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2001: Stärkstes Jahr für Nordbrand

Freitag, 05. Oktober 2001, 15:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt sie noch ­ die positiven Wirtschaftnachrichten aus der Nordhäuser Region. Ein Garant dafür ist seit Jahren die Nordbrand Nordhausen GmbH.


Das Jahr 2001 könnte aller Voraussicht nach das erfolgreichste in der Geschichte des Unternehmens nach der Wende werden. Alle wirtschaftlichen Indikatoren signalisieren den Nordhäusern, dass die Prognosen nicht nur erfüllt, sondern überboten werden. Und das bei einem Umfeld, das die deutschen Spirituosenhersteller nicht zu Freudensprüngen veranlasst. Der Markt insgesamt ist umkämpfter, der Pro-Kopf-Verbrauch ist mit 5,9 Liter im Jahr auf einen historischen Tiefstand gesunken. Nordbrand hat es also verstanden, mit seiner Produkt- und Marketingstrategie den Mitbewerbern das „Leben schwer zu machen“.

„Diese nunmehr starke Position wollen wir auch in den kommenden Jahren festigen und noch weiter ausbauen“, erläuterte Geschäftsführer Joachim Junker die Unternehmensziele der nnz. Noch mehr Augenmerk als bisher soll dem Ausbau der Traditionsbrennerei gewidmet werden. Hier soll vor allem auf die Marke „Echter Nordhäuser“ noch stärker fokussiert werden. Neben der effektiveren Vermarktung versprechen sich die Nordbrand-Macher auch einen Impuls für die touristische Infrastruktur.

Nicht nur der Absatz der alkoholischen Spezialitäten hat einen Rekordwert erreicht, auch die Rohstoffproduktion konnte in die Höhe gefahren werden. Die Alkoholproduktion hat insbesondere nach dem Austritt des Unternehmens aus dem Branntwein-Monopol neue Höhen erreicht. Davon profitieren auch die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region. 13.500 Tonnen Getreide wird ihnen das Nordhäuser Unternehmen in diesem Jahr abkaufen. In der Brennerei in der Erfurter Straße sind dennoch die Anlagen nicht gänzlich ausgelastet, lassen also „noch Luft“ für eine Produktionssteigerung. Das wird auch in der Konzern-Mutter, der Eckes AG in Niederolm, anerkennend gewürdigt. Dort wird intensiv nachgedacht, eine weitere Standortkonzentrierung in Richtung Nordhausen vorzunehmen.

150 Mitarbeiter zählen seit Jahren innerhalb der Belegschaft an den drei Standorten zum Stamm. Hinzu kommen befristete Arbeitsverhältnisse sowie die Unterstützung durch die Mitarbeiter der Nordthüringer Lebenshilfe. Diese Hilfe ist vor allem bei der Anfertigung solcher Produkte wie der „Wanderhilfe“ oder dem neuesten Schlager, der „Winterhilfe“ von Nöten. Ob nun die Trucks, der neue Adventskalender oder die „hochprozentigen Helfer“ ­ die neue Marketingphilosophie hat dem Hause Nordbrand einen wesentlichen Schub im Bekanntheitsgrad beschert. Hier soll vor allem beim Kunden die Markenbindung durchgesetzt werden. Neben „Echter Nordhäuser“ sind inzwischen auch die Nordbrand-Marken in den neuen Bundesländern ein Renner. Der Nordhäuser Eierlikör ist im Osten die unangefochtene Nummer 1, eigentlicher Shooting-Star ist jedoch der „Pfeffi“. Und vielleicht schwappt die Welle ja auch bald in die alten Bundesländer über. In Bayern, so hörte man am Rande eines heutigen Pressegespräches, ist der „Echte“ aus Nordhausen auf dem Vormarsch.
Autor: nnz

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