Handball-Landesliga Frauen
NSV punktet nach deutlichem Rückstand
Dienstag, 03. März 2020, 11:27 Uhr
Die Handballfrauen des Nordhäuser SV haben den 3. Tabellenplatz in der Landesligastaffel I fest im Griff. Bei der SG Wutha-Farnroda/Eisenach kam man zu einem 35:35-Unentschieden und liegt drei Spiele vor Abschluss der Vorrunde weiter mit vier Punkten Vorsprung vor Meiningen...
SG Wutha-Farnr./Eisenach - Nordhäuser SV 35:35 (15:17)
Das Remis musste allerdings nach einem komplett verrückten Spielverlauf erst durch einen energischen Schlussspurt hart erkämpft werden.
Die Gastgeberinnen wollten sich natürlich für die deutliche 24:32-Hinspielniederlage revanchieren, waren hochmotiviert. Das 1:0 für die SG konnte Diana Bückert zwar postwendend ausgleichen, doch die weitere Startphase gehörte eindeutig den Gastgeberinnen, die sich nach knapp zehn Minuten eine deutliche 9:4-Führung erspielt hatten.
Die Abstimmung in der NSV-Abwehr stimmte da überhaupt noch nicht. In der Folge aber wurde zumindest das Angriffsspiel besser und man kämpfte sich bis auf 9:10 (14.) heran. Die SG behielt aber zunächst noch die Spielhoheit, setzte sich wieder bis auf 13:10 (21.) ab. Doch das NSV-Team schien nun endlich richtig auf Betriebstemperatur gekommen, agierte nun auch in der Abwehr konzentrierter und ließ sich nicht mehr abschütteln.
Auch eine Auszeit der SG brachte nicht gewünschten Erfolg, denn Martje Mauritschat gelang vier Minuten vor dem Pausenpfiff per Strafwurf der Ausgleich zum 14:14 und wenig später brachten Clara Fiedler und Diana Bückert Nordhausen sogar mit 16:14 in Führung. Claudia Dudek vom Punkt markierte schließlich die 17:15-Pausenführung für die Gäste.
Pause waren in der Vergangenheit oftmals nicht gut die NSV-Frauen. Und das war es leider auch in Wutha-Farnroda wieder einmal. Es waren noch keine drei Minuten der zweiten Halbzeit gespielt, da hatten sich die Gastgeberinnen mit 20:19 die Führung zurückgeholt.
Zwar blieb das NSV-Team durch gute Angriffsaktionen bis zum 24:23 (39.) in Schlagdistanz, doch dann nutzte die SG die wieder deutlicher werdenden Abwehrschwächen der Gäste konsequent aus. Über 29:24 (43.) enteilte die SG bis auf 34:27. Zehn Minuten vor Ultimo schien die Vorentscheidung gefallen. Drei Treffer in Folge durch Claudia Dudek, Diana Bückert und Luise Weber zum 30:34 (54.) veranlassten Heimtrainer Raphael Bischoff zu einer Auszeit. Er mahnte seine Frauen, in der Konzentration nicht nachzulassen. Sein Ruf verhallte.
Ballverlust und Luise Weber traf zum 31:34. Und es kam noch schlimmer für die SG. Wurden zuvor alle bis dahin gegen den NSV verhängten sechs Siebenmeter sicher verwandelt ging der siebente nebens Tor und der wenig später folgende Achte wurde pariert. Zweimal Neele Arnold sorgte im Gegenzug für den 33:34-Anschlußtreffer. Noch einmal konnte sich die SG durch ihre überragende Franziska Cziha (14 Tore) etwas Luft verschaffen, doch Clara Fiedler hielt die Nordhäuser Hoffnungen mit dem 34:25 am Glimmen.
Der Funke aber schien 40 Sekunden vor Schluss endgültig zu erlöschen. Noch einmal Strafwurf für die SG. Aber auch der wurde verworfen und Luise Weber traf im nach schnellem Gegenzug zum 35:35-Ausgleich. Auch eine letzte Auszeit half den Gastgeberinnen nicht mehr. Für sie glich das späte Unentschieden mehr einer Niederlage. Und Nordhausens Trainer Roy Grob mit einem Schmunzeln: Ich verstehe überhaupt nicht, wie meine Frauen sieben Tore noch aufholen konnten. Es war eben ein total verrücktes Spiel.
