nnz-Forumbericht von Bodo Schwarzberg
Bei jedem Sturm ein Umweltdesaster
Mittwoch, 12. Februar 2020, 07:52 Uhr
Die fliegenden gelben Säcke waren vorprogrammiert. Manche rissen und setzten ihren Inhalt frei, der seinerseits vom Wind durch die Stadt getrieben wurde. Aber nicht der Sturm Sabine ist Schuld, sondern zum wiederholten Male ein Nichthandeln Verantwortlicher...
Denn was nützt es, wenn Wissenschaftler vor den Folgen von immer mehr Plastik in unserer Umwelt warnen, wenn aus Plastik freigesetzte, krebserregende Weichmacher in unserem Blut, kiloweise Plastik in Walmägen und Mikroplastik in Nahrungsfischen nachgewiesen werden können und wenn selbst am Grund der Weltmeere in vielen Kilometern Meerestiefe Plastiktüten vor den Kameras der Tauchboote umhertrudeln. All das nützt selbstverständlich nichts - und es wird trotzdem noch lange so bleiben, wenn sich vor Ort bei den Verursachern nichts ändert.
Immerhin: In Nordhausens Innenstadt war gestern zu beobachten, wie manche Sackstapel versucht worden waren, mittels diverser Gewichte vor dem Abflug zu sichern. Das aber wurde von Haus zu Haus ganz unterschiedlich gehandhabt. Und ein einziger vom Wind zerrissener Sack reichte aus, um eine große Fläche zu verschmutzen.
Die Stadt Nordhausen wird hier ihrer Verantwortung nicht gerecht. Trotz ihres gern erwähnten Status als Agenda 21-Kommune, die sich dem viel missbrauchten bzw. schwer zu definierenden Modewort Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt. Solange aber das Problem Plastik und Gelber Sack als Ausdruck unseres Wohlstandes nicht grundlgend gelöst ist, sollte auch das Ordnungsamt dafür Sorge tragen, dass bei Sturmlage keine gelben Säcke im Freien gelagert werden dürfen und im Falle des Zuwiderhandelns ähnlich konsequent vorgehen, wie gegenüber Falschparkern. Die Entsorgung der Gelben Säcke sollte per Beschluss zudem stets auf die Tage nach Abklingen des Sturms verschoben werden.
Hier müssen dringend Regelungen her. Denn in der Stadt umherfliegender Plastik wurde schon mehrfach öffentlich kritisiert. - Ohne, dass offensichtlich wirksame Maßnahmen ergriffen wurden.
Es fehlt hier, wie an anderen Stellen auch im Umweltbereich und in der Gesellschaft, an einer Einheit von Anspruch und Wirlichkeit.
Auch ein Blick z.B. nach Leipzig wäre zu empfehlen: Dort werfen die Einwohner ihr Plastik in feste, abschießbare Behältnisse.
Bodo Schwarzberg
Denn was nützt es, wenn Wissenschaftler vor den Folgen von immer mehr Plastik in unserer Umwelt warnen, wenn aus Plastik freigesetzte, krebserregende Weichmacher in unserem Blut, kiloweise Plastik in Walmägen und Mikroplastik in Nahrungsfischen nachgewiesen werden können und wenn selbst am Grund der Weltmeere in vielen Kilometern Meerestiefe Plastiktüten vor den Kameras der Tauchboote umhertrudeln. All das nützt selbstverständlich nichts - und es wird trotzdem noch lange so bleiben, wenn sich vor Ort bei den Verursachern nichts ändert.
Immerhin: In Nordhausens Innenstadt war gestern zu beobachten, wie manche Sackstapel versucht worden waren, mittels diverser Gewichte vor dem Abflug zu sichern. Das aber wurde von Haus zu Haus ganz unterschiedlich gehandhabt. Und ein einziger vom Wind zerrissener Sack reichte aus, um eine große Fläche zu verschmutzen.
Die Stadt Nordhausen wird hier ihrer Verantwortung nicht gerecht. Trotz ihres gern erwähnten Status als Agenda 21-Kommune, die sich dem viel missbrauchten bzw. schwer zu definierenden Modewort Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt. Solange aber das Problem Plastik und Gelber Sack als Ausdruck unseres Wohlstandes nicht grundlgend gelöst ist, sollte auch das Ordnungsamt dafür Sorge tragen, dass bei Sturmlage keine gelben Säcke im Freien gelagert werden dürfen und im Falle des Zuwiderhandelns ähnlich konsequent vorgehen, wie gegenüber Falschparkern. Die Entsorgung der Gelben Säcke sollte per Beschluss zudem stets auf die Tage nach Abklingen des Sturms verschoben werden.
Hier müssen dringend Regelungen her. Denn in der Stadt umherfliegender Plastik wurde schon mehrfach öffentlich kritisiert. - Ohne, dass offensichtlich wirksame Maßnahmen ergriffen wurden.
Es fehlt hier, wie an anderen Stellen auch im Umweltbereich und in der Gesellschaft, an einer Einheit von Anspruch und Wirlichkeit.
Auch ein Blick z.B. nach Leipzig wäre zu empfehlen: Dort werfen die Einwohner ihr Plastik in feste, abschießbare Behältnisse.
Bodo Schwarzberg
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: redDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.





