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nnz-Kurznews am Wochenende (2)

Sonntag, 22. Mai 2005, 16:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen an diesem Samstag in Thüringen und Deutschland so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Bilder zur Bibel
„Marc Chagall - Bilder zur Bibel“ ist der Titel einer Ausstellung mit Originallithographien des jüdischen Malers, die heute in Suhl eröffnet worden war. „Eine ähnlich hochkarätige Ausstellung war in Suhl bisher nicht zu sehen“, sagte Kulturamtsleiter Matthias Rolfs. Alle 43 ausgestellten Bilder von Marc Chagall haben einen engen Bezug zur Bibel. Sie sind bis zum 5. Juni im Haus „Philharmonie“ zu sehen. Ergänzt wird die Schau durch Texte von Suhler Bürgern zu den Lithographien.


Jugend soll wandern
Zum 105. Deutschen Wandertag wollen Veranstalter und Teilnehmer Wege suchen, um Jugendliche und Kinder stärker zum Wandern zu animieren. „Wir werden den Blick schwerpunktmäßig auf das Thema Jugend und Familie lenken“, sagte Organisationschefin Sabine Christophersen. Unter dem Motto „Für Herz und Sinne wandern“ werden vom 21. bis 25. Juli in Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg bis zu 30 000 Wanderer aus ganz Deutschland erwartet.


Weniger Interesse
Den Eurovision Song Contest wollten in diesem Jahr deutlich weniger Fernsehzuschauer sehen als in den Vorjahren. Rund sieben Millionen Menschen erlebten in der ARD das Debakel für die deutsche Teilnehmerin Gracia. Letztes Jahr gab es noch elf Millionen Zuschauer. Gracia kam mit ihrem Lied „Run & Hide” mit vier Punkten auf den letzten Rang. Sieger war erstmals Griechenland. Die Sängerin Helena Paparizou gewann in Kiew mit ihrem Song „My Number One”. In Athen feierten viele Menschen auf den Straßen.

Streit um Erhöhung
Die Beiträge der Ersatzkrankenkassen müssen nach Ansicht von Verbandschefin Doris Pfeiffer nächstes Jahr wieder steigen. Pfeiffer erwartet laut „Bild am Sonntag” eine Erhöhung um 0,2 Prozentpunkte auf durchschnittlich 14,4 Prozent. Der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums, Klaus Vater, sagte, die Schätzung sei auf völlig unzureichender Datenbasis vorgenommen worden. Die Bundesregierung drängt die Kassen schon seit längerem, ihre Beiträge zu senken.


Umfeld „erkunden“
Die Bundesagentur für Arbeit will angeblich das soziale Umfeld von arbeitswilligen Hartz-IV-Betroffenen genau erkunden. Laut „Bild am Sonntag” sollen die Betreuer Fragen zum Beispiel über Freundschaften, „Beziehungsstärke” und Wohnsituation stellen. Auch um Gesundheitsdaten wie Krankenhausaufenthalte geht es nach Angaben des Blattes. Der Bericht sorgte umgehend für Protest. Der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar forderte Aufklärung über die Pläne. Politiker von SPD und FDP reagierten mit Empörung.


Ermittlungen bestätigt
Trotz Dementis der Bundesagentur für Arbeit wird nach Informationen des „Focus” gegen Mitarbeiter der BA- Regionaldirektion Hessen wegen Korruption ermittelt. Zollfahnder hätten bestätigt, dass beim Bayerischen Landeskriminalamt „umfangreiche Ermittlungen” laufen, hieß es in dem Bericht. Die BA- Mitarbeiter sollen im Zusammenhang mit der Einschleusung von 1500 ungarischen Arbeitern als Billigkräfte für die Fleischindustrie, im Baugewerbe und der Metallverarbeitung Vorteile genossen haben.


Sommerhaus eröffnet
Das einstige Sommerhaus des Physikers Albert Einstein in Caputh bei Berlin ist der Öffentlichkeit übergeben worden. Das Haus, in dem der Nobelpreisträger vor seiner Emigration die Sommerurlaube verbrachte, wurde vollständig renoviert. Das Haus solle Treffpunkt für Wissenschaftler aus der ganzen Welt, besonders auch aus Deutschland und Israel, werden, sagte Bundeswissenschaftsministerin Edelgard Bulmahn. Im Juni will Kanzler Gerhard Schröder hier 30 Nobelpreisträger empfangen.


Neonazis überprüft
Etwa 100 in der Mehrzahl deutsche Neonazis sind auf dem Gelände einer Autobahnraststätte im Elsass von der Polizei überprüft worden. Sie wollten zu einem Konzert vermutlich bei Rastatt in Baden-Württemberg, teilte die französische Polizei in Straßburg mit. Waffen seien nicht gefunden worden. Die deutsche Polizei sei über die Weiterfahrt der Neonazis informiert worden, hieß es.
Autor: nnz

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