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Theater feiert 70 Jahre Wiederaufbau

Auferstanden aus Ruinen

Montag, 30. September 2019, 12:00 Uhr
Nachdem das Nordhäuser Theater im zweiten Weltkrieg schwere Schäden davon getragen hatte, begann man zügig mit dem Wiederaufbau. Die Wiederauferstehung des Kulturtempels wurde vor 70 Jahren abgeschlossen und das Jubiläum jetzt gebührend gefeiert...

70. Jahre Wiederaufbau gefeiert (Foto: nnz-Archiv) 70. Jahre Wiederaufbau gefeiert (Foto: nnz-Archiv)

Nach langer Stille hallte am 15. Oktober 1949 Mozarts "Die Hochzeit des Figaro" wieder durch den Saal des Nordhäuser Theaters. „Was damals geschehen ist, ist eigentlich ganz unglaublich.“, sagt Intendant Daniel Klajner, die Bürger bauten ihr Theater noch vor ihrem Rathaus wieder auf, neben dem Wohnungsbau genoss die Wiederauferstehung des Musentempels höchste Priorität, viele Hände packten mit an.

Die ersten Vorstellungen wurden noch 1945 wieder aufgenommen, man war in das nahe Jugendclubhaus ausgewichen. Die nahende Wiederkehr der zweiten Geburt des Theaters wurde am vergangenen Sonntag im Anschluss an die slawische Operngala gebührlich gefeiert. Das eigentliche Jubiläum wäre auf einen Dienstag gefallen, deswegen habe man sich entschieden die Feierlichkeiten vorzuziehen und zusammen mit dem eigentlichen, nunmehr 102. Geburtstag des Hauses, zu begehen, erklärt Klajner.

Zur Feier war denn auch Oberbürgermeister Kai Buchmann erschienen, der in seiner Rede auf Geschichte und Bedeutung des Theaters für die Stadt einging. In seiner über hundertjährigen Geschichte hat das Haus viel durchgemacht, die Technik hinter der Bühne stammt zu großen Teilen noch aus den Tagen der Eröffnung 1917. Mit der anstehenden Sanierung des Theaters werde man der Geschichte nun einen dritten Baustein hinzufügen, der die Zukunft des Theaters nachhaltig sichern soll.

Oberbürgermeister Kai Buchmann, Intendant Daniel Klajner und die Vorsitzende des Theater-Fördervereins Barbara Rinke eröffneten die Feierlichkeiten (Foto: Jost Rünger) Oberbürgermeister Kai Buchmann, Intendant Daniel Klajner und die Vorsitzende des Theater-Fördervereins Barbara Rinke eröffneten die Feierlichkeiten (Foto: Jost Rünger)

Die Vorsitzende des Theater-Fördervereins Barbara Rinke hatte, passend zum Anlass, eine Geburtstagstorte mitgebracht, verziert mit drei Fotografien des Theaters. Bei einem Glas Sekt und musikalischer Untermalung durch ein Streicherquartett wurde der verzehrt. Nicht groß aufgebauscht, aber festlich, resümiert Indenant Klajner. Zum eigentlichen Jubiläum am 15. Oktober ist eine Vernissage geplant, die sich mit den architektonischen Plänen zur Sanierung befassen wird.
Angelo Glashagel
Autor: red

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