Der Schein trügt
Montag, 25. April 2005, 08:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Medien berichteten zum Beginn dieses Jahres landauf, landab über die Einführung des Arbeitslosengeldes II. Dabei gab es kaum Pannen, auch in Nordhausen nicht. Wer da aber denkt, dass nun alles in Butter ist, der hat sich getäuscht.
Die Antragsfülle nimmt kaum ab, konstatiert der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, Georg Müller, im Gespräch mit der nnz. Viele der mittlerweile über 100 Mitarbeiter der ARGE müssten ständig neu berechnen, schließlich seien Veränderungen in den Bedarfsgemeinschaften, also im privaten und familiären Bereich, kontinuierlich im Gange. Wo sich nichts verändert hat, da werden die Bescheide für die maximale Laufzeit von sechs Monaten ausgestellt. In der Regel sind es aber drei Monate. Dann werden neue Anträge verschickt, die ausgefüllt und schließlich in der ARGE bearbeitet werden müssen.
Ein wenig getäuscht hatten sich die Verantwortlichen in den Agenturen für Arbeit im vergangenen Jahr auch hinsichtlich der Zahl der zu erwartenden Bedarfsgemeinschaften. Der Plan für den Landkreis Nordhausen sah hier die Zahl von 5.400 vor. Als Variable wurde dann der Quotient 1,2 favorisiert, tatsächlich muss die ARGE-Mannschaft aber mit dem Faktor 1,8 zurecht kommen. Tatsächlich gibt nach Informationen der nnz derzeit etwa 6.500 Bedarfsgemeinschaften, in denen 12.000 Personen leben. Von denen wiederum sind rund 9.000 erwerbsfähig. Statistisch gesehen, sind die zwischen 15 und 65 Jahre alt.
Als einen ersten Erfolg der Arbeit seiner Kollegen bezeichnete Georg Müller die so genannten Abgänge. Das sind Bezieher von Arbeitslosengeld II, die in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden hatten. Die Zahl in seiner Statistik weist den Wert von 460 Frauen und Männern aus. Das sei zwar nicht die Wucht, doch diese Menschen hätten nicht nur einen sozialversicherungspflichtigen Job gefunden, sondern wären auch wieder in die Gesellschaft zurückgekehrt. Und letztlich würde sich die gesamte Arbeit schon allein wegen dieser Zahl lohnen. Müller hofft, dass damit ein Anfang gemacht worden ist.
Autor: nnzDie Antragsfülle nimmt kaum ab, konstatiert der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, Georg Müller, im Gespräch mit der nnz. Viele der mittlerweile über 100 Mitarbeiter der ARGE müssten ständig neu berechnen, schließlich seien Veränderungen in den Bedarfsgemeinschaften, also im privaten und familiären Bereich, kontinuierlich im Gange. Wo sich nichts verändert hat, da werden die Bescheide für die maximale Laufzeit von sechs Monaten ausgestellt. In der Regel sind es aber drei Monate. Dann werden neue Anträge verschickt, die ausgefüllt und schließlich in der ARGE bearbeitet werden müssen.
Ein wenig getäuscht hatten sich die Verantwortlichen in den Agenturen für Arbeit im vergangenen Jahr auch hinsichtlich der Zahl der zu erwartenden Bedarfsgemeinschaften. Der Plan für den Landkreis Nordhausen sah hier die Zahl von 5.400 vor. Als Variable wurde dann der Quotient 1,2 favorisiert, tatsächlich muss die ARGE-Mannschaft aber mit dem Faktor 1,8 zurecht kommen. Tatsächlich gibt nach Informationen der nnz derzeit etwa 6.500 Bedarfsgemeinschaften, in denen 12.000 Personen leben. Von denen wiederum sind rund 9.000 erwerbsfähig. Statistisch gesehen, sind die zwischen 15 und 65 Jahre alt.
Als einen ersten Erfolg der Arbeit seiner Kollegen bezeichnete Georg Müller die so genannten Abgänge. Das sind Bezieher von Arbeitslosengeld II, die in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden hatten. Die Zahl in seiner Statistik weist den Wert von 460 Frauen und Männern aus. Das sei zwar nicht die Wucht, doch diese Menschen hätten nicht nur einen sozialversicherungspflichtigen Job gefunden, sondern wären auch wieder in die Gesellschaft zurückgekehrt. Und letztlich würde sich die gesamte Arbeit schon allein wegen dieser Zahl lohnen. Müller hofft, dass damit ein Anfang gemacht worden ist.