Nordhausen: Emilie Heise/Nicole Kaempfe – Clara Fiedler (3), Jenny Mohrig (1), Evelyn Kallmeyer, Luise Weber (9), Neele Arnold (4), Lydia Rosenstock, Diana Bückert (6), Claudia Dudek (9/5), Martje Maurischat (2/1), Marianne Kiel (1)
Uwe Tittel
Autor: redSG Wutha-Farnr./Eisenach - Nordhäuser SV 35:35 (15:17)
Das Remis musste allerdings nach einem komplett verrückten Spielverlauf erst durch einen energischen Schlussspurt hart erkämpft werden.
Die Gastgeberinnen wollten sich natürlich für die deutliche 24:32-Hinspielniederlage revanchieren, waren hochmotiviert. Das 1:0 für die SG konnte Diana Bückert zwar postwendend ausgleichen, doch die weitere Startphase gehörte eindeutig den Gastgeberinnen, die sich nach knapp zehn Minuten eine deutliche 9:4-Führung erspielt hatten.
Die Abstimmung in der NSV-Abwehr stimmte da überhaupt noch nicht. In der Folge aber wurde zumindest das Angriffsspiel besser und man kämpfte sich bis auf 9:10 (14.) heran. Die SG behielt aber zunächst noch die Spielhoheit, setzte sich wieder bis auf 13:10 (21.) ab. Doch das NSV-Team schien nun endlich richtig auf Betriebstemperatur gekommen, agierte nun auch in der Abwehr konzentrierter und ließ sich nicht mehr abschütteln.
Auch eine Auszeit der SG brachte nicht gewünschten Erfolg, denn Martje Mauritschat gelang vier Minuten vor dem Pausenpfiff per Strafwurf der Ausgleich zum 14:14 und wenig später brachten Clara Fiedler und Diana Bückert Nordhausen sogar mit 16:14 in Führung. Claudia Dudek vom Punkt markierte schließlich die 17:15-Pausenführung für die Gäste.
Pause waren in der Vergangenheit oftmals nicht gut die NSV-Frauen. Und das war es leider auch in Wutha-Farnroda wieder einmal. Es waren noch keine drei Minuten der zweiten Halbzeit gespielt, da hatten sich die Gastgeberinnen mit 20:19 die Führung zurückgeholt.
Zwar blieb das NSV-Team durch gute Angriffsaktionen bis zum 24:23 (39.) in Schlagdistanz, doch dann nutzte die SG die wieder deutlicher werdenden Abwehrschwächen der Gäste konsequent aus. Über 29:24 (43.) enteilte die SG bis auf 34:27. Zehn Minuten vor Ultimo schien die Vorentscheidung gefallen. Drei Treffer in Folge durch Claudia Dudek, Diana Bückert und Luise Weber zum 30:34 (54.) veranlassten Heimtrainer Raphael Bischoff zu einer Auszeit. Er mahnte seine Frauen, in der Konzentration nicht nachzulassen. Sein Ruf verhallte.
Ballverlust und Luise Weber traf zum 31:34. Und es kam noch schlimmer für die SG. Wurden zuvor alle bis dahin gegen den NSV verhängten sechs Siebenmeter sicher verwandelt ging der siebente nebens Tor und der wenig später folgende Achte wurde pariert. Zweimal Neele Arnold sorgte im Gegenzug für den 33:34-Anschlußtreffer. Noch einmal konnte sich die SG durch ihre überragende Franziska Cziha (14 Tore) etwas Luft verschaffen, doch Clara Fiedler hielt die Nordhäuser Hoffnungen mit dem 34:25 am Glimmen.
Der Funke aber schien 40 Sekunden vor Schluss endgültig zu erlöschen. Noch einmal Strafwurf für die SG. Aber auch der wurde verworfen und Luise Weber traf im nach schnellem Gegenzug zum 35:35-Ausgleich. Auch eine letzte Auszeit half den Gastgeberinnen nicht mehr. Für sie glich das späte Unentschieden mehr einer Niederlage. Und Nordhausens Trainer Roy Grob mit einem Schmunzeln: Ich verstehe überhaupt nicht, wie meine Frauen sieben Tore noch aufholen konnten. Es war eben ein total verrücktes Spiel.
Nordhausen: Emilie Heise/Nicole Kaempfe – Clara Fiedler (3), Jenny Mohrig (1), Evelyn Kallmeyer, Luise Weber (9), Neele Arnold (4), Lydia Rosenstock, Diana Bückert (6), Claudia Dudek (9/5), Martje Maurischat (2/1), Marianne Kiel (1)
Uwe Tittel
