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Leserbrief im nnz-Forum

Thüringen soll jetzt neu wählen

Donnerstag, 20. Februar 2020, 13:12 Uhr
Auch unser Leser Tim Schäfer hat sich seine Meinung zu den Vorgängen um die Ministerpräsidentenwahl in Erfurt gebildet und meint: "Das soll in Thüringen bitte nicht so oder ähnlich weitergehen. Thüringen ist wichtig! Soll eine bessere Zukunft bekommen. Eine Zukunft, die durch Neuwahlen jetzt bestimmt wird"…

Es ist erschreckend und viele Thüringer, aber auch viele andere Bundesbürger, machen sich Sorgen. Man wird als Thüringer mitleidig belächelt, seit dem 05. Februar. Nun, ist man eher erschrocken. Über die Parteigrenzen hinweg. Die letzten Vorschläge sind gescheitert. Was kommt da noch? Bitte nicht mehr so weiter! Der Thüringer Landtag sollte schnellstmöglich neu gewählt werden. In der Hoffnung, es stellen sich klarere Verhältnisse ein. Das wäre gut für Thüringens Zukunft, womöglich aber suboptimal für ein paar Parteien und Pöstchen in Erfurt.

Gewählt wird in und für das föderale Thüringen. Zentralistische Vorgaben von Parteien sind aufgrund der politischen Agenda nicht nur fragwürdig. Nein, diese Art „demokratischer Zentralismus“ ist rechtlich auch bedenklich. Wenn es um Thüringer Befindlichkeiten geht, dann sind diese das Primat. Entgegen der alten DDR-Ordnung des damaligen „demokratischen Zentralismus“ als Verfassungsgrundsatz ist auch Thüringen föderal determiniert. Politisch wird das oft angeführt. Bedeutet scheinbar aber nur eine hohle Phrase bezüglich der Realität des Agierens der Parteien selbst. Der Wähler versteht es auch nicht mehr, keine der Parteien profitiert davon.

Wir sollten für schnelle Neuwahlen in Thüringen jetzt auf die Straße gehen. Oder diese politischen Vabanquespiele ohne aufrechten Gang schweigend hinnehmen und unseren staatsbürgerlichen Pflichten folgsam nachkommen. Der Ossi ist nun mal so. Das wir da mitunter noch zusätzlich belächelt werden, ach was solls, oder? Wen juckts, die Parteistrategen scheinbar nicht.
Tim Schäfer
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Autor: red

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