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nnz-Kurznews am Wochenende

Samstag, 21. Mai 2005, 17:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Was in Thüringen an diesem Samstag in Thüringen und Deutschland so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Im Suff gefahren
Ein betrunkener 18-Jähriger hat in der Nacht zum Samstag in Kleinbreitenbach im Ilmkreis mit seinem Auto eine Grundstücksmauer mit Zaun und Tor umgefahren. Eine Straßenlaterne sei 50 Meter weit geschleudert worden, teilte die Polizei in Arnstadt mit. Steine der zertrümmerten Mauer beschädigten zwei geparkte Autos, zudem stürzten Bäume um. Der mit mehr als zwei Promille alkoholisierte 18-Jährige war in einer Linkskurve von der Straße abgekommen. Der Sachschaden beträgt laut Polizei 18 500 Euro.


Beste Rettungsschwimmer
Im Kyffhäuser-Kreis wurden heute Thüringens beste Nachwuchs-Rettungsschwimmer ermittelt. 150 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren messen sich in der Bundeswehrschwimmhalle Sondershausen und im Ferienpark Feuerkuppe bei Straußberg in verschiedenen Disziplinen vom Tauchen bis zur Ersten Hilfe. Die Teilnehmer am Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes hatten sich in Kreisentscheiden qualifiziert. Die Sieger werden am Sonntag in Straußberg geehrt.


Bücher überlassen
Die Goethe-Gesellschaft in Weimar überlässt der Stiftung Weimarer Klassik bis zu 40 000 Bücher sowie Bilder und andere Archivbestände als Dauerleihgabe. Das hat die Mitgliederversammlung der 1885 gegründeten literarischen Gesellschaft am Freitagabend beschlossen. Die Mitglieder wollen damit Rechtsklarheit über ihr Eigentum schaffen, das die Stiftung seit Jahrzehnten verwahrt und nutzt. Dazu soll ein Kooperationsvertrag geschlossen werden.


Kirchen verlieren Mitglieder
Die Kirchen in Thüringen leiden trotz zahlreicher Aktionen noch immer unter Mitgliederschwund. Das Ausmaß der Kirchenaustritte fällt im Vergleich zu den ersten Jahren nach 1990 jedoch eher bescheiden aus und hat zum Teil andere Gründe, ergab eine dpa-Umfrage. „Das hat sich stabilisiert“, sagte Kirchenrat Ralf-Uwe Beck, Sprecher der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen. „Wir haben im Jahr rund 500 Wiedereintritte und etwa 2500 Austritte.“ Die katholische Kirche klagt ebenfalls über Schrumpfung.


Häuptling in Ilmenau
Der Rektor der Technischen Universität Ilmenau, Peter Scharff, sieht seine Ehrung mit einer afrikanischen Häuptlingswürde zum Start der Internationalen Studentenwoche ISWI als Auszeichnung für alle Organisatoren. „Nicht ich als Person werde geehrt, sondern der Repräsentant der TU Ilmenau und damit die Organisatoren der ISWI“, sagte Scharff in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Ein Student aus Nigeria hatte den Chemiker als Häuptling vorgeschlagen. An dem Treffen bis 29. Mai nehmen 380 Studenten aus 79 Ländern teil.


Mehr Rente für Mütter
Mit der geplanten Reform des Unterhaltsrechts müssen nach Ansicht von Thüringens Justizminister Harald Schliemann (CDU) auch die Rentenansprüche für Mütter deutlich verbessert werden. „Der Versorgungsausgleich sollte schon deswegen mit in den Blick genommen werden, weil die Renten künftig sehr viel magerer ausfallen“, sagte Schliemann in einem dpa-Gespräch. Stärker als bisher müssten Frauen für Kinder eigene Anwartschaften erwerben können. Die Unterhalts-Reform gehe in die richtige Richtung.


Joschka ist wütig
Außenminister Joschka Fischer ist nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel” wütend auf Grünenchef Reinhard Bütikofer. Nur mit Rücksicht auf den Wahlkampf in NRW habe er seinen Groll unterdrückt, hieß es unter Berufung auf einen Fischer- Vertrauten. Fischer sei verärgert über Bemerkungen Bütikofers zur Visa-Affäre. Er hatte eingeräumt, die Grünen hätten deswegen an Glaubwürdigkeit verloren. Außerdem hatte Bütikofer gesagt, vor einem Abschied der Gründergeneration müsse die Partei „nicht zittern”.


Horrorszenario
Das Bundesfinanzministerium hat einen Bericht über eine Etatlücke von 15 Milliarden Euro 2005 als „Horrorszenario” zurückgewiesen. Ministeriumssprecher Stefan Giffeler sagte, natürlich gebe es „Risiken” im Haushalt. Die Zahlen, die die „Welt am Sonntag” nenne, seien für ihn aber nicht nachvollziehbar. Die Zeitung berichtet, intern sehe die Regierung neben den bereits bekannten Einnahmeausfällen von rund fünf Milliarden Euro auch Mehrausgaben von knapp zehn Milliarden Euro für die Arbeitsmarktreform Hartz IV.


Jackpot-Ansturm
Der Doppel-Jackpot von 27 Millionen Euro hat zu einem Ansturm auf die Lottofilialen geführt. Die Lotto-Gesellschaft rechnet mit rund 20 Prozent mehr Umsatz als an normalen Samstagen. Sowohl im Spiel „6 aus 49” als auch im „Spiel 77” gab es am Mittwoch keine Gewinner. Im Lotto-Topf liegen 21 Millionen Euro. Es ist der dritthöchste Jackpot aller Zeiten in Deutschland. Beim „Spiel 77” warten sechs Millionen auf einen Abholer.


Zusammenarbeit möglich
Einen Tag vor der bundespolitisch wichtigen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gibt es letztes politisches Geplänkel. CSU-Chef Edmund Stoiber bot der rot-grünen Bundesregierung in der „Bild” eine stärkere Zusammenarbeit bis zur Bundestagswahl 2006 an, falls sie in NRW verlieren sollte. Der SPD-Linke Ottmar Schreiner sprach sich in der „Welt” für eine Entmachtung von Superminister Wolfgang Clement aus. In Umfragen liegt Rot-Grün im größten Bundesland bis zu sieben Prozentpunkte hinter CDU und FDP.


Gleiches Sold
Soldaten der Bundeswehr und Beamte der unteren Besoldungsgruppen erhalten von Ende 2007 an in Ost und West das gleiche Gehalt. Für höhere Besoldungsgruppen gilt gleiche Bezahlung von Ende 2009 an. Das stellte Bundesinnenminister Otto Schily in der „Bild”-Zeitung klar. Wie eine Sprecherin des Innenministeriums der dpa in Berlin sagte, ist die gesetzliche Regelung seit September 2003 in Kraft.
Autor: nnz

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