Wie weiter mit Wacker?
Dienstag, 10. Mai 2005, 11:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Wacker Nordhausen, der Fußballklub mit 100jähriger Tradition ist aufgestiegen. Na und – könnte man fast sagen. Die Resonanz auf diese Nachricht ist eher kläglich, aber ein Spiegelbild der Nordhäuser Szene...
Wenn der Fußballsportverein Wacker Nordhausen in diesem Jahr nicht auf eine 100jährige Geschichte zurückblicken könnte, dann würde er vermutlich im öffentlichen Leben kaum Erwähnung finden. Im Nordhäuser Rathaus und Stadtrat gibt es kaum eine Resonanz auf das, was dort am Albert-Kuntz-Sportplatz abgeht. Sicher, da wird Geld für das zum Teil städtische Grundstück gezahlt, doch mehr auch nicht. Fast nicht, denn Wacker erhält zum Rolandsfest auch einen Programmteil. Das sei der Beitrag der Stadtverwaltung Nordhausen zum 100. Geburtstag, sagte erst Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose. Eine Äußerung zum Aufstieg gab es bis zum jetzigen Zeitpunkt aus der Stadtverwaltung heraus nicht.
Dafür gibt es immer wieder Pressemitteilungen der Stadtverwaltung, die sich mit dem Boxen in der Rolandstadt beschäftigen. Der tragende Verein ist der Nordhäuser Sportverein (NSV). Schaut man auf die Liste derer, die beim NSV das Sagen haben, dann könnte vielleicht schnell klar werden, warum die Herzen einiger Stadtbediensteter für den NSV hoch schlagen. Vorsitzender ist Ex-Bürgermeister Klaus Wahlbuhl, stellvertretender Vorsitzender ist Frank Ollech, der Mann für das sportliche Gebäudemanagement in der Stadtverwaltung.
Da paßt auch ein Gerücht ganz gut in die sport-politische Landschaft, daß es Ansinnen von Wacker-Präsident Hans-Peter Kell gewesen sein soll, die Nachwuchsarbeit der Nordhäuser Vereine vielleicht wieder einmal unter dem Dach von Wacker Nordhausen zu konzentrieren. Das hatte man im zuständigen Amt auch vernommen, doch die Zusammenarbeit zwischen NSV-Fußballnachwuchs und der FSG Salza soll da schon besiegelt worden sein. Ein Foto in einer Zeitung dokumentiert das.
Nun mag ja sein, daß es da und dort bei vielen kommunal-politisch Verantwortlichen immer noch Befindlichkeiten aus der Zeit gibt, da Wacker in der dritthöchsten Spielklasse der Bundesrepublik kickte und in Nordhausen teilweise höchst arrogant auftrat, doch die Wacker-Zeiten änderten sich. Wacker stürzte ab, viele sahen zu, einige freuten sich klammheimlich. Doch untergegangen ist das Flagschiff des Nordhäuser Fußballs eben nicht. Im Gegenteil – jetzt wird aufgestiegen. Und da ist es gut, wenn das Präsidium sich auch wieder auf Sponsoren an seiner Seite verlassen kann, auf alte und neue.
Nun: Die Zeit wird es mit sich bringen. Sollte das Wacker-Schiff im rauhen Wind der Thüringen-Liga bestehen, dann wird der Nachwuchs wieder dorthin gehen, wo die Chancen, mit den Besten zu spielen am besten sind. Dann wird es vielleicht wieder Zeiten geben, in denen sich Wacker-Ursteine wie einst Frank Ludwig um die Jüngsten kümmerten und Fußball-Unterricht an den Nordhäuser Schulen unterrichteten.
Bis dahin aber wird Wacker Nordhausen aber weiter allein spielen müssen.
Autor: nnzWenn der Fußballsportverein Wacker Nordhausen in diesem Jahr nicht auf eine 100jährige Geschichte zurückblicken könnte, dann würde er vermutlich im öffentlichen Leben kaum Erwähnung finden. Im Nordhäuser Rathaus und Stadtrat gibt es kaum eine Resonanz auf das, was dort am Albert-Kuntz-Sportplatz abgeht. Sicher, da wird Geld für das zum Teil städtische Grundstück gezahlt, doch mehr auch nicht. Fast nicht, denn Wacker erhält zum Rolandsfest auch einen Programmteil. Das sei der Beitrag der Stadtverwaltung Nordhausen zum 100. Geburtstag, sagte erst Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose. Eine Äußerung zum Aufstieg gab es bis zum jetzigen Zeitpunkt aus der Stadtverwaltung heraus nicht.
Dafür gibt es immer wieder Pressemitteilungen der Stadtverwaltung, die sich mit dem Boxen in der Rolandstadt beschäftigen. Der tragende Verein ist der Nordhäuser Sportverein (NSV). Schaut man auf die Liste derer, die beim NSV das Sagen haben, dann könnte vielleicht schnell klar werden, warum die Herzen einiger Stadtbediensteter für den NSV hoch schlagen. Vorsitzender ist Ex-Bürgermeister Klaus Wahlbuhl, stellvertretender Vorsitzender ist Frank Ollech, der Mann für das sportliche Gebäudemanagement in der Stadtverwaltung.
Da paßt auch ein Gerücht ganz gut in die sport-politische Landschaft, daß es Ansinnen von Wacker-Präsident Hans-Peter Kell gewesen sein soll, die Nachwuchsarbeit der Nordhäuser Vereine vielleicht wieder einmal unter dem Dach von Wacker Nordhausen zu konzentrieren. Das hatte man im zuständigen Amt auch vernommen, doch die Zusammenarbeit zwischen NSV-Fußballnachwuchs und der FSG Salza soll da schon besiegelt worden sein. Ein Foto in einer Zeitung dokumentiert das.
Nun mag ja sein, daß es da und dort bei vielen kommunal-politisch Verantwortlichen immer noch Befindlichkeiten aus der Zeit gibt, da Wacker in der dritthöchsten Spielklasse der Bundesrepublik kickte und in Nordhausen teilweise höchst arrogant auftrat, doch die Wacker-Zeiten änderten sich. Wacker stürzte ab, viele sahen zu, einige freuten sich klammheimlich. Doch untergegangen ist das Flagschiff des Nordhäuser Fußballs eben nicht. Im Gegenteil – jetzt wird aufgestiegen. Und da ist es gut, wenn das Präsidium sich auch wieder auf Sponsoren an seiner Seite verlassen kann, auf alte und neue.
Nun: Die Zeit wird es mit sich bringen. Sollte das Wacker-Schiff im rauhen Wind der Thüringen-Liga bestehen, dann wird der Nachwuchs wieder dorthin gehen, wo die Chancen, mit den Besten zu spielen am besten sind. Dann wird es vielleicht wieder Zeiten geben, in denen sich Wacker-Ursteine wie einst Frank Ludwig um die Jüngsten kümmerten und Fußball-Unterricht an den Nordhäuser Schulen unterrichteten.
Bis dahin aber wird Wacker Nordhausen aber weiter allein spielen müssen.
