nnz-Forum: Alles ein Ende?
Mittwoch, 11. Mai 2005, 14:18 Uhr
Nordhausen (nnz). Zu den Entwicklungen in der Nobas erreichte die nnz-Redaktion ein Statement eines Nordhäuser Unternehmens. Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann klicken Sie einfach auf MEHR.
Sicher, man überlegt lange bis man sich als Außenstehender zu Diskussionen Dritter öffentlich äußert. Doch nach all den Disputen, die in der Vergangenheit zwischen den Beteiligten rund um die Nobas am Standort Nordhausen stattfanden, stellt sich für uns langsam die bange Frage, ob jemals ein Ende abzusehen ist. Und wenn ja, dann hoffentlich nicht ein wirkliches Ende.
Für uns ist in dieser kostspieligen Situation auch nicht nur ansatzweise daran zu zweifeln, dass die eigentlich involvierten Parteien selbst besser den Konflikt lösen könnten, statt etwaige Gewerkschaftsvertreter hinzuzuziehen in der Hoffnung, sie könnten mit ihrer Konfrontationspolitik eine Lösung herbeiführen. Wir wissen aus der Vergangenheit, es wird keine nachhaltige und vernünftige Lösung mit dieser Einstellung geben!
Diese Situation erinnert sehr stark an ein Unternehmen im LK Nordhausen, welches vor ca. vier Jahren in einer ähnlichen Situation war. Damals hat der Ausschluss der Gewerkschaft aus den Verhandlungen schlussendlich zu einer Lösung geführt, die dem Erhalt des Standortes, der Arbeitplätze und auch der langfristigen Sicherung der Löhne gedient hat.
Auch in der Nobas würde es absolut der Sache dienen, wenn sich der Betriebsrat mit der Geschäftsleitung (dabei ist es übrigens nicht relevant wer Gesellschafter ist!) um eine Lösung bemüht und dabei nicht Dritte auch noch ihre Interessen durchsetzen müssen. Der Betriebsrat ist der Arbeitnehmervertreter mit dem größten Bezug. Dieser sollte auch seine Souveränität unter Beweis stellen und konstruktive Übereinstimmungen suchen. Wenn dies aufgrund der verhärteten Standpunkte nicht mehr gänzlich allein geht, dann kann man auf neutrale Vermittler zurückgreifen, die aber nicht nur wieder wie in der Vergangenheit eine Alibifunktion erfüllen sollen, sondern durch eine professionelle Mediation eine Annäherung und schlussendlich eine Lösung des Konfliktes bewirken.
Wichtig ist doch das Ziel, die Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region zu erhalten und dabei auch noch zu beweisen, dass es auch in Deutschland möglich ist, flexibel auf veränderte wirtschaftliche Bedingungen einzugehen. Es dient nicht der Sache, eine Existenzberechtigung für Gewerkschaften zu demonstrieren und dabei noch den Standort zu riskieren. Die Besinnung auf das eigene Bewusstsein, auch schwierige Situationen selbst lösen zu können und sich nicht entmündigen zu lassen sollten die weiteren Verhandlungen begleiten.
Letztlich noch eine Anmerkung: Ein öffentlicher Vergleich mit Bankräubern hinkt, denn Raub ist eine Straftat.
Dirk Scholz, S. Krause, Beuthel & Scholz Unternehmensberatungs- GmbH
Sicher, man überlegt lange bis man sich als Außenstehender zu Diskussionen Dritter öffentlich äußert. Doch nach all den Disputen, die in der Vergangenheit zwischen den Beteiligten rund um die Nobas am Standort Nordhausen stattfanden, stellt sich für uns langsam die bange Frage, ob jemals ein Ende abzusehen ist. Und wenn ja, dann hoffentlich nicht ein wirkliches Ende.
Für uns ist in dieser kostspieligen Situation auch nicht nur ansatzweise daran zu zweifeln, dass die eigentlich involvierten Parteien selbst besser den Konflikt lösen könnten, statt etwaige Gewerkschaftsvertreter hinzuzuziehen in der Hoffnung, sie könnten mit ihrer Konfrontationspolitik eine Lösung herbeiführen. Wir wissen aus der Vergangenheit, es wird keine nachhaltige und vernünftige Lösung mit dieser Einstellung geben!
Diese Situation erinnert sehr stark an ein Unternehmen im LK Nordhausen, welches vor ca. vier Jahren in einer ähnlichen Situation war. Damals hat der Ausschluss der Gewerkschaft aus den Verhandlungen schlussendlich zu einer Lösung geführt, die dem Erhalt des Standortes, der Arbeitplätze und auch der langfristigen Sicherung der Löhne gedient hat.
Auch in der Nobas würde es absolut der Sache dienen, wenn sich der Betriebsrat mit der Geschäftsleitung (dabei ist es übrigens nicht relevant wer Gesellschafter ist!) um eine Lösung bemüht und dabei nicht Dritte auch noch ihre Interessen durchsetzen müssen. Der Betriebsrat ist der Arbeitnehmervertreter mit dem größten Bezug. Dieser sollte auch seine Souveränität unter Beweis stellen und konstruktive Übereinstimmungen suchen. Wenn dies aufgrund der verhärteten Standpunkte nicht mehr gänzlich allein geht, dann kann man auf neutrale Vermittler zurückgreifen, die aber nicht nur wieder wie in der Vergangenheit eine Alibifunktion erfüllen sollen, sondern durch eine professionelle Mediation eine Annäherung und schlussendlich eine Lösung des Konfliktes bewirken.
Wichtig ist doch das Ziel, die Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region zu erhalten und dabei auch noch zu beweisen, dass es auch in Deutschland möglich ist, flexibel auf veränderte wirtschaftliche Bedingungen einzugehen. Es dient nicht der Sache, eine Existenzberechtigung für Gewerkschaften zu demonstrieren und dabei noch den Standort zu riskieren. Die Besinnung auf das eigene Bewusstsein, auch schwierige Situationen selbst lösen zu können und sich nicht entmündigen zu lassen sollten die weiteren Verhandlungen begleiten.
Letztlich noch eine Anmerkung: Ein öffentlicher Vergleich mit Bankräubern hinkt, denn Raub ist eine Straftat.
Dirk Scholz, S. Krause, Beuthel & Scholz Unternehmensberatungs- GmbH
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
