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nnz-Forum: Bericht ließ auf sich warten

Mittwoch, 04. Mai 2005, 12:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Während der jüngsten Sitzung des Nordhäuser Stadtrates war nicht nur der Haushalt beschlossen worden, auch ein Bericht der Wirtschaftsförderung war angekündigt worden. Den aber hatte nnz-Leser Volker Theuerkauf vermisst.


Da findet man zuweilen in einigen Artikeln der nnz den Hinweis, daß sich der interessierte Bürger doch mal bei den Stadtratssitzungen einfinden solle um aktuelle Informationen zu Problemen der Stadt und Region zu bekommen. Ein interessanter Punkt, nämlich der Bericht der Wirtschaftsförderung fand sich auf der Tagesordnung der vorletzten Stadtratssitzung. Doch wer glaubte, daß die Tagesordnung so abgehandelt wurde wie Sie verbindlich aufgestellt wurde, der wurde schnell eines besseren belehrt. Neben operativen Änderungen in der zeitlichen Behandlung an diesem Tag fiel der Bericht der Wirtschaftsförderung von Frau Dr. Riebel einfach unter den Tisch.

Nun betrachtet man ja die Nachfrage nach Informationen in der heutigen Zeit aus einem anderen Blickwinkel, nämlich frei nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Die Tagesordnung war also das Angebot. Ein Angebot also, was im geschilderten Fall auch ein Interesse weckte, gewissermaßen eine Werbung für Transparenz und den Informationswillen einer Stadtverwaltung. Doch wer glaubte als Besucher sein Informationsbedürfnis befriedigt zu sehen, der wurde enttäuscht. Nun führt ja die Nordhäuser Oberbürgermeisterin regelmäßig den Vorsitz. Ihr müßte es also sofort auffallen, daß wenn eine Tagesordnungspunkt nicht behandelt wird.

Sollten wir Bürger angesichts der Probleme die sie mit ihrer Verwaltung zu bewältigen hat Nachsicht üben oder muß man dahinter eine Strategie vermuten. Warum gab es seitens der Stadtratsmitglieder keine Nachfragen zu diesem Punkt? Wurde doch in anderer Hinsicht penibel darauf geachtet, daß die Vorlagen für die Stadtratsmitglieder auch inhaltlich und zeitlich den Exemplaren der Verwaltungsvorlagen entsprachen. Die Presse berichtetete ja gelegentlich, daß den Stadträten in der Vergangenheit unaktuelle Exemplare ausgereicht, (untergejubelt) wurden.

Es wird an dieser Stelle unterstellt, daß auch die Stadträte aus Erfahrungen klug werden und als Nordhäuser Bürger werde ich mich auch weiterhin in den Bürgersaal begeben um mir aktuelle Aussagen und Informationen zu holen um der Wahrheit relativ ein Stück näher zu kommen.

Wenn seitens eines Nordhäuser PDS-Beigeordneten dann noch öffentlich die unsinnige Behauptung aufgestellt wird, der Stadtrat sei in Thüringen, Sachsen und Bayern teil der Verwaltung und nicht der Legislative, dann sollte das für uns Bürger ein Gebot der Stunde der sein.
Volker Theuerkauf, Steigerthal
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Autor: nnz

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