsunterlagen konkret anzusehen und zu lesen was erklärtes Ziel ist. Diese Zielsetzung wird in allen öffentlichen Äußerungen der Planer verschwiegen oder nur unzureichend dargestellt. Hier werden seitens der Planer Nebelbomben geworfen. Jeder, der sich die Planungsunterlagen ansieht wird z.B. auf Seite 15 Punkt 10: Planinhalt und unter Punkt 10.1.1: Art der baulichen Nutzung folgendes finden: Hier sollen insbesondere diejenigen Betriebe ihren Standort finden, die wegen ihrer Flächenintensität und hohen Störgrades durch Emission in anderen Gebieten bzw. Gebietsarten unzulässig sind. Weiterhin sind einige weitere interessante Dinge zu finden, z.B. das von den Orientierungswerten für allgemeine Wohngebiete in Bezug auf den Lärmschutz abgewichen werden darf und zwar bis zu 5db. höher, Um die Funktionalität des Industriegebietes zu erhöhen. Gebäudehöhen sind mit 40 Meter angegeben, doch auch hier werden Überschreitungen von vornherein zugelassen. Vorgenannte Überschreitungen wären geringfügig und es wäre wichtiger ein funktionsfähiges Industriegebiet zu schaffen, als weitere Einschränkungen der Nutzung vorzunehmen und die Konkurrenzfähigkeit zu verschlechtern. Besorgniserregend empfinden wir, dass in den öffentlichen Äußerungen versucht wird, die Bürgerinitiative als Unruhestifter aus Urbach abzustempeln. Wir weisen ausdrücklich daraufhin, das der Protest aus allen betroffenen Gemeinden der Goldenen Aue stammt. Dies wird eine Unterschriftenliste gegen das Industriegebiet belegen, die den Planern als demokratisches Mittel des Einspruchs übergeben wird. Auch wir wollen, dass in unserer Region Arbeitsplätze geschaffen werden, auch vor unserer Haustür, doch darf es sich die Politik nicht so leicht machen, die Begehrlichkeiten der Investoren über die Interessen derjenigen zu stellen, für dessen Wohl sie sich einzusetzen haben. Hier sollen mit den wenigsten Einschränkungen der Nutzung Investoren angelockt werden, die woanders, auch auf den brachliegenden Industrieflächen der Stadt Nordhausen, aufgrund ihres Störgrades nicht erwünscht sind. Ebenso sind wir bestürzt, wie leichtfertig die Zukunft der bäuerlichen Betriebe und Agrargenossenschaften aufs Spiel gesetzt wird. Die Goldene Aue ist seit jeher eine Domäne der Landwirtschaft und man macht sich über deren Zukunft keinerlei Gedanken. Zitat Frau Rinke in einer Tageszeitung: Der Landwirtschaft gebe ich nur geringe Zukunftschancen Wenn man sieht wie viele Investitionen die Agrargenossenschaften in den letzten Jahren getätigt haben um konkurrenzfähig zu sein und die hohen Erträge die erwirtschaftet werden, ist das ein Schlag ins Gesicht. Das konstruktive Gespräch mit den Bürgern wird zwar in öffentlichen Stellungnahmen der Planer gefordert und vermisst, doch bis zum heutigen Tage sind unsere Briefe und Eingaben unbeantwortet, auch habe ich Frau Rinke oder Herrn Beyse noch in keiner öffentlichen Versammlung in der Goldenen Aue zu diesem Thema gehört. Wahrscheinlich werden die Planer den Ernst der Lage erst erkennen, wenn Sie den Protest der gesamten Goldenen Aue spüren.
Wir werden auch weiterhin für den Erhalt unserer Heimat kämpfen, auch unter der Prämisse der Agenda 21, für die sich im Planungsverband niemand zu interessieren scheint.
Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue
Klaus-Dieter Korb, Urbach
Betrachtet: Panta Rhei
Panta Rhei dieser lateinische Ausspruch für alles fließt hat wohl auch nach Jahrhunderten nichts von seiner Bedeutung verloren. Nichts wird mehr so sein wie es war, alles wird anders sein als es ist. Auch in Nordhausen, auch in der Goldenen Aue. Da wird ein großes Industriegebiet geplant, seit Jahren wird hinter vorgehaltener Hand von Investoren gesprochen. Klar, das Thema ist äußerst sensibel, doch das künftige Industriegebiet und seine jetzige Planung waren alles andere als verschwiegen. Aber: es ist sensibel. Und alle Gemeinden, alle Räte in der Goldenen Aue wollten das Gebiet. Und da war nie von einem Gewerbegebiet die Rede, immer von einem Industriegebiet.
