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Freitag, 06. Mai 2005, 08:43 Uhr
Nordhausen (nnz). Ab dem Dienstag wird im Bürgersaal des Neuen Rathauses die Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung gegen Antisemitismus zu sehen sein. Die nnz hat sich damit im Vorfeld näher beschäftigt.


Dr. Manfred Schröter, 2. Ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Nordhausen, eröffnet um 17 Uhr gemeinsam mit dem Organisator, dem Verein Schrankenlos, die Ausstellung. Mit dieser Ausstellung reagiert die Amadeu Antonio Stiftung auf den Anstieg antisemitischer Bedrohungen und Angriffe in den letzten Jahren in Europa und beleuchtet dabei besonders die Situation in Deutschland. Die Ausstellung soll über die Ursachen und Funktionen von Antisemitismus und seine Geschichte aufklären und zum Nachdenken anregen.

Der Antisemitismus habe eine neue Qualität erreicht, so die Macher. Antisemitische Äußerungen stoßen in privaten Gesprächen, in der Schule und in der Öffentlichkeit auf weniger Widerspruch. In der Ausstellung wolle man deshalb auf 10 Schautafeln Friedhofsschändungen, Bedrohungen im Alltag aber auch neue Formen des Antisemitismus in islamischen oder globalisierungskritischem Gewand zeigen – und was man praktisch dagegen tun könne.

Die Ausstellung kann bis zum 24. Mai im Bürgersaal des Rathauses, Markt 15, zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung besichtigt werden.
Autor: nnz

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