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Ab in die Kiste

Freitag, 06. Mai 2005, 08:07 Uhr
Nordhausen (nnz). Was haben der Chef des Horizont e.V., René Kübler, und Michael Henze gemeinsam? Sie teilten sich im vergangenen Jahr ein Zimmer im Nordhäuser Südharzkrankenhaus. Was aus dieser temporären Zweckgemeinschaft heraus geboren wurde, das soll Anfang September Realität werden...



Kübler und Henze hatten sich die Arme gebrochen, Kübler rechts und Henze links. Zusammen hätten beide damals einen Bierkasten tragen können, zusammen wollen sie jetzt ein Projekt auf die Beine stellen, das einen Teil der Kulturkonzeption der Stadt Nordhausen mit Inhalt erfüllen soll. René Kübler war sich damals mit Michael Henze einig: Zu einer lebenswerten Stadt gehört eben nicht nur, sich auf den Folgen der Landesgartenschau auszuruhen, sondern auch der Jugend Angebote zu geben. Vor allem neue Angebote sollten es sein.

Und so soll Anfang September das „1. Nordhäuser Seifenkistenrennen“ in der Altstadt über die Bühne gehen. Die Altstadt bietet nicht nur die entsprechende „Rennstrecke“, sondern auch das Ambiente und die Zusammenarbeit für die Organisatoren. Das machten erste Gespräche mit der Altstadtinitiative deutlich. Zu den Organisatoren des Seifenkistenrennens gehören neben dem Horizont e.V. auch die Stadtveraltung sowie das Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr (BBZ). Jetzt sollen in den kommenden Wochen weitere Sponsoren ins Boot.

Die sind notwendig, damit für das eigentliche Rennen keine Startgebühr erhoben werden muss. Die Teilnehmer (vier sind es bisher) sollen das Geld lieber in den Bau ihrer Kisten stecken. Das Rennen am 3. September wird in zwei Starterfeldern ausgetragen und gewertet. Die eine Gruppe werden Starter zwischen 8 und 16 Jahre stellen, die andere Gruppe sind dann Starter 17 und älter. Die Wertung der Läufe wird in zwei Disziplinen vorgenommen: „Design und Auftreten“ sowie „Zeitfahren“. Wer also mitmachen und einen Preis beim ersten Seifenkistenrennen abräumen will, der sollte sich schnellstens beim Horizont e.V. anmelden (03631/982359) und mit dem Bau seiner Kiste beginnen.

Die Gefährte müssen Marke „Eigenbau“ sein, über funktionierende Bremsen und eine solide Lenkung verfügen und dürfen nicht von Motoren angetrieben werden. Dass eine Helmpflicht besteht, das versteht sich von selbst. Über alle technischen Details wird vor dem Rennen die Dekra wachen. Die Prüforganisation wird ihren Service kostenfrei zur Verfügung stellen und die nnz wird über die weiteren Vorbereitungen noch ausführlich berichten.
Autor: nnz

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