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Bei der Bahn geht die Post ab!

Dienstag, 31. Mai 2005, 09:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Nach Informationen der Deutschen Bahn wird es in diesem Sommer auf der Südharzstrecke richtig rund gehen. Das bringt zeitweise auch einige Unbequemlichkeiten mit sich. Die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ hat sich das alles mal ganz genau angesehen...


„Soweit wir dies beurteilen können, bemüht sich die Bahn aber, ihren Kunden soweit wie möglich entgegen zu kommen. Im Interesse der Zukunftssicherheit der Südharzstrecke akzeptieren wir dies und freuen uns auf den neuen Fahrplan mit schnelleren Fahrzeiten" kommentiert Michael Reinboth von "Höchste Eisenbahn" die bis jetzt bekannt gewordenen Pläne der Bahn, zu denen Dr. Klein von DB Regio bereits im Februar einige Angaben gemacht hatte.

Ab Mitte Juni wird es zunächst einmal zu umfangreichen Gleisbauarbeiten zwischen Northeim und Göttingen kommen. Alle Regionalbahnen aus dem Südharz enden dann in Northeim, die Weiterfahrt erfolgt mit dem Bus, dem Regionalexpress oder dem Intercity. Auf Bitten der Initiative hin wird die DB in den Intercities während der Bauphase Zeitkarten des VSN ohne Aufpreis anerkennen. "Pendler nach Göttingen können also in der Bauphase durch Nutzung des IC Zeitverluste vermeiden" meint Reinboth, der sich freilich auch eine Anerkennung normaler VSN-Tickets hätte vorstellen können. DB-Fahrscheine gelten im IC ohnedies. Der frühmorgens in Herzberg um 06:51 Uhr beginnende Zug verkehrt weiterhin durchgehend bis Göttingen.

Im Juli und August soll dann das Gleis zwischen Scharzfeld und Walkenried erneuert werden. In dieser Zeit wird von Montag bis Freitag eingleisig gefahren. Durch Verlegung der Zugkreuzungen nach Walkenried werden aber die Fahrzeiten im Abschnitt Göttingen - Walkenried und zurück unverändert beibehalten. Lediglich zwischen Walkenried und Nordhausen ergeben sich Verschiebungen um einige Minuten. An den Wochenenden wird die Strecke wegen des Umbaus aller Bahnübergänge dann vollständig gesperrt. Zwischen Herzberg und Walkenried pendeln dann Busse. Die Anschlüsse in Herzberg, Northeim und Göttingen bleiben gewahrt, aber in Nordhausen klappt es nicht mehr in allen Fällen. Hierauf wird die DB mit eigenen Faltblättern hinweisen.

Schließlich steht im Oktober der Totalumbau des Bahnhofs Scharzfeld an. Während dieser zwei Wochen verkehren zwischen Herzberg und Walkenried Busse, ab Herzberg und ab Walkenried Züge. Die Anschlüsse in Herzberg, Northeim und Göttingen sind wiederum gegeben, in Nordhausen wird es jedoch nicht bei jedem Zug funktionieren. Ab Oktober können dann nach den der Initiative vorliegenden Informationen auch keine Züge in Scharzfeld mehr halten.

"Den Kunden wird schon einiges zugemutet. Aber ab November haben wir dann weitere 15 km sanierte Strecke und damit den gesamten Abschnitt Nordhausen - Scharzfeld erneuert bekommen. Zusammen mit dem neuen Triebwagen, der ab Sommer auf die Strecke kommen soll, ergibt dies einen noch besseren Fahrplan bei mehr Reisekomfort. Wir hoffen, dass die DB die Bauarbeiten mit Faltblättern und vielleicht mehr Servicepersonal begleitet, und erwarten, dass alle Arbeiten in der kürzest möglichen Zeit erledigt werden" fasst Reinboth das geplante Geschehen zusammen. Rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten wird es weitere Informationen geben.
Autor: nnz

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