Eine alltägliche Bedrohung
Mittwoch, 11. Mai 2005, 16:18 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Ausstellung Eine alltägliche Bedrohung – aktueller Antisemitismus in Deutschland und Europa hat am Dienstagnachmittag Nordhausens ehernamtlicher Beigeordneter Dr. Manfred Schröter im Bürgersaal des Neuen Rathauses eröffnet. Was es da in den nächsten Tagen zu sehen gibt, das hat die nnz erfahren.
Eine alltägliche Bedrohung (Foto: nnz)
Initiatoren der Ausstellung in Nordhausen ist der Verein Schrankenlos und der SOLID-Jugendverbandes. Konzipiert wurde die Wander-Ausstellung von der Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin. Auf zehn Tafeln widmet sich die Ausstellung mit Texten und Bildern u.a. den Themen Alter und neuer Antisemitismus und seine Funktionen, Antisemitismus – eine Normalität? sowie Antisemitismus in der DDR und in Ostdeutschland und Aktiv gegen Antisemitismus. Die Ausstellung ist bis zum 24. Mai zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.
Mit der Ausstellung reagierte die Amadeu-Antonio-Stiftung auf die Zunahme antisemitischer Bedrohungen und Angriffe in den letzten Jahren in Europa und beleuchtet dabei besonders die Situation in Deutschland. Die Ausstellung soll über die Ursachen und Funktionen von Antisemitismus und seine Geschichte aufklären und zum Nachdenken anregen.
Ich bin außerordentlich dankbar, dass die Ausstellung in Nordhausen zu sehen ist – das Thema ist wichtig und - leider - auch aktuell. Besonders aufschlussreich und zugleich erschreckend ist die Auflistung der Fülle aktueller antisemitischer Vorfälle in unserem Land – die es leider jüngst auch in Nordhausen mit den Schmierereien an den Gedenksteinen gegeben hat. Und dazu rechne ich auch den unseligen Brief eines ehemaligen Bleicheröders, der gefordert hat, dass eine Gedenktafel für die ermordeten Juden der Stadt entfernt wird.
Es ist besonders traurig, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen dazu schon bald eingestellt hat. Schröter weiter: Wir müssen den Antisemitismus kennen, wir müssen wissen, welches Unheil er über die Menschen gebracht hat - und wir müssen ihm entgegentreten können. Ich wünsche mir, dass vor allem viele Schulklassen diese wichtige Ausstellung besuchen, so Dr. Schröter.
Autor: nnz
Eine alltägliche Bedrohung (Foto: nnz)
Initiatoren der Ausstellung in Nordhausen ist der Verein Schrankenlos und der SOLID-Jugendverbandes. Konzipiert wurde die Wander-Ausstellung von der Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin. Auf zehn Tafeln widmet sich die Ausstellung mit Texten und Bildern u.a. den Themen Alter und neuer Antisemitismus und seine Funktionen, Antisemitismus – eine Normalität? sowie Antisemitismus in der DDR und in Ostdeutschland und Aktiv gegen Antisemitismus. Die Ausstellung ist bis zum 24. Mai zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos. Mit der Ausstellung reagierte die Amadeu-Antonio-Stiftung auf die Zunahme antisemitischer Bedrohungen und Angriffe in den letzten Jahren in Europa und beleuchtet dabei besonders die Situation in Deutschland. Die Ausstellung soll über die Ursachen und Funktionen von Antisemitismus und seine Geschichte aufklären und zum Nachdenken anregen.
Ich bin außerordentlich dankbar, dass die Ausstellung in Nordhausen zu sehen ist – das Thema ist wichtig und - leider - auch aktuell. Besonders aufschlussreich und zugleich erschreckend ist die Auflistung der Fülle aktueller antisemitischer Vorfälle in unserem Land – die es leider jüngst auch in Nordhausen mit den Schmierereien an den Gedenksteinen gegeben hat. Und dazu rechne ich auch den unseligen Brief eines ehemaligen Bleicheröders, der gefordert hat, dass eine Gedenktafel für die ermordeten Juden der Stadt entfernt wird.
Es ist besonders traurig, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen dazu schon bald eingestellt hat. Schröter weiter: Wir müssen den Antisemitismus kennen, wir müssen wissen, welches Unheil er über die Menschen gebracht hat - und wir müssen ihm entgegentreten können. Ich wünsche mir, dass vor allem viele Schulklassen diese wichtige Ausstellung besuchen, so Dr. Schröter.