Glauben viele zugezogene und Ur-Urbacher denn wirklich, es würde einzig auf ihre schöne Aussicht Rücksicht genommen, wenn es bei einer Investition um 100, 200 oder 1.000 Arbeitsplätze gehen würde. Könnten die Mitglieder der Bürgerinitiative den Menschen in die Augen schauen, die sehnsüchtig nach produzierender Industrie Ausschau halten, um endlich einen Arbeitsplatz zu bekommen?
In Bleicherode, in Sollstedt oder Nordhausen ist die Luft sauberer geworden. Nicht nur, weil statt mit Kohle nun mit Öl oder Gas geheizt wird. Die Luft wurde auch reiner, weil die wirtschaftliche Landschaft bereinigt wurde. Ich habe in den zurückliegenden acht Jahren viele Politiker erleben dürfen, die sehnsüchtig nach dem Investor geblickt hatten. Sie konnten ihn mitunter fast schon präsentieren, dann jedoch war er wieder verschwunden. Gründe dafür gab es genug: Keine Autobahn in der Nähe, keine Tennishalle für die Freizeit, keine Eliteschule für den Nachwuchs. Aber es gab auch Unternehmen, für deren Ansprüche einfach kein Platz da war. Zwischen Bielen und Urbach ist Platz auf mehr als 100 Hektar. Wo schon im Landkreis Nordhausen ist derart viel Fläche nicht unmittelbar in der Nähe eines Vorgartens vorhanden? Wo im Landkreis Nordhausen kann der Quadratmeter Fläche für eine Mark angeboten werden? Mehr zahlen auch weltweit agierenden Firmen auf keinen Fall. Aber sie haben Alternativen in Mexiko, Polen.... und sogar im Eichsfeld. Ich kenne kein Industriegebiet im Landkreis mit solch einer Ausdehnung und solchen Konditionen, auch kein Gewerbegebiet.
Nun soll es den Urbachern vor die Tür gesetzt werden. Einem wird es immer vor die Tür gesetzt, doch im Qualm ersticken, vor Lärm taub werden das alles ist doch längst Geschichte.
Die Standpunkte der beiden Seiten sind noch nicht verhärtet, noch ist es Zeit, miteinander zu reden. Ein Kompromiß könnte gefunden werden. Doch ein Zerreden des geplanten Vorhabens zwischen Nordhausen und Urbach wird der Region trotz Autobahn einen schweren Schaden zufügen. Und solch schlechte Nachrichten, die sprechen sich schnell herum: In Erfurt, Berlin und Brüssel. Vor allem aber in Chefetagen der Unternehmen, die vielleicht, aber auch nur vielleicht auf der deutschen Landkarte einen kleinen Kreis auf die Region der Goldenen Aue gezeichnet haben. Aber auch hier gilt: Nichts ist statisch panta rhei!
Peter Stefan Greiner
Fünf Tage lang wird in Nordhausen Party mit Jesus gefeiert
Eine Party mit Jesus soll heute stattfinden. Dazu sind alle interessierten jungen Nordhäuser in das Humboldt-Gymnasium der Rolandstadt eingeladen. Sozusagen als Vorprogramm wird da die Liveübertragung von Jesus House von der Expo in Hannover per Satellit direkt nach Nordhausen und 400 anderen europäischen Orten eingespeist. Und das an jedem Abend bis zum Samstag. Danach kündigt der Arbeitskreis der evangelischen Allianz Nordhausen fünf Jugendabende mit Musik, Talk und Message an. Verschiedene Interpreten und Bands gestalten das Programm. Mit dabei sind unter anderem Beatbetrieb, die im vergangenen Jahr den Nachwuchswettbewerb von VIVA gewonnen hatten, oder One a mission aus Marburg.
Ziel der Veranstaltungen soll es sein, Gespräche über Jesus und die Welt anzuregen und Lebensfragen zu diskutieren, versprechen die Veranstalter.
