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Kalter Kaffee (2)

Mittwoch, 11. Mai 2005, 12:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Schon einmal hatte die nnz heute unter dieser Überschrift berichtet. Da drehte es sich um die Politik, diesmal um Pensionen. Die nnz hat mit Jürgen Hohberg, dem Bürgermeister von Sollstedt gesprochen.


„Für Rentner und Rentenanwärtern war es immer unverständlich, warum Beamte bei Pensionen stets besser gestellt sind als sie selbst. Unter dem Druck des allgemeinen Sparzwanges des Staates scheint diese Ungleichbehandlung ins Wanken zu geraten“, so begann ein nnz-Beitrag, der am Montag ins Netz gestellt worden war.


Für Jürgen Hohberg ist das alles „Schnee von gestern“, zumindest sein Schnee. Denn der Bürgermeister, der 1998 noch Mitglied im Hauptausschuss der IG Bergbau, Chemie und Energie war, hielt beim Beschäftigungsgipfel des DGB ein Statement, in dem er vor einer Kostenexplosion warnte. Ausgangpunkt seiner Überlegungen war damals die Tatsache, das alle Beamten in Deutschland Zeit ihres Arbeitslebens nicht in die Sozialsysteme einzahlen würden. Hinzu kämen die relativ kurzen Zeiten der Anwartschaft auf Pensionen bei Bundestags- und Landtagsabgeordneten. Wenn das nicht geändert würde, dann drohe der Kollaps, meinte Hohberg damals.

Die Antwort damals, die im Raume schwang, so erinnert sich Hohberg gegenüber der nnz, war mehr als kläglich, sie war eher ein Ausdruck allgemeiner Hilflosigkeit: „Wie sollen wir das durchsetzen?“ Geändert hat sich bis heute nichts. Schließlich werden entsprechende Gesetze von denen vorbereitet und verabschiedet, die letztlich von deren negativen Folgen am „stärksten“ betroffen sind.
Autor: nnz

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