EU-Osterweiterung wird begrüßt
Mittwoch, 03. Oktober 2001, 10:19 Uhr
Nordhausen (nnz/ihk). Nach aktueller Befragung von über 200 Thüringer Industrieunternehmen rechnen 19 Prozent der Manager mit verbesserten Verkaufschancen im Zuge der EU-Osterweiterung. Jeder zweite Betrieb geht von gleichbleibenden Geschäften aus.
"Die prognostizierten Chancen übertreffen bei weitem die begründeten, aber auch teilweise unbegründeten Ängste", fasst IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen die Ergebnisse zusammen. Die meisten der befragten Firmen hätten bereits Geschäftsbeziehungen mit Tschechien, Polen und Ungarn. Diese drei Länder würden auch bei künftigen Kooperationen die größte Rolle spielen, gefolgt vom Baltikum und Bulgarien. "Die wachsenden Märkte der Beitrittsländer und die zu erwartende Zunahme der Handelsströme werden sich letztlich auch positiv auf das wirtschaftliche Wachstum in Thüringen auswirken", ist sich Chrestensen sicher.
Als Risiko wird von den Thüringer Managern in erster Linie die größer werdende Konkurrenz durch Unterschiede im Lohnniveau gesehen. Hier wünscht man sich gesetzliche sanktionierte Übergangsfristen. In die Länder der mittel- und osteuropäischen EU-Beitrittskandidaten exportierten Thüringer Betriebe in den ersten fünf Monaten diesen Jahres Waren im Wert von 484 Millionen DM. Das sind immerhin 12 Prozent der Gesamtausfuhren des Freistaates. Die Importe aus der Region betrugen 527 Millionen DM (18 Prozent der Gesamteinfuhren Thüringens). Die traditionell guten Beziehungen wurden in den letzten zehn Jahren weiter ausgebaut. So konnten die Exporte in diese Region von 1993 bis ins Jahr 2000 mehr als verdreifacht werden.
Autor: nnz"Die prognostizierten Chancen übertreffen bei weitem die begründeten, aber auch teilweise unbegründeten Ängste", fasst IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen die Ergebnisse zusammen. Die meisten der befragten Firmen hätten bereits Geschäftsbeziehungen mit Tschechien, Polen und Ungarn. Diese drei Länder würden auch bei künftigen Kooperationen die größte Rolle spielen, gefolgt vom Baltikum und Bulgarien. "Die wachsenden Märkte der Beitrittsländer und die zu erwartende Zunahme der Handelsströme werden sich letztlich auch positiv auf das wirtschaftliche Wachstum in Thüringen auswirken", ist sich Chrestensen sicher.
Als Risiko wird von den Thüringer Managern in erster Linie die größer werdende Konkurrenz durch Unterschiede im Lohnniveau gesehen. Hier wünscht man sich gesetzliche sanktionierte Übergangsfristen. In die Länder der mittel- und osteuropäischen EU-Beitrittskandidaten exportierten Thüringer Betriebe in den ersten fünf Monaten diesen Jahres Waren im Wert von 484 Millionen DM. Das sind immerhin 12 Prozent der Gesamtausfuhren des Freistaates. Die Importe aus der Region betrugen 527 Millionen DM (18 Prozent der Gesamteinfuhren Thüringens). Die traditionell guten Beziehungen wurden in den letzten zehn Jahren weiter ausgebaut. So konnten die Exporte in diese Region von 1993 bis ins Jahr 2000 mehr als verdreifacht werden.
