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Energiewende in Thüringen:

Wasserstoff für klimaneutrale Energieversorgung

Sonntag, 13. Oktober 2019, 09:24 Uhr
Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat einen 6-Punkte-Plan für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Thüringen vorgelegt. Damit soll die Energiewende insbesondere im Wärme- und Verkehrssektor vorankommen. Wasserstoff als Energieträger soll zukünftig Züge und LKW antreiben sowie Gebäude mit Wärme und Kälte versorgen.

„Wasserstoff hat großes Potenzial für unser Energiesystem. Mit der Technologie können wir Strom aus Erneuerbaren Energien speichern oder für Wärme und Mobilität nutzen. Beide Sektoren benötigen dringend saubere und emissionsfreie Energie. Wir wollen mit Thüringen hier an der Spitze mitspielen“, so Siegesmund heute in Erfurt.

Siegesmund strebt ein eigenes Innovationszentrum für Wasserstoff in Thüringen an. Dort sollen Forschung und Wirtschaft gemeinsam marktreife Produkte entwickeln, Startups eine optimale Wachstumschance bekommen. Thüringen hat etwa mit dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Hermsdorf ein führendes ostdeutsches Institut im Blick.

Unterstützt werden Forschung & Entwicklung mit Leuchtturmprojekten wie Wasserstoffzügen und –bussen oder Methan auf Wasserstoffbasis im Gasnetz für CO2-freie Wärme. Dazu kommen Anwendungen in der Abfallwirtschaft oder emissionsfreie Transportlösungen in der Logistik. Wärme und Verkehr klimaneutral machen ist das Ziel, mit Hilfe der Wasserstofftechnologie soll dies gelingen.

Die Infrastruktur im Land biete gute Voraussetzungen, so die Analyse von Energieexperten. Mit Wasserstoff als Pufferspeicher für überschüssigen Wind- und Sonnenstrom können Netze entlastet und stabilisiert werden. Hinzu kommt eine Vielzahl an Anlagen der Erneuerbaren Energien, die demnächst aus der EEG-Vergütung heraus fallen. Hier bietet Wasserstoff eine Perspektive für das wirtschaftliche Weiterbetreiben von Wind- und Bio-Energieanlagen.
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