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Junge „Dakotas“ im Landratsamt

Dienstag, 17. Mai 2005, 13:06 Uhr
Nordhausen (nnz). Landrat Joachim Claus (CDU) hatte während seiner 15jährigen Dienstzeit schon mit vielen Menschen zu tun. Kurz vor Pfingsten schlugen jedoch erstmals junge Dakotas ihre Zelte in der Behringstrasse auf.

Junge „Dakotas“ im Landratsamt (Foto: nnz) Junge „Dakotas“ im Landratsamt (Foto: nnz)

Landrat Joachim Claus empfing am Freitag vor Pfingsten im Landratsamt Nordhausen eine sechsköpfige Studentendelegation aus dem US-Bundesstaat South Dakota. In einer kurzen Begrüßungsansprache im historischen Plenarsaal brachte der Kommunalpolitiker seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich die jungen Amerikaner auf ihrer Tour durch den Landkreis auch in die „Niederungen der Politik begeben“ wollten. Er umriss seine Aufgaben und Befugnisse als Landrat und erläuterte den Gästen recht anschaulich Struktur, Aufgaben und Arbeitsweise von Legislative (Kreistag) und Exekutive (Kreisverwaltung). Wörtlich und nicht ohne Stolz fügte er hinzu: „Seit 1990 darf ich Landrat des schönsten Landkreises Thüringens sein“.

Im anschließenden Gespräch wollten die Studenten, die an ihrer Heimatuniversität als Hauptfächer Deutsch und Politik gewählt haben, vor allem wissen, wie man Landrat wird und welche Themen im Wahlkampf vorrangig behandelt werden. Auf alle Fragen gab Joachim Claus sachlich und erschöpfend Antwort. Schließlich luden die jungen Leute ihren Gastgeber spontan zu einem Besuch nach South Dakota ein. Die Studenten aus der „neuen Welt“ befanden sich vom 12. bis 17. Mai auf einer Deutschlandsreise. Initiator und Begleiter ist Prof. Dr. Werner Kitzler, der seit vielen Jahren junge Leute aus den USA mit dem wiedervereinigten Deutschland bekannt macht und die Südharzregion dabei stets mit einbezieht.

Während ihres Aufenthaltes im Landkreis Nordhausen wurden die Studenten vom Vorsitzenden des South-Dakota-Clubs e. V., Dr. Bernd Mansel und Vorstandsmitglied Rita Müller betreut. In Würdigung der Verdienste des erst kürzlich verstorbenen Gründers und langjährigen Vereinsvorsitzenden des South-Dakota-Clubs haben die Studenten ihrer Deutschlandtour den Namen "Detlef-Müller-Gedenkreise“ gegeben.

Auf dem umfangreichen Programm über das Pfingstwochenende standen u.a. Besuche der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, des Panorama-Museums Bad Frankenhausen, des Kyffhäuser-Denkmals sowie eine Begegnung mit der Sülzhayner Jugend und eine Bustour durch den Harz. Heute traten die Studenten mit neuen Erkenntnissen und hoffentlich vielen guten Erinnerungen an Deutschland die Heimreise an.
Autor: nnz

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