Hohenrode bereitet sich auf BuGa-Jahr vor
Es bleibt noch viel zu tun
Donnerstag, 06. Februar 2020, 06:00 Uhr
Im April nächsten Jahres fällt der Startschuss: die Bundesgartenschau kommt nach Thüringen und der Park Hohenrode ist als Außenstandort mit dabei. Im Park hat man sich viel vorgenommen, die kulturellen Planungen laufen bereits, wie es auf baulicher Seite 2021 aussieht ist hingegen noch nicht abzusehen...
Im Park Hohenrode bereitet man sich auf die Bundesgartenschau im kommenden Jahr vor (Foto: Angelo Glashagel)
Im Park Hohenrode strahlen bereits die Frühblüher und künden von schönen Tagen im Grünen. Die diesjährige Saison wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, zum Valentinstag am Freitag kommender Woche lädt man zu "Liebesgeflüster" im Café mit Musik und Literatur, vorgetragen von Anja Eisner.
Ein gutes Jahr vor dem Start der "BuGa", der Bundesgartenschau in Erfurt, wolle man ein paar neue Formate ausprobieren, sagte Hannelore Haase, die Vorsitzende des Fördervereins Park Hohenrode. So wird man am Ostermontag zu einer Sonderführung durch den Park einladen, die sich insbesondere an jüngere Besucher richtet und viele schöne Osterüberraschungen bereit halten soll. An Stelle des "Diner en blanc" rückt in diesem Jahr der "Genuss im Denkmal", ein Schlemmerabend im Erdgeschoss der Villa. Mit dem Umzug ins Innere sei man unabhängig vom Wetter, erklärte Haase, das "Diner" wolle man zudem nicht aufgeben sondern beide Veranstaltungen abwechselnd anbieten. "Der Genussabend wird in diesem Jahr sicher noch eine Baustellenparty aber in den kommenden Jahren wird das dann von mal zu mal schöner", sagte Haase. Und noch eine Neuerung gibt es für das laufende Jahr: der Förderverein wird sich nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre im kommenden Dezember nicht am Weihnachtsmarkt in der Stadt beteiligen, sondern einen eigenen kleinen Markt im Park durchführen.
Auf dem Programm stehen auch Klassiker wie der "Tag der offenen Gärten", der Blumen- und Staudenmarkt, der Tag des offenen Denkmals und die "Woche im Park". Anfang Mai wird man traditionellerweise mit der Hilfe vieler Hände "klar Schiff gemacht" und der nunmehr vierte Heinrich-Siesmeyer-Gedächtnislauf mit dem LV Altstadt organisiert. Höhepunkt ist das Parkfest, inklusive flanierender Brass-Musiker, Nachtwanderung und der lang ersehnten Eröffnung des Pavillons.
Das der sich macht können Spaziergänger aktuell mit bloßem Auge schon von weitem erkennen: vor ein paar Tagen wurden die Glastüren eingebaut, in den nächsten Wochen sollen die alten Fließen neu verlegt und die Fassade frisch gestrichen werden.
Sicher ist, das man während der zahlreichen Veranstaltungen eine gastronomische Versorgung sicher stellen wird, im Idealfall soll im Erdgeschoss der Villa ein kleines Café eingerichtet und permanent betrieben werden. Entsprechende Gespräche führe man im Moment, es gäbe bereits einen interessierten Gastronomen aus Bleicherode.
Ein weiterer Wunsch dessen Realisierung nicht feststeht ist die Wiederbelebung der beiden Teiche im unteren Parkbereich. Auch hierzu führe man aktuell Gespräche mit dem Denkmalschutz, sagte Haase. Unabhängig von der großen Gartenschau arbeitet man weiter am "klimaneutralen Park". Im Rahmen der Kooperation mit der Universität Jena und der Hochschule Nordhausen sollen unter anderem die alten Gewächshäuser Hohenrode's wieder genutzt werden.
Der Berg vor uns ist noch ganz schön groß - die Vorsitzende des Fördervereins Park Hohenrode, Hannelore Haase (Foto: Angelo Glashagel)
"Der Berg an Aufgaben ist noch ganz schön groß", erzählt Haase. Die BuGa wird sich über 25 Wochen hinziehen, wobei jede Woche unter einem anderen Motto steht. Ziel des Vereins sei es, für jede Woche mindestens eine Veranstaltung anzubieten, die sich an den Vorgaben aus Erfurt orientiert. Wenn das "Grüne Herz Deutschlands" im Mittelpunkt steht, wird der Kindergarten "Kleine Strolche" zu einem pädagogischen Tag rund um den Frühling nach Hohenrode laden. Heißt es in Erfurt "Vive la france" hofft man in Nordhausen auf Unterstützung aus der Partnerstadt Charleville-Mézières. Zur "Rosenwoche" will man ein Seniorenfest ausrichten, geht es um "Biene, Blume und Co." will man mit einem Imkernachmittag und kulinarischen Blütengerichten aufwarten. An anderer Stelle interpretiert man das Wochenmotto etwas freier: da man mit dem Erfurter Indigo-Blau nicht dienen kann, heißt es in Hohenrode dann "Blau mal anders". Kleiner Hinweis: die Traditionsbrennerei ist mit im Boot.
Der Veranstaltungsplan steht in seinen groben Zügen, doch noch bleibt sehr viel zu tun für die Ehrenamtler. Bei der Stadtverwaltung werde man einen Förderantrag stellen um für die Zeit der BuGa eine Geschäftsstelle finanzieren zu können. "Es sollte jemanden geben, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht und ständig vor Ort ist, damit Besucher nicht vor verschlossenen Türen stehen. Jemand der Stiftung und Verein unterstützen, Fördermittelanträge und Abrechnungen verwalten kann. Ehrenamtlich ist das kaum zu leisten."
Die Unterstützung würde man im Verein gerne sehen, "wir machen das ja nicht nur für uns, sondern auch für die Stadt als Ganzes, die sich in dieser Zeit auch präsentieren kann", sagt Haase.
Angelo Glashagel
Autor: red
Im Park Hohenrode bereitet man sich auf die Bundesgartenschau im kommenden Jahr vor (Foto: Angelo Glashagel)
Im Park Hohenrode strahlen bereits die Frühblüher und künden von schönen Tagen im Grünen. Die diesjährige Saison wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, zum Valentinstag am Freitag kommender Woche lädt man zu "Liebesgeflüster" im Café mit Musik und Literatur, vorgetragen von Anja Eisner.
Ein gutes Jahr vor dem Start der "BuGa", der Bundesgartenschau in Erfurt, wolle man ein paar neue Formate ausprobieren, sagte Hannelore Haase, die Vorsitzende des Fördervereins Park Hohenrode. So wird man am Ostermontag zu einer Sonderführung durch den Park einladen, die sich insbesondere an jüngere Besucher richtet und viele schöne Osterüberraschungen bereit halten soll. An Stelle des "Diner en blanc" rückt in diesem Jahr der "Genuss im Denkmal", ein Schlemmerabend im Erdgeschoss der Villa. Mit dem Umzug ins Innere sei man unabhängig vom Wetter, erklärte Haase, das "Diner" wolle man zudem nicht aufgeben sondern beide Veranstaltungen abwechselnd anbieten. "Der Genussabend wird in diesem Jahr sicher noch eine Baustellenparty aber in den kommenden Jahren wird das dann von mal zu mal schöner", sagte Haase. Und noch eine Neuerung gibt es für das laufende Jahr: der Förderverein wird sich nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre im kommenden Dezember nicht am Weihnachtsmarkt in der Stadt beteiligen, sondern einen eigenen kleinen Markt im Park durchführen.
Auf dem Programm stehen auch Klassiker wie der "Tag der offenen Gärten", der Blumen- und Staudenmarkt, der Tag des offenen Denkmals und die "Woche im Park". Anfang Mai wird man traditionellerweise mit der Hilfe vieler Hände "klar Schiff gemacht" und der nunmehr vierte Heinrich-Siesmeyer-Gedächtnislauf mit dem LV Altstadt organisiert. Höhepunkt ist das Parkfest, inklusive flanierender Brass-Musiker, Nachtwanderung und der lang ersehnten Eröffnung des Pavillons.
Das der sich macht können Spaziergänger aktuell mit bloßem Auge schon von weitem erkennen: vor ein paar Tagen wurden die Glastüren eingebaut, in den nächsten Wochen sollen die alten Fließen neu verlegt und die Fassade frisch gestrichen werden.
Der Berg ist noch ganz schön groß
Ein kleiner Erfolg, blickt man auf das, was noch ansteht wenn man sich bis zur "BuGa" im besten Licht präsentieren will. Da ist der Baumbestand des Parks, der in den letzten beiden Jahren unter der Trockenheit gelitten hat. Priorität habe jetzt die Wasserversorgung, sagt Haase, es müssen Leitungen verlegt werden um zwei Entnahmestellen im Gelände einrichten zu können. Dafür will man zusammen mit dem Südharz-Klinikum nach Lösungen suchen und die alte Zisterne oberhalb des Parks nutzen. In der Villa muss bis zum April kommendene Jahres zumindest das Erdgeschoss auf Vordermann gebracht werden und eine barrierefreie Toilette erhalten. Ob die Fassade des altehrwürdigen Hauses bis dahin frisch gestrichen wird, weiß man noch nicht. "Das hängt alles von unseren finanziellen Möglichkeiten ab. Natürlich ist es unser Ziel das zu schaffen, ob es gelingt weiß ich nicht aber schön wäre es schon", so die Vereinsvorsitzende.Sicher ist, das man während der zahlreichen Veranstaltungen eine gastronomische Versorgung sicher stellen wird, im Idealfall soll im Erdgeschoss der Villa ein kleines Café eingerichtet und permanent betrieben werden. Entsprechende Gespräche führe man im Moment, es gäbe bereits einen interessierten Gastronomen aus Bleicherode.
Ein weiterer Wunsch dessen Realisierung nicht feststeht ist die Wiederbelebung der beiden Teiche im unteren Parkbereich. Auch hierzu führe man aktuell Gespräche mit dem Denkmalschutz, sagte Haase. Unabhängig von der großen Gartenschau arbeitet man weiter am "klimaneutralen Park". Im Rahmen der Kooperation mit der Universität Jena und der Hochschule Nordhausen sollen unter anderem die alten Gewächshäuser Hohenrode's wieder genutzt werden.
Der Berg vor uns ist noch ganz schön groß - die Vorsitzende des Fördervereins Park Hohenrode, Hannelore Haase (Foto: Angelo Glashagel)
"Der Berg an Aufgaben ist noch ganz schön groß", erzählt Haase. Die BuGa wird sich über 25 Wochen hinziehen, wobei jede Woche unter einem anderen Motto steht. Ziel des Vereins sei es, für jede Woche mindestens eine Veranstaltung anzubieten, die sich an den Vorgaben aus Erfurt orientiert. Wenn das "Grüne Herz Deutschlands" im Mittelpunkt steht, wird der Kindergarten "Kleine Strolche" zu einem pädagogischen Tag rund um den Frühling nach Hohenrode laden. Heißt es in Erfurt "Vive la france" hofft man in Nordhausen auf Unterstützung aus der Partnerstadt Charleville-Mézières. Zur "Rosenwoche" will man ein Seniorenfest ausrichten, geht es um "Biene, Blume und Co." will man mit einem Imkernachmittag und kulinarischen Blütengerichten aufwarten. An anderer Stelle interpretiert man das Wochenmotto etwas freier: da man mit dem Erfurter Indigo-Blau nicht dienen kann, heißt es in Hohenrode dann "Blau mal anders". Kleiner Hinweis: die Traditionsbrennerei ist mit im Boot. Der Veranstaltungsplan steht in seinen groben Zügen, doch noch bleibt sehr viel zu tun für die Ehrenamtler. Bei der Stadtverwaltung werde man einen Förderantrag stellen um für die Zeit der BuGa eine Geschäftsstelle finanzieren zu können. "Es sollte jemanden geben, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht und ständig vor Ort ist, damit Besucher nicht vor verschlossenen Türen stehen. Jemand der Stiftung und Verein unterstützen, Fördermittelanträge und Abrechnungen verwalten kann. Ehrenamtlich ist das kaum zu leisten."
Die Unterstützung würde man im Verein gerne sehen, "wir machen das ja nicht nur für uns, sondern auch für die Stadt als Ganzes, die sich in dieser Zeit auch präsentieren kann", sagt Haase.
Angelo Glashagel