Autor: nnzCarlsen-Verlag unterstützt Harry-Potter-Ferienfreizeit in Nordhausen
Der Hamburger Carlsen-Verlag , der als einzigster Verlag Deutschlands die Druckrechte für den in Kürze erscheinenden 4. Band "Harry Potter und der Feuerkelch" besitzt, hat sich bereit erklärt, die bundesweit einzige
Harry-Potter-Ferienfreizeit (18.-21.10.2000) in der Nordhäuser
Rothleimmühle zu unterstützen. Nur noch wenige Stunden bis zur magischen Nacht, denn dann darf in Deutschland der neuste Band mit Harry's Abenteuern verkauft werden. Die
wirklichen Fans stehen schon vor Mitternacht Schlange. Das ist genau die richtige Zeit, um sich für die magische Ferienfreizeit in der verzauberten Rothleimmühle anzumelden. Denn wer genau zwischen 24 Uhr und 0.59 Uhr in der Nacht vom 13. zum 14. Oktober seine telefonische Anmeldung abgibt, nimmt an
der großen Harry-Potter-Auslosung teil, die am letzten Tag der Freizeit stattfindet. Zu gewinnen gibt es natürlich den neusten Band sowie jede Menge Harry-Potter-Artikel. Eure Ferienplätze sichert Ihr Euch unter der Nr.: 03631/902391 - für alle
Kids zwischen 7 und 12 Jahren.
Zwei Mädchen in Nordhausen sexuell belästigt
Es geschah am hellichten Tag mitten in Nordhausen: Gestern nachmittag wurden zwei Mädchen sexuell belästigt. Die erste Tat ereignete sich am frühen Nachmittag in der Veilchengasse. Ein neunjähriges Mädchen war mit einer Freundin unterwegs, als sie von einem scheinbar 13 Jahren alten Jungen angesprochen und zur Seite geschubst wurde. Sie sollte sofort ihre Hosen runterziehen. Die Freundin rannte inzwischen nach Hause und erzählte ihrem Vater von dem Geschehen. Der machte sich auf den Weg in Richtung Tatort. Als der Junge den Mann kommen sah, ließ er von dem Mädchen ab und flüchtete mit einem roten Fahrrad.
Nur zwei Stunden später in der Hardenbergstraße: Wiederum wurde ein Mädchen, diesmal ein 10jähriges, überfallen. Der unbekannte Junge drängte sein Opfer unter einen Balkon und faßte ihr zwischen die Beine. Unter Androhung von Schlägen mußte das Mädchen seine Hose und Schlüpfer ausziehen. Schließlich konnte sich das Mädchen befreien und entkommen. Die Polizei geht davon aus, daß es sich hierbei um den gleichen Täter handelt. Gesucht wird ein 12 bis 13 Jahre alter Junge mit blonden oder dunkelblonden Haaren, er soll eine schwarze Jacke getragen haben, die eventuell mit roten Streifen abgesetzt war. Zeugen sollten sich auf jeden Fall mit der Kripo in Nordhausen oder jeden anderen Polizeidienststelle in Verbindung setzen.
Ausschußvorsitzender erteilt SPD-Fraktion Note 6: Thema verfehlt!
Mit großer Verwunderung hat der Vorsitzende des Umweltausschusses des Nordhäuser Kreistages, Maik Schröter, die Äußerungen der SPD-Kreistagsfraktion in der nnz zur Kenntnis genommen. Die Vermischung der Probleme um die Wahl der Beigeordneten im Kreistag mit den Vorgängen um
das Gaswerksgelände sei völlig unverständlich und kontraproduktiv. Anstatt nach Möglichkeiten zu suchen, das Gaswerksgelände ordentlich zu sanieren und in die Planungen der Landesgartenschau mit einzubeziehen werde
Kleinkrämerei betrieben, so Schröter gegenüber nnz. Völlig unstrittig sei im Untersuchungsausschuß gewesen, in dem auch Schröter Mitglied ist, die Tatsache, dass der Beschluß zum
Kauf des Geländes im Kreistag gefaßt wurde. Offensichtlich gibt es in der SPD-Fraktion ein Kommunikationsproblem. Sonst hätte sich Frau Becker bei Ihrem Fraktionsmitglied und Ausschußvorsitzenden zum Sachstand informieren können.
Im Umweltausschuß wurde zu diesem Gelände bereits beraten. Die Ausnutzung der zeitlich nur begrenzt abrufbaren Fördermittel zur Sanierung des Geländes war unstrittig.
