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nnz-Leserbrief

Der unsichtbare Feind rückt näher?

Sonntag, 26. Januar 2020, 13:12 Uhr
Solange, wie er sich in China befindet dachte ich, kann man sich beruhigt zurück lehnen. Im Fernsehen wurde uns zu Beginn des Ausbruchs des Coronavirus vermittelt, es ist eher unwahrscheinlich, dass er bis zu uns kommen könnte...

Dann aber kam die Meldung aus Paris : Er, der Virus, ist in Europa angekommen. Das Robert - Koch - Institut informiert plötzlich in einer anderen Wortwahl darüber und wir seien im Fall der Fälle, recht gut vorbereitet. Aber es handelt sich in Paris eher um einen Einzelfall. Heute meldet die Zeitung KRONE aus Wien, eine Flugbegleiterin einer chinesischen Fluggesellschaft, liegt mit Verdacht in einem Wiener Krankenhaus, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Es gäbe auch Hinweise darauf, dass sie aus der Region Wuhan gekommen ist.

Kreist uns dieser Virus langsam, dank der Globalisierung ein, oder darf man diese Frage im Moment nicht stellen? Gibt es in unserem Südharz-Klinikum - Nordhausen schon Voraussetzungen für eine Aufnahme eines, mit dem Coronavirus infizierten Patienten? Wie kann man sich effektiv gegen den unsichtbaren Feind schützen? Angeblich, so in einer der ersten Meldungen im TV, hilft der Mundschutz eher nicht. Wer und wann informiert uns bitte in Sachen Prävention in dieser, nicht unbedeutenden Angelegenheit? Was hatten denn die beiden letzten Meldungen im TV für einen Hintergrund, in denen man uns informierte, was man für Vorräte an Getränken und Lebensmitteln für mindestens 10 Tage braucht? Warum wird mit uns mal Klartext geredet, damit man sich rechtzeitig und nicht sinnlos vorbereiten kann? Hat man Angst vor Überreaktionen der Bevölkerung oder vor den dann beginnenden Hamsterkäufen?

Auch wäre eine Aufklärung aus medizinischer Sicht denkbar, welche uns den Unterschied zwischen Coronavirus und Influenzavirus vermittelt. Wer oder was ist denn gefährlicher, kann man sich vielleicht dagegen impfen lassen? Darf ich feststellen, dass diese Fragen für uns vielleicht wichtiger sind, als die Informationen über die neuen Milliardenhilfen für die Flüchtlingspolitik unserer Kanzlerin. Die Meldungen aus den Medien sind mir zu lasch und die Wortwahl derer, wird von Fall zu Fall ängstlicher /undefinierbarer. Oder aber haben wir alles im Griff und uns kann überhaupt nichts passieren?

Allen Lesern dennoch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
Paulinchen (Name des Autors ist der nnz bekannt)
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Autor: red

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