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Arbeitsladen war erfolgreich

Freitag, 27. Mai 2005, 06:55 Uhr
Nordhausen (nnz). In der Fachhochschule gab es jetzt einen Arbeitsladen, bei dem auch die Stadt Ellrich eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielte. Wenn Sie jetzt wissen wollen, was sich hinter diesem „Arbeitsladen“ verbirgt“, dann klicken Sie einfach auf MEHR.

Arbeitsladen war erfolgreich (Foto: nnz) Arbeitsladen war erfolgreich (Foto: nnz)

Moderne Menschen sagen zu Arbeitsladen auch Workshop, jedenfalls solch einen zu Geodaten-Informationssystemen hatte die Fachhochschule Nordhausen veranstaltet und baut damit nach eigenen Angaben ihre Kompetenzen im Feld der Geodateninformations-Systeme weiter aus. Zusammen mit der Stadt Ellrich als Modellregion für ein kommunales Planungsinstrument wird derzeit eine Methodik erarbeitet, wie Geodateninformationssysteme auf kommunaler Ebene genutzt werden können.

Ziel ist, mittels kommunaler Geodaten und Geobasisdaten die Einheitsgemeinde Ellrich in die Lage zu versetzen, zum einen ihre Verwaltungsprozesse in Bezug auf Auskunft, Planung/ Bau, Genehmigungen und Gebühren zu optimieren und gleichzeitig ihre Auskunftspflicht gegenüber Bürgern, Unternehmen und Behörden gerecht werden. Die ersten Arbeitsergebnisse wurden gestern den Projektbeteiligten in einem Workshop vorgestellt.

Als einer der ersten Schritte wird dazu in Kooperation mit der TLUG Weimar ein Bodenschutz-Tool entwickelt. Langfristig sollen in dieses System nicht nur die klassischen Geodaten eingepflegt werden, Ziel ist vielmehr die Vernetzung unterschiedlicher Dateninformationen, um schneller, besser und effektiver arbeiten zu können. Die zahlreichen Projektbeteiligten bzw. Interessierten zeigten die ganze Bandbreite der zukünftig dort dargestellten Daten auf. Projektbeteiligte sind neben der FH Nordhausen:

- Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Weimar,
- Stadt Ellrich
- TEAG Thüringer Energie AG
- Gasversorgung Thüringen GmbH
- Abwasserzweckverband Südharz.

Die Mitarbeit zugesagt hat die Deutsche Telekom AG, und auch der Wasserverband Nordhausen hat Interesse bekundet. In diesem Workshop wurde den Projektbeteiligten dargelegt, wie es gelungen ist, die unterschiedlichen Daten so aufzubereiten, dass sie in einem einheitlichen Format dargestellt werden können. Die am Projekt Beteiligten zeigten sich begeistert, da mit dieser schnellen Integration der doch sehr unterschiedlichen Daten so schnell nicht gerechnet worden war. Ein großer Erfolg, der von allen Beteiligten, die in dieser Konstellation erstmalig so zusammengekommen waren, gewürdigt wurde. Alle Beteiligten möchten vor dem Hintergrund dieses Anfangserfolgs dem Projekt treu bleiben und sind schon jetzt gespannt, welche Ergebnisse das für Jahresende geplante 2. Kolloquium mit Interessenten der Region Nord-thüringen zeigt.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass die Einrichtung eines GeoDatenInformationsZentrums im Kompetenzzentrum im Jahre 2006 eine für die Region höchst ertragreiche Angelegenheit darstellt. Er soll folgende Aufgabenstellungen haben:

- Netzknoten in der Thüringer Geodateninfrastruktur,
- Portal für das Veröffentlichen von Geofachdaten,
- Datenprüfer und Datenhomogenisierer,
- Kontaktadresse für Firmen und Kommunen, die Beratung und neue Lösungen im Rahmen einer Forschungskooperation suchen. Mit der Zusammenführung dieser Daten wird die Hochschule nicht nur zum Impulsgeber eines Pilotprojekts.

Die besondere Bedeutung liegt darin, dass sich die Hochschule damit erneut als Dienstleister für Aufgaben der Öffentlichkeit versteht, die über die klassische Lehre, Forschung und Weiterbildung hinausgeht. Sie übernimmt Aufgaben, die an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Unternehmen und Bürgern liegen und zeigt auf, wie zukünftig auch mit geringerem Budget klassische Arbeiten der Verwaltung serviceorientiert gelöst werden können.
Autor: nnz

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