Leider wurde durch den politisch motivierten und ins Leben
gerufenen Untersuchungsausschuß in der Folge die Politik völlig gelähmt. Entscheidungen konnten nicht mehr getroffen werden und der Zeitpunkt der Sanierung des Geländes ist noch offen. Zur Info an Frau Becker: Der Ausschuß hat seine Tätigkeit bis zum Ende des Jahres ausgesetzt, in der Hoffnung, dass dann die Unterlagen von der Staatsanwaltschaft zurück gekommen sind.
Dieser Hick-Hack hilft niemandem weiter, so Maik Schröter. Wenn es das Ziel der SPD-Fraktion sei, dass sich der Kreistag nur noch mit sich selbst befasst dann laute die Bewertung: Thema verfehlt, Note sechs.
Umweltausschuß tagte zu Grünes Klassenzimmer Brief an Landrat und OB
In seiner jüngsten Sitzung vom 27.09.00 beriet der Ausschuß für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten des Kreistages Nordhausen am Standort Scheunenhof. Die Verknüpfung der Landwirtschaft im Zusammenhang mit dem
Prozeß der Agenda 21, aber auch insbesondere das Projekt Grünes Klassenzimmer” standen hier auf dem Programm.
Ein weiterer, besonders wichtiger Punkt war die Pflege der Gewässer II. Ordnung im Kreis Nordhausen. Ein Vertreter des Thüringer Umweltministeriums zeigte den Ausschußmitgliedern anhand des Beispieles im Landkreis Sömmerda Möglichkeiten auf, einen solchen Verband auf kreislicher Ebene zu gründen. Dieses, vom Ausschußvorsitzenden Maik Schröter favorisierte Modell stieß im Ausschuß auf breite Zustimmung. Der Landschaftspflegeverband und das Umweltamt wurden gebeten, dem Ausschuß eine Entscheidungshilfe zuzuarbeiten. Die Vorstellung der Arbeit in der Landwirtschaft zur Schaffung digitaler Karten für die Bodenbearbeitung der Zukunft stieß ebenfalls auf breites Interesse. Hier wird besonders deutlich, in welchem engen Verhältnis Umweltschutz und Landwirtschaft stehen.
Das Projekt Grünes Klassenzimmer” wurde umfassend vorgestellt. Sowohl vom Kultus- als auch vom Thüringer
Umweltministerium wurde bereits Unterstützung signalisiert. Der
Ausschußvorsitzende wurde beauftragt, sowohl Landrat Joachim Claus als auch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke auf das Projekt aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu bitten. Bereits am Sonntag hatte Schröter beide in einem persönlichen Brief zur Sache informiert. In den Schreiben wurden auch andere Dinge angesprochen. So zum Beispiel die Radwege-Anbindung Scheunenhof Nordhausen sowie die Frage des Fortbestandes dieses Unterrichtes, betrieben durch die Schulträger Stadt und Kreis Nordhausen. Sicherlich müssen hier die Beteiligten an einen Tisch.
Die Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue meldet sich zu Wort
Die Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue hat der nnz folgende Stellungnahme übermittelt:
Die demokratischen Grundregeln und Rechte in unserem Staat gelten für alle Bürger gleichermaßen. So gesehen wurde in der öffentliche Bauplanung eine sogenannte, frühzeitige Bürgerbeteiligung eingearbeitet, in die sich Bürger mit Ihren Sorgen und Anregungen einbringen können, natürlich auch Ablehnung signalisieren können. Die mit der Planung Beauftragten haben sich diesen Sorgen oder auch Ablehnungen anzunehmen und in die Planung einzubeziehen. Dieses Grundprinzip der demokratischen Bürgerbeteiligung sollte auch in der Stadtverwaltung Nordhausen gelten. Leider kann man nach den Ausführungen der Nordhäuser Bürgermeisterin Frau Rinke und ihres Baudezernenten Herrn Beyse nicht mehr davon ausgehen, das die Bedenken der Bürger in eine solche Bauplanung überhaupt einfließen können bzw. Einsprüche gegen Bauprojekte dieser Art ernst genommen werden. Herr Baudezernent Beyse fest: Von unserem Plan der Industrieansiedlung in der Goldenen Aue rücken wir nicht mehr ab. Hier werden die Ängste und Sorgen der Bürger als Polemik abgetan und Diejenigen, die sich für Ihre Mitbürger und die Umwelt engagieren, und nicht alles kritiklos abnicken als Verhinderer des wirtschaftlichen Aufschwunges angesehen und vorgeworfen in egoistischer Weise den Arbeitslosen die Zukunft zu nehmen. Wir sehen auch weiterhin unsere Aufgabe darin, die Öffentlichkeit über die Pläne der Stadt Nordhausen und des Planungsverbandes aufzuklären, und darin gehen wir mit Frau Rinke und Herrn Beyse überein, die Betroffenen aufzufordern sich die Planungsunterlagen konkret anzusehen und zu lesen was erklärtes Ziel ist. Diese Zielsetzung wird in allen öffentlichen Äußerungen der Planer verschwiegen oder nur unzureichend dargestellt. Hier werden seitens der Planer Nebelbomben geworfen. Jeder, der sich die Planungsunterlagen ansieht wird z.B. auf Seite 15 Punkt 10: Planinhalt und unter Punkt 10.1.1: Art der baulichen Nutzung folgendes finden: Hier sollen insbesondere diejenigen Betriebe ihren Standort finden, die wegen ihrer Flächenintensität und hohen Störgrades durch Emission in anderen Gebieten bzw. Gebietsarten unzulässig sind. Weiterhin sind einige weitere interessante Dinge zu finden, z.B. das von den Orientierungswerten für allgemeine Wohngebiete in Bezug auf den Lärmschutz abgewichen werden darf und zwar bis zu 5db. höher, Um die Funktionalität des Industriegebietes zu erhöhen. Gebäudehöhen sind mit 40 Meter angegeben, doch auch hier werden Überschreitungen von vornherein zugelassen. Vorgenannte Überschreitungen wären geringfügig und es wäre wichtiger ein funktionsfähiges Industriegebiet zu schaffen, als weitere Einschränkungen der Nutzung vorzunehmen und die Konkurrenzfähigkeit zu verschlechtern. Besorgniserregend empfinden wir, dass in den öffentlichen Äußerungen versucht wird, die Bürgerinitiative als Unruhestifter aus Urbach abzustempeln. Wir weisen ausdrücklich daraufhin, das der Protest aus allen betroffenen Gemeinden der Goldenen Aue stammt. Dies wird eine Unterschriftenliste gegen das Industriegebiet belegen, die den Planern als demokratisches Mittel des Einspruchs übergeben wird. Auch wir wollen, dass in unserer Region Arbeitsplätze geschaffen werden, auch vor unserer Haustür, doch darf es sich die Politik nicht so leicht machen, die Begehrlichkeiten der Investoren über die Interessen derjenigen zu stellen, für dessen Wohl sie sich einzusetzen haben. Hier sollen mit den wenigsten Einschränkungen der Nutzung Investoren angelockt werden, die woanders, auch auf den brachliegenden Industrieflächen der Stadt Nordhausen, aufgrund ihres Störgrades nicht erwünscht sind. Ebenso sind wir bestürzt, wie leichtfertig die Zukunft der bäuerlichen Betriebe und Agrargenossenschaften aufs Spiel gesetzt wird. Die Goldene Aue ist seit jeher eine Domäne der Landwirtschaft und man macht sich über deren Zukunft keinerlei Gedanken. Zitat Frau Rinke in einer Tageszeitung: Der Landwirtschaft gebe ich nur geringe Zukunftschancen Wenn man sieht wie viele Investitionen die Agrargenossenschaften in den letzten Jahren getätigt haben um konkurrenzfähig zu sein und die hohen Erträge die erwirtschaftet werden, ist das ein Schlag ins Gesicht. Das konstruktive Gespräch mit den Bürgern wird zwar in öffentlichen Stellungnahmen der Planer gefordert und vermisst, doch bis zum heutigen Tage sind unsere Briefe und Eingaben unbeantwortet, auch habe ich Frau Rinke oder Herrn Beyse noch in keiner öffentlichen Versammlung in der Goldenen Aue zu diesem Thema gehört. Wahrscheinlich werden die Planer den Ernst der Lage erst erkennen, wenn Sie den Protest der gesamten Goldenen Aue spüren.
Wir werden auch weiterhin für den Erhalt unserer Heimat kämpfen, auch unter der Prämisse der Agenda 21, für die sich im Planungsverband niemand zu interessieren scheint.
Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue
Klaus-Dieter Korb, Urbach
Betrachtet: Panta Rhei
Panta Rhei dieser lateinische Ausspruch für alles fließt hat wohl auch nach Jahrhunderten nichts von seiner Bedeutung verloren. Nichts wird mehr so sein wie es war, alles wird anders sein als es ist. Auch in Nordhausen, auch in der Goldenen Aue. Da wird ein großes Industriegebiet geplant, seit Jahren wird hinter vorgehaltener Hand von Investoren gesprochen. Klar, das Thema ist äußerst sensibel, doch das künftige Industriegebiet und seine jetzige Planung waren alles andere als verschwiegen. Aber: es ist sensibel. Und alle Gemeinden, alle Räte in der Goldenen Aue wollten das Gebiet. Und da war nie von einem Gewerbegebiet die Rede, immer von einem Industriegebiet.
Glauben viele zugezogene und Ur-Urbacher denn wirklich, es würde einzig auf ihre schöne Aussicht Rücksicht genommen, wenn es bei einer Investition um 100, 200 oder 1.000 Arbeitsplätze gehen würde. Könnten die Mitglieder der Bürgerinitiative den Menschen in die Augen schauen, die sehnsüchtig nach produzierender Industrie Ausschau halten, um endlich einen Arbeitsplatz zu bekommen?
In Bleicherode, in Sollstedt oder Nordhausen ist die Luft sauberer geworden. Nicht nur, weil statt mit Kohle nun mit Öl oder Gas geheizt wird. Die Luft wurde auch reiner, weil die wirtschaftliche Landschaft bereinigt wurde. Ich habe in den zurückliegenden acht Jahren viele Politiker erleben dürfen, die sehnsüchtig nach dem Investor geblickt hatten. Sie konnten ihn mitunter fast schon präsentieren, dann jedoch war er wieder verschwunden. Gründe dafür gab es genug: Keine Autobahn in der Nähe, keine Tennishalle für die Freizeit, keine Eliteschule für den Nachwuchs. Aber es gab auch Unternehmen, für deren Ansprüche einfach kein Platz da war. Zwischen Bielen und Urbach ist Platz auf mehr als 100 Hektar. Wo schon im Landkreis Nordhausen ist derart viel Fläche nicht unmittelbar in der Nähe eines Vorgartens vorhanden? Wo im Landkreis Nordhausen kann der Quadratmeter Fläche für eine Mark angeboten werden? Mehr zahlen auch weltweit agierenden Firmen auf keinen Fall. Aber sie haben Alternativen in Mexiko, Polen.... und sogar im Eichsfeld. Ich kenne kein Industriegebiet im Landkreis mit solch einer Ausdehnung und solchen Konditionen, auch kein Gewerbegebiet.
Nun soll es den Urbachern vor die Tür gesetzt werden. Einem wird es immer vor die Tür gesetzt, doch im Qualm ersticken, vor Lärm taub werden das alles ist doch längst Geschichte.
Die Standpunkte der beiden Seiten sind noch nicht verhärtet, noch ist es Zeit, miteinander zu reden. Ein Kompromiß könnte gefunden werden. Doch ein Zerreden des geplanten Vorhabens zwischen Nordhausen und Urbach wird der Region trotz Autobahn einen schweren Schaden zufügen. Und solch schlechte Nachrichten, die sprechen sich schnell herum: In Erfurt, Berlin und Brüssel. Vor allem aber in Chefetagen der Unternehmen, die vielleicht, aber auch nur vielleicht auf der deutschen Landkarte einen kleinen Kreis auf die Region der Goldenen Aue gezeichnet haben. Aber auch hier gilt: Nichts ist statisch panta rhei!
Peter Stefan Greiner
Fünf Tage lang wird in Nordhausen Party mit Jesus gefeiert
Eine Party mit Jesus soll heute stattfinden. Dazu sind alle interessierten jungen Nordhäuser in das Humboldt-Gymnasium der Rolandstadt eingeladen. Sozusagen als Vorprogramm wird da die Liveübertragung von Jesus House von der Expo in Hannover per Satellit direkt nach Nordhausen und 400 anderen europäischen Orten eingespeist. Und das an jedem Abend bis zum Samstag. Danach kündigt der Arbeitskreis der evangelischen Allianz Nordhausen fünf Jugendabende mit Musik, Talk und Message an. Verschiedene Interpreten und Bands gestalten das Programm. Mit dabei sind unter anderem Beatbetrieb, die im vergangenen Jahr den Nachwuchswettbewerb von VIVA gewonnen hatten, oder One a mission aus Marburg.
Ziel der Veranstaltungen soll es sein, Gespräche über Jesus und die Welt anzuregen und Lebensfragen zu diskutieren, versprechen die Veranstalter.
