Fraktions-Antrag vorerst gescheitert
Wie weiter mit dem IFA-Museum?
Mittwoch, 05. Februar 2020, 13:15 Uhr
Die Hoffnungen das es langfristig weitergeht mit dem IFA-Museum haben jüngst einen Dämpfer im Kulturausschuss erhalten. Der bisherige Vorschlag zur Kooperation mit der Stadt fand keine Mehrheit. Einen ersten Kompromiss gibt es dennoch. Die nnz mit den Einzelheiten...
Wie geht es weiter mit dem IFA-Museum? Das Thema befasst inzwischen auch die lokale Politik (Foto: nnz-Archiv)
Die gute Nachricht: der Betrieb am IFA-Museum ist wohl, zumindest für das laufende Jahr, gesichert. Der Verein der ehemaligen IFAraner, der das Museum betreibt, wird einen Antrag an die Stadt stellen können um Mittel in Höhe von 60.000 Euro zu erhalten, mit denen die anfallenden Betriebskosten gedeckt werden können. Weitere 20.000 Euro wurden dem Museum von Seiten des Landkreises zugesichert, die einmalige Zahlung ist im aktuellen Kreishaushalt eingeplant.
Der Haken an der Sache: eine langfristige Lösung ist das nicht. Eben eine solche sollte mit dem gemeinsamen Antrag der Stadtratsfraktionen von CDU, SPD und Linken gefunden werden, der Ende November vergangenen Jahres eingebracht wurde. Dieser Antrag wurde nun jüngst im nicht-öffentlichen Teil des Kulturausschusses diskutiert und fand in seiner jetzigen Form keine Mehrheit, wie ein Vereinsmitglied der nnz bestätigte.
An welchem Punkt noch Uneinigkeit herrsche, dazu wollte sich die Stadtverwaltung auf Anfrage der nnz nicht äußern, man kommentiere grundsätzlich keine Inhalte nicht-öffentlicher Teile, erklärte Pressesprecher Lutz Fischer. "So ein Kooperationsvertrag braucht eine gute, nachhaltige Basis, wenn daraus ein tragfähiges Konstrukt entstehen soll. Dieser Prozess läuft im Moment und wird seine Zeit brauchen. Am Ende entscheidet dann der Stadtrat", so der Pressesprecher gegenüber der nnz.
"Eine Lösung für das Jahr 2020 ist erst einmal unter Dach und Fach", sagte Hans-Georg Franke, Vorsitzender des Museumsvereins. "Was uns und mir auf der Seele brennt ist eine dauerhafte Lösung und die ist bisher nicht gefunden. Das Museum hat klein angefangen. Die Besucherzahlen sind seitdem stetig gestiegen, wobei die wenigsten aus der Region kommen. Wir haben uns da einen gewissen Stand erarbeitet und sind deutschlandweit als Technikmuseum anerkannt. Aber wir sind nur Laien, die das Museum ehrenamtlich führen und nicht jünger werden. Was wir brauchen ist eine wissenschaftliche Leitung, die das Haus in die Zukunft führen kann."
Man müsse jetzt die Luft aus der Diskussion nehmen und Lösungen auf der Arbeitsebene finden, so der Wunsch des Vereinsvorsitzenden. Einen Schritt dahin könnte schon bald getan werden, kommende Woche soll es weitere Gespräche geben, an denen auch der Verein teilnehmen soll.
Angelo Glashagel
Autor: red
Wie geht es weiter mit dem IFA-Museum? Das Thema befasst inzwischen auch die lokale Politik (Foto: nnz-Archiv)
Die gute Nachricht: der Betrieb am IFA-Museum ist wohl, zumindest für das laufende Jahr, gesichert. Der Verein der ehemaligen IFAraner, der das Museum betreibt, wird einen Antrag an die Stadt stellen können um Mittel in Höhe von 60.000 Euro zu erhalten, mit denen die anfallenden Betriebskosten gedeckt werden können. Weitere 20.000 Euro wurden dem Museum von Seiten des Landkreises zugesichert, die einmalige Zahlung ist im aktuellen Kreishaushalt eingeplant.
Der Haken an der Sache: eine langfristige Lösung ist das nicht. Eben eine solche sollte mit dem gemeinsamen Antrag der Stadtratsfraktionen von CDU, SPD und Linken gefunden werden, der Ende November vergangenen Jahres eingebracht wurde. Dieser Antrag wurde nun jüngst im nicht-öffentlichen Teil des Kulturausschusses diskutiert und fand in seiner jetzigen Form keine Mehrheit, wie ein Vereinsmitglied der nnz bestätigte.
An welchem Punkt noch Uneinigkeit herrsche, dazu wollte sich die Stadtverwaltung auf Anfrage der nnz nicht äußern, man kommentiere grundsätzlich keine Inhalte nicht-öffentlicher Teile, erklärte Pressesprecher Lutz Fischer. "So ein Kooperationsvertrag braucht eine gute, nachhaltige Basis, wenn daraus ein tragfähiges Konstrukt entstehen soll. Dieser Prozess läuft im Moment und wird seine Zeit brauchen. Am Ende entscheidet dann der Stadtrat", so der Pressesprecher gegenüber der nnz.
"Eine Lösung für das Jahr 2020 ist erst einmal unter Dach und Fach", sagte Hans-Georg Franke, Vorsitzender des Museumsvereins. "Was uns und mir auf der Seele brennt ist eine dauerhafte Lösung und die ist bisher nicht gefunden. Das Museum hat klein angefangen. Die Besucherzahlen sind seitdem stetig gestiegen, wobei die wenigsten aus der Region kommen. Wir haben uns da einen gewissen Stand erarbeitet und sind deutschlandweit als Technikmuseum anerkannt. Aber wir sind nur Laien, die das Museum ehrenamtlich führen und nicht jünger werden. Was wir brauchen ist eine wissenschaftliche Leitung, die das Haus in die Zukunft führen kann."
Man müsse jetzt die Luft aus der Diskussion nehmen und Lösungen auf der Arbeitsebene finden, so der Wunsch des Vereinsvorsitzenden. Einen Schritt dahin könnte schon bald getan werden, kommende Woche soll es weitere Gespräche geben, an denen auch der Verein teilnehmen soll.
Angelo Glashagel
