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Points statt Punkte

Freitag, 20. Mai 2005, 17:52 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Jungen Liberalen haben ein volles Programm an diesem Wochenende auf ihrem Landeskongress. Im Jugendgästehaus „Rothleimmühle“, wollen sie sich programmatisch fortentwickeln und folgen damit der Einladung des Nordhäuser Kreisvorsitzenden Marcel Hardrath. Und sie üben sich in der englischen Sprache.


„Unser Ziel ist es, uns den Menschen besser verständlich zu machen .Die Jungen Liberalen sollen die Sprache der Wähler sprechen“, so der Landesvorsitzende Christoph Burmeister. Man wolle sich endlich vom umständlichen Juristendeutsch, wie es sich mittlerweile in allen deutschen Parteien breit gemacht habe, lösen. Der 20-jährige Weimarer sieht darin einen der Gründe für die Politikverdrossenheit in vielen Gegenden Deutschlands. „Mit unserem Vorstoß wollen wir Politik und unsere Positionen dazu in aller Kürze verständlich machen. Besonders unter den Jugendlichen gibt es kaum mehr Verständnis für Seitenlange Grundsatzdiskussionen.“

Sie wollten lieber kurze und knappe, dafür aber eindeutige Standpunkte zu bestimmten Themen. Im Hinblick auf den sich abzeichnenden Regierungswechsel in Deutschland wolle man sich so in einem zwar modernen, aber auch seriösen Gewand präsentieren. „Wenn man so will, dann arbeiten wir geradewegs auf einen Regierungswechsel hin“, so der Landesvorsitzende Burmeister. Schließlich hätten die Jungen Liberalen auf die FDP einigen Einfluss.

Diesem Anspruch soll daher der Leitantrag auf dem Landeskongress Rechnung tragen. Unter dem Titel „JuLis: 12 Points“ sollen 12 konkrete Forderungen diskutiert werden, die nach einem Regierungswechsel schnellstmöglich umgesetzt werden sollen. Die thematische Palette reicht dabei von der Bildungs- über die Wirtschafts- bis hin zur Umweltpolitik. „Der Antrag wird von einer breiten Basis der Kreisverbände getragen und entspricht dem Ziel klarer und konkreter Aussagen“ erläutert Hardrath

Auf dem am Sonnabend und Sonntag stattfinden Frühjahrskongress werden aber auch noch Wahlen stattfinden. So müssen die Delegierten für den Kongress des Bundesverbandes bestimmt werden. Daneben soll auch noch ein Nachfolger für die zurückgetretene stellvertretende Landesvorsitzende gewählt werden. Wie der Nordhäuser Kreisvorsitzende Marcel Hardrath abschließend betonte, ist die Veranstaltung für alle an liberaler Politik interessierten Junge Leute offen. „Wir sind ein transparenter Jugendverband und suchen den Dialog, anstatt uns zu verstecken“, so Hardrath abschließend.
Autor: nnz

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