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Man redet wieder

Donnerstag, 19. Mai 2005, 12:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Lange Zeit herrschte eisige Stille zwischen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite in der Nobas. Jetzt scheint das Eis ein wenig zu tauen. Die nnz hat an der Rothenburgstraße nachgefragt.


Nach der Zeit der Drohungen zur Verlagerung der Produktion und der ersten Demos vor dem Werktor ist jetzt die Zeit der Verhandlungen in der Nobas angebrochen. Gestern tagte nach nnz-Informationen zum ersten Mal die Tarifkommission. Betriebsratsmitglieder und weitere Kollegen saßen der Unternehmensleitung gegenüber. Und dort saß zur Überraschung auch Günter Papenburg, der doch eigentlich überhaupt nichts mehr mit Nordhausen zu tun haben soll. Doch das soll hier nicht weiter beleuchtet werden.

Viel wichtiger ist die Tatsache, daß beide Verhandlungsseiten ihre Angebote oder Forderungen sachlich vorgetragen hatten. Nach Einschätzung von Betriebsratschef Eberhard Klaus besteht Regelungsbedarf auf beiden Seiten. Das betreffe auch die Vorgänge aus den Jahren 2003/2004, unter anderem die Leistungsklagen. Klaus erhofft sich, daß sich die Geschäftsleitung und die klagenden Arbeitnehmer bis zum 8. Juni noch einigen können. Gestern war der Vorschlag gemacht worden, daß man sich auf einen außergerichtlichen Vergleich verständigen könne, wenn im Gegenzug die Arbeitsplätze gesichert werden.

Die Arbeitnehmer hatten darüber hinaus das Angebot unterbreitet, vom aktuellen Tarif nach „unten abzuweichen“ und möglicherweise auch über eine andere (längere) Arbeitszeit zu reden. Das alles soll nun in den kommenden Tagen noch einmal sachlich untersetzt werden. Nach Informationen der nnz könnte es in den nächsten Tagen eine zweite Sitzung der betrieblichen Tarifkommission geben.
Autor: nnz

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