Ein Tag im Leben der Lili Jacob...
Donnerstag, 19. Mai 2005, 12:56 Uhr
Nordhausen (nnz). In der kommenden Woche wird in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora eine Ausstellung mit erschütternden Dokumenten eröffnet. Die nnz konnte sich schon mal vorab über den Inhalt der Exposition informieren.
Ein Tag im Leben der Lili Jacob... (Foto: nnz)
Am Mittwoch (25.5) wird um 17.00 Uhr in der ehemaligen Feuerwache der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora eine Sonderausstellung mit Fotos aus dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau eröffnet. Zur Eröffnung werden Dr. Bettina Kratz-Ritter von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und Pastor Dirk Tiedemann vom Pfarramt St. Jacobi (Göttingen) sprechen, die in Kooperation mit dem Wallstein Verlag die Wanderausstellung erarbeitet haben. Der Leiter der Gedenkstätte Dr. Jens-Christian Wagner wird den historischen Zusammenhang zwischen den Konzentrationslagern Auschwitz und Mittelbau-Dora erläutern.
Aus heute unbekannten Gründen wurde die Ankunft eines Transports ungarischer Juden im Mai 1944 im Konzentrationslager Auschwitz von Mitgliedern der SS-Wachmannschaft fotografisch dokumentiert – von der Ankunft an der Rampe über die Selektion nach der Arbeitsfähigkeit bis zur Einteilung in die verschiedenen Kommandos und zu den letzten Schritten vor der Gaskammer.
Lili Jacob, die bei Eintreffen dieses Transports in Auschwitz 18 Jahre alt war, überlebte das KZ. Sie wurde über verschiedene Lager schließlich weiter nach Mittelbau-Dora verschleppt. Im April 1945 wurde Lili Jacob dort befreit. Im KZ Mittelbau-Dora fand sie die sorgfältig in ein Album eingeklebten Aufnahmen zufällig in einer Unterkunft der SS und erkannte sich selbst sowie Verwandte und Bekannte aus ihrer Heimat. Sie nahm das Album an sich und gab einige der Fotos an Angehörige der Abgebildeten weiter.
Die Ausstellung basiert auf dem von der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem erarbeiteten Bildband Das Auschwitz-Album: Die Geschichte eines Transports. Das Buch ist im Januar 2005 im Wallstein Verlag erschienen. Alle Interessierten sind eingeladen, an der Eröffnungsveranstaltung teilzunehmen. Der Eintritt ist ebenso wie der Besuch der Ausstellungen in der Gedenkstätte kostenfrei. Die Sonderausstellung wird ab dem 26. Mai täglich außer montags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet sein.
Autor: nnz
Ein Tag im Leben der Lili Jacob... (Foto: nnz)
Am Mittwoch (25.5) wird um 17.00 Uhr in der ehemaligen Feuerwache der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora eine Sonderausstellung mit Fotos aus dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau eröffnet. Zur Eröffnung werden Dr. Bettina Kratz-Ritter von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und Pastor Dirk Tiedemann vom Pfarramt St. Jacobi (Göttingen) sprechen, die in Kooperation mit dem Wallstein Verlag die Wanderausstellung erarbeitet haben. Der Leiter der Gedenkstätte Dr. Jens-Christian Wagner wird den historischen Zusammenhang zwischen den Konzentrationslagern Auschwitz und Mittelbau-Dora erläutern.
Aus heute unbekannten Gründen wurde die Ankunft eines Transports ungarischer Juden im Mai 1944 im Konzentrationslager Auschwitz von Mitgliedern der SS-Wachmannschaft fotografisch dokumentiert – von der Ankunft an der Rampe über die Selektion nach der Arbeitsfähigkeit bis zur Einteilung in die verschiedenen Kommandos und zu den letzten Schritten vor der Gaskammer.
Lili Jacob, die bei Eintreffen dieses Transports in Auschwitz 18 Jahre alt war, überlebte das KZ. Sie wurde über verschiedene Lager schließlich weiter nach Mittelbau-Dora verschleppt. Im April 1945 wurde Lili Jacob dort befreit. Im KZ Mittelbau-Dora fand sie die sorgfältig in ein Album eingeklebten Aufnahmen zufällig in einer Unterkunft der SS und erkannte sich selbst sowie Verwandte und Bekannte aus ihrer Heimat. Sie nahm das Album an sich und gab einige der Fotos an Angehörige der Abgebildeten weiter.
Die Ausstellung basiert auf dem von der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem erarbeiteten Bildband Das Auschwitz-Album: Die Geschichte eines Transports. Das Buch ist im Januar 2005 im Wallstein Verlag erschienen. Alle Interessierten sind eingeladen, an der Eröffnungsveranstaltung teilzunehmen. Der Eintritt ist ebenso wie der Besuch der Ausstellungen in der Gedenkstätte kostenfrei. Die Sonderausstellung wird ab dem 26. Mai täglich außer montags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet sein.